Dobrindts Grenzpolitik: Bundespolizei meldet deutlichen Rückgang

von Cumali Yağmur

Artikel von Jan-Elias Dimitroglou

Die Bundespolizei hat neue Zahlen vorgelegt. Sie zeigen, dass deutlich weniger Menschen ohne erforderlichen Aufenthaltstitel oder Pass nach Deutschland eingereist sind. Damit setzt sich ein Trend fort. Die Bundespolizei meldet für das erste Halbjahr 2026 einen spürbaren Rückgang.

Wie die Bundespolizei mitteilt, stellte sie im ersten Halbjahr 2026 24.329 unerlaubte Einreisen fest. Das seien 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Noch klarer wird die Entwicklung beim Blick zurück: Im ersten Halbjahr 2023 registrierte die Bundespolizei noch 45.338 unerlaubt eingereiste Personen.

📌 So sah es zwischen den Jahren 2014 und 2020 aus:

  • Die Bundespolizei registrierte zwischen den Jahren 2014 und 2020 554.849 unerlaubte Einreisen nach Deutschland.
  • Grundlage ist die Polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei.
  • Laut Bundesregierung sind die Daten zwischen September 2015 und März 2016 wegen des starken Zustroms von Drittstaatsangehörigen nur eingeschränkt aussagekräftig.

Dobrindt verschärft Kontrollen an deutschen Grenzen

Seit dem 16. September 2024 finden an allen deutschen Landesgrenzen wieder Kontrollen statt. Zuvor galt das nur teilweise. Noch unter der Ampelregierung wurde die Ausweitung angeordnet. Ziel war es, die Zahl der unerlaubten Einreisen stärker einzudämmen.

Nach seinem Amtsantritt im Mai 2025 verschärfte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Linie. Die Bundespolizei sollte fortan auch Asylsuchende abweisen. Ausnahmen gelten laut den Angaben für vulnerable Gruppen, etwa Kranke oder Schwangere.

Weitere Zahlen der Bundespolizei

Seit Dobrindts Amtsantritt registrierte die Bundespolizei 53.230 unerlaubte Einreisen. 38.804 Menschen wurden unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen. Zudem seien 1561 Schleuser vorläufig festgenommen worden, wie die Behörde mitteilt.

Für Juni meldet die Bundespolizei 3290 unerlaubt eingereiste Personen. Das ist laut Behörde der niedrigste Juniwert seit 2021. Im Vergleich zum Juni 2025 entspricht das einem Rückgang von 42 Prozent.

Ob sich dieser Trend auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt und welchen Anteil die einzelnen Maßnahmen daran haben, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

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