• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Politik

Bei den EinwanderInnen Versäumtes muss nachgeholt bzw. falsche Politik korrigiert werden!

von Fremdeninfo 17 April 2017
von Fremdeninfo 17 April 2017
355

Bei den EinwanderInnen Versäumtes muss nachgeholt bzw. falsche Politik korrigiert werden!

Die Menschen in der Türkei haben mit einer äußerst knappen Stimmen-mehrheit von ca. 51,4 Prozent für das Präsidialsystem gestimmt, das dem Staatschef Recep Tayyip Erdogan mehr Macht verschafft. Die Nein-Stimmen erreichen etwa 48,6 Prozent.

Auch im Ausland durften die Türken über die neue Verfassung abstimmen. In Deutschland sagte eine große Mehrheit der Wahlberechtigten „Ja“ zu den Plänen von Präsident Erdogan. Aus anderen Ländern, in denen auch Türken leben, kam ein klares Nein

Von den in der BRD zu Wahl gegangenen Türken bzw. wahlberechtigten Deutschtürken haben 63,2 Prozent für das Präsidialsystem gestimmt. Die Nein-Stimmen betragen nur 36,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 46,6 Prozent.

Gleich nach der Feststellung des Referendumergebnisse kam eine erste Reaktion vom Europarat. Der EU-Beitritt der Türkei wurde für gescheitert erklärt. Das ist ein schädlicher Umstand für das Land Türkei und für die in Europa lebenden türkischen und kurdischen EinwandererInnen. 

Die Wahlveranstaltungen vor dem Referendum und die hupenden Autokorsos mit den den Wahlsieg Feiernden auf deutschen Straßen nach dem Referendum haben wieder mal gezeigt, dass sich viele Türken, Kurden, egal ob jung oder alt, in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern sich mit der AKP-Politik identifizieren. Dass das bei vielen Jugendlichen der Fall ist, ist schwer nachvollziehbar. Obwohl sie hier in der BRD und in Europa geboren, ihre schulische und berufliche Laufbahn eingeschlagen und damit ihren

Lebensmittelpunkt in demokratischen Verhältnissen mit allen von der Verfassung und von den Menschenrechten eingeräumten Rechten haben, stimmten sie für ein diktatorisches System bzw., diejenigen, die nicht wählen dürfen, sympathiesieren mit diesem System. Warum?   

Die Erklärung ist darin zu suchen, dass die türkischen und kurdischen jungen MigrantenInnen hier in Deutschland – und auch in anderen europäischen Ländern – in der Schule, bei der Berufausbildung, auf der Arbeit, bei der Wohnungssuche etc. diskriminiert werden. Sie fühlen sich in allen Lebensbereichen in dieser Gesellschaft als Opfer. Als eine solche „Opfergeneration“ versuchen sie die AKP-Regierung zu unterstützen, die den Europäern, also diejenigen, die sie zu Opfern gemacht haben oder machen, die Stirn bietet.  Man könnte damit ihr Verhalten als Protest gegen die deutschen Parteien auslegen, die diese jungen Menschen in die hiesige Gesellschaft nicht aufgenommen haben, ihnen keinen Platz dort gegeben haben, ihnen keine aktiven und passiven Wahlrechte eingeräumt haben.

Die CDU , CSU und andere konservative Parteien haben jahrelang eine Einwanderungspolitik ohne die MigrantenInnen gemacht.  Eigentlich ist das mit der heutigen AfD-Einwanderungspolitik bzw. mit dem AfD–Einwanderungspopulismus vergleichbar. Die CDU und und die CSU  waren jahrelang gegen die Doppelstaatsbürgerschaft, bis sie mit der SPD koaliert haben. Jahrelang hatten sie aber dagegen argumentiert.

Die Verhaltensweisen der Deutschtürken während des türkischen Referendumwahlkampfes reicht für sie als Grund dafür aus, dass die Doppelstaatsangehörigkeit doch wieder abgeschafft werden soll. Die Deutschtürken hätten sich hier nicht integriert. Die konservativen Parteien fragen sich selbst aber nicht, was haben wir falsch gemacht, dass der türkische Wahlkampf auf Deutschem Boden in dieser Intensität stattgefunden hat und dass die AKP so viele Türken und Deutschtürken mobilisieren konnte.

Die Abschafftung der doppelten Staatsbürgerschaft kann keine Lösung sein. Das muss erst einmal allen Parteien klar werden. Man muss bedenken, dass die EinwandererInnen allenfalls nur ein rechtloser Bestandteil der hiesigen Gesellschaft sind. Sie leben hier mittlerweile in der dritten und vierten Generation und haben seit ca. 60 Jahren keine demokratischen Rechte. Hätten sie aktive und passive Wahlrechte gehabt, so hätten sie sich mit den hier bestehenden Parteien und demokratischen Systemen identifizieren und sich in die freiheitlich-demokratische Entwicklung der Gesellschaft einbringen können. Da das nach wie vor nicht möglich ist, rennen sie reihenweise zur AKP, bei der sie sich vermeintlich ernst und wahrgenommen fühlen.

Die AKP-Regierung kennt diese Probleme der in Deutschland und in Europa lebenden türkischen Bevölkerung und organisiert sie in der eigenen Partei, in dem sie ihnen Versprechen gibt, die für die deutschen und europäischen Politiker undemokratisch sind wie z. B. die Wiedereinführung der Todesstrafe. Die deutschen und europäischen Politiker werden durch die Propagandisten der AKP als Nationalisten, Faschisten und Nazis beschimpft. Wie oben bereits beschrieben, die als sog. „Opfergeneration“ genannten EinwandererInnen, die jahrzehntelang Diskriminerungen ausgestzt sind, fühlen sich durch diese Aussagen bestätigt. Sie denken, dass endlich jemand alles beim „Namen“ nennt, was ihnen seit Jahren wiederfährt.

Die AKP-Regierung und –Partei hat zwischen den türkischen und kurdischen EinwandererInnen eine tiefe Spaltung während des Referendumwahlkampfes verursacht und diejenigen, die nicht für sie ist, für Feindbilder erklärt. Das alles wurde durch die mutmaßlichen Tätigkeiten des türksichen Geheim-dienstes MIT in Deutschland, dass hier in Deutschland lebende Türken und Kurden ausspioniert worden sein sollen – die Ermittlungen durch die deutschen Sicherheitsbehörden dauern noch – die nicht mit der AKP meinungskonform sind, noch verschärft.

Das alles zeigt, dass alle Menschen, die als EinwandererInnen in die BRD

kommen,  hier rechtmäßig aufgenommen werden und sich in die hiesige Gesellschaft einbringen wollen, sehr zeitnah auch politische Rechte wie das aktive und passive Wahlrecht bekommen müssen. Sie müssen hier nicht nur Steuern zahlen und zur fianziellen und sicherheitspolitischen Entwicklung Deutschlands beitragen, ohne dass sie an den Rechten partizipieren dürfen. Denn diese bisherige Einwanderungspolitik passt zum Motto „wasch mir den Pelz, mach mich aber nicht nass“ an.  Wie lange kann dieses Lebensmotto gutgehen?  

Eine Lösung kann nur darin liegen, dass EinwandererInnen zeitnahm nach ihrer Aufnahme in der BRD gleichberechtigte Rechte erhalten, so dass sie die hiesige Gesellschaft mitgestalten und zu ihrer Entwicklung beitragen können. Auch müssen alle Diskriminierungen in der schulischen und beruflichen Ausbildung, bei der Arbeitsplatzsuche, bei der Wohnungssuche etc. abgeschafft werden. In anderen Ländern wie Kanada klappt das sehr gut. Für ein friedliches und gewinnbringendes Zusammenleben aller Menschen in Deutschland ist nötig, dass alle gleichberechtigte Rechte genießen. Die Politik muss und kann sich nur in diese Richtung korrigieren.

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Ein Überblick der türkischen Verbände und politischen Positionen Evet oder Hayir: Wer macht die Meinung?
nächster Beitrag
Berlin gegen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit Türkei

Ähnliche Beiträge

Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

3 Oktober 2026

Willkürrecht in Hannover

30 September 2026

Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

26 September 2026

Interview mit Mizgin Çiftçi, Kandidat für das Amt des Regionpräsidenten (Die Linke)

16 September 2026

Protest in Hannover: Rund 2.000 Menschen demonstrieren vor dem Neuen Rathaus gegen die...

9 September 2026

Vier Verfahren gleichzeitig: İmamoğlus Zwischenbilanz im August

21 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Ein Symbol des Kampfes und der korrekten Berichterstattung: Fremdeninfo

    4 Oktober 2026
  • Islamischer Philosoph: Der Islam muss mit Kritik auskommen

    4 Oktober 2026
  • Die Zahl der Asylanträge in Europa sink

    4 Oktober 2026
  • Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

    3 Oktober 2026
  • Hıdır Eren Çeliks einhundert Artikel sind in „Palavra Meydanı“ versammelt

    3 Oktober 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

3 Oktober 2026

Neueste Artikel

Islamischer Philosoph: Der Islam muss mit Kritik auskommen
4 Oktober 2026
Die Zahl der Asylanträge in Europa sink
4 Oktober 2026
Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover
3 Oktober 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung