• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Allgemein

Gegen das Vergessen: Rechter Terror auf der Keupstraße

von Cumali Yağmur 8 November 2025
von Cumali Yağmur 8 November 2025
223

Von Dtj-online

Nur wenige hundert Meter von der Keupstraße entfernt, wo am 9. Juni 2004 eine Nagelbombe des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) explodierte, hat die Initiative „Keupstraße ist überall“ einen Ort geschaffen, der an das erinnert, was bis heute kein Mahnmal sichtbar macht.

In der Schanzenstraße 22, im Herzen des Carlswerk-Geländes, wurde am 18. September 2025 die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 21 Jahre danach“ eröffnet – ein Raum des Gedenkens, der Begegnung und der Bildung.

Erinnerung gegen das Vergessen

Die Explosion in der Keupstraße veränderte nicht nur das Leben vieler Anwohnenden, sondern offenbarte auch eine tiefe gesellschaftliche Wunde. 22 Menschen wurden damals verletzt, viele von ihnen schwer. Die Bombe war gefüllt mit fünf Kilogramm Sprengstoff und über 800 Nägeln – eine Tat, die nur knapp kein Massaker wurde. Doch die zweite Katastrophe folgte unmittelbar danach: Die Opfer wurden zu Verdächtigen.

Über sieben Jahre lang ermittelte die Polizei nicht gegen Rechtsextremisten, sondern gegen die Betroffenen selbst. Medien sprachen von „kriminellen Ausländermilieus“ – ein Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Familien. Die Initiative „Keupstraße ist überall“ kämpft seit Jahren dafür, dass dieser Anschlag und seine Folgen nicht verdrängt werden. Dass endlich die Perspektive der Betroffenen im Mittelpunkt steht – und nicht die der Ermittlungsakten.

Ein Ort für die Stimmen der Betroffenen

Mit der neuen Ausstellung hat die Initiative nun einen festen Ort geschaffen, wo Geschichte erzählt und Gegenwart gestaltet wird. Die Räume in der Schanzenstraße fungieren als Begegnungs- und Beratungsstelle – ein sicherer Ort, getragen von den Betroffenen selbst und jenen, die ihnen seit Jahren solidarisch zur Seite stehen. Die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“ entstand 2024 in Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrerkräften der IGIS-Gesamtschule.

Sie wurde konzipiert als außerschulischer Erinnerungs- und Lernort – ein Projekt, das Geschichte nicht nur dokumentiert, sondern erfahrbar macht. Lernende können hier nicht nur Lehrmaterial bearbeiten, sondern auch direkt mit Überlebenden des rassistischen Anschlags ins Gespräch kommen, ihre Fragen stellen und die Perspektiven jener hören, die zu lange übergangen wurden. „Die Ausstellung ist kein Museum über die Vergangenheit“, sagt eine Vertreterin der Initiative. „Sie ist ein lebendiger Raum, der uns mahnt, dass Rassismus und rechtsextreme Gewalt nicht der Vergangenheit angehören, sondern bis heute unsere Gesellschaft bedrohen.“

Bildung als Widerstand

Das Projekt richtet sich besonders an Schulklassen und Studierendengruppen. Montags und mittwochs zwischen 10 und 15 Uhr können nach Anmeldung Führungen stattfinden – ergänzt durch Gesprächsrunden und pädagogische Begleitung. Auf Wunsch sind auch Besuche an anderen Tagen möglich. Geeignet ist die Ausstellung für die Fächer Geschichte, Sozialwissenschaften, Ethik, Religion, Kunst, Deutsch und Philosophie. Im Mittelpunkt steht stets die Frage: Wie erinnern wir – und was lernen wir daraus für das Heute? Denn die Ausstellung ist nicht nur ein Ort der Aufarbeitung, sondern auch ein Appell an kommende Generationen, Verantwortung zu übernehmen – gegen das Vergessen, gegen Rassismus und gegen das Schweigen.

Vom Ankommen bis zum Anerkennen

Die Ausstellung erzählt auch von der Geschichte der Keupstraße selbst – einem Ort, der für viele Menschen zum Symbol des Ankommens in Deutschland wurde. Sie erzählt von den Familien, die in den 1960er und 70er Jahren nach Köln kamen, um hier zu arbeiten und zu leben, und von dem langen Ringen um Anerkennung und Sichtbarkeit in einer Gesellschaft, die Migranten oft nur als „Gäste“ sah. Heute, 21 Jahre nach dem Anschlag, steht fest: Die Keupstraße ist überall. Sie steht für den Kampf um Gerechtigkeit, für Solidarität und für das Recht, gehört zu werden

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Cumali Yağmur

vorheriger Beitrag
Kommunalpolitik in Frankfurt: Die Linke gibt den Ton an
nächster Beitrag
Der Existenzkampf des türkisch-zypriotischen Volkes

Ähnliche Beiträge

Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

26 September 2026

EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER...

25 September 2026

Die Berliner Koalitionsregierung muss schnellstmöglich gebildet werden

24 September 2026

Nach Clankontakten: Wie die Linkspartei über Ferat Koçak debattiert

24 September 2026

Die Berliner Wahl: Der Erfolg der Linkspartei lässt sich nicht auf eine einzelne...

23 September 2026

DEM Parti trifft sich mit Alevi-Organisationen: „Die DEM Parti wird keinen Prozess gutheißen,...

23 September 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026
  • Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

    26 September 2026
  • CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

    26 September 2026
  • EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER WERKTÄTIGEN, DER FRAUEN UND DER ÖKOLOGEN SEIN

    25 September 2026
  • Berliner Linken-Chefin: «sehr überrascht» über Kritik

    25 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Die Berliner Koalitionsregierung muss schnellstmöglich gebildet werden

24 September 2026

Neueste Artikel

Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.
26 September 2026
CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben
26 September 2026
EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER WERKTÄTIGEN, DER FRAUEN UND DER ÖKOLOGEN SEIN
25 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung