• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Flüchtlinge

DAS RECHT AUF FLUCHT IST EIN MENSCHENRECHT –  UND DARF NICHT VERWEHRT WERDEN!

von Fremdeninfo 26 Oktober 2025
von Fremdeninfo 26 Oktober 2025
465

 

Von: ATİF- Föderation der Arbeiter*innen aus der Türkei in Deutschland/ Avrupa Demokrat

In den letzten Jahren haben Rassismus, innergesellschaftliche Verrohung und Feindlichkeit gegenüber Geflüchteten und Migrant*innen in ganz Europa stark zugenommen und die Grundlagen der Menschenrechte erschüttert. Die neu gebildete CDU/CSU–SPD-Regierung in Deutschland hat begonnen, ihre im Wahlkampf gegebenen Versprechen umzusetzen und die Flüchtlings- und Migrationspolitik massiv zu verschärfen.

Zu den am häufigsten wiederholten Wahlversprechen gehörten: die zwangsweise Rückführung von Geflüchteten in ihre Herkunftsländer, die Abschiebung in sogenannte „Drittländer“, die Wiedereinführung strenger Grenzkontrollen im Schengenraum sowie die Verhinderung neuer Fluchtbewegungen nach Europa.

Diese Forderungen sind nicht nur politische Entscheidungen, sondern eine offene Absage an die europäischen Grundwerte von Menschenwürde und universellen Rechten. Die neue Regierung hat diese diskriminierenden Positionen in den Koalitionsvertrag aufgenommen und damit auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Eine der gravierendsten Maßnahmen ist die Abschaffung des Rechts auf Familiennachzug.

Doch das Recht auf Familie ist ein durch internationales Recht geschütztes Grundrecht. Für Menschen mit anerkanntem Flüchtlingsstatus ist die Möglichkeit, Partner*innen und Kinder nachzuholen, ein unverzichtbarer Bestandteil eines menschenwürdigen Lebens. Die Abschaffung dieses Rechts greift die elementarsten sozialen Bindungen an.

GEFLÜCHTETE WIE STRAFTÄTER*INNEN ZU BEHANDELN IST EIN VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT

Deutschland – wie auch Europa insgesamt – verweigert sich heute seiner historischen Verantwortung. Die meisten Geflüchteten sind gezwungen, vor Kriegen, Armut, Klimakatastrophen oder autoritären Regimen zu fliehen. Doch hinter vielen dieser Krisen stehen – direkt oder indirekt – die wirtschaftlichen Interessen, Waffenexporte und Ausbeutungspolitiken imperialistischer Staaten.

Allen voran Deutschland und andere westliche Länder schüren weltweit Konflikte und schließen gleichzeitig ihre Grenzen vor denjenigen, die vor diesen Konflikten fliehen. Das ist moralisch widersprüchlich und politisch heuchlerisch.

ZWANGSRÜCKFÜHRUNG HEISST: AUSLIEFERUNG AN KRIEG UND TOD

Mittlerweile werden nicht nur sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“, sondern auch Länder wie Syrien und Afghanistan, in denen weiterhin Krieg herrscht, als Rückführungsziele festgelegt. Das bedeutet konkret: Menschen werden Tod, Folter und Traumata ausgeliefert.

Nach der Genfer Flüchtlingskonvention darf kein Mensch in ein Land abgeschoben werden, in dem Leben oder Freiheit bedroht sind. Die aktuelle deutsche Politik verstößt eindeutig gegen dieses Prinzip.

DER AUFSTEIGENDE RASSISMUS IN DEUTSCHLAND UND SEINE POLITISCHE LEGITIMIERUNG

Die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz im Zusammenhang mit dem Thema „Stadtbild“ zeigen die Geisteshaltung, die hinter der aktuellen Politik steht. Merz bezeichnete Geflüchtete in Reden als „Gruppen, die sich nicht integrieren und die Wirtschaft belasten“, und machte „die kulturellen Strukturen von Geflüchteten“ für Gewalt gegen Frauen verantwortlich.

Solche Aussagen missbrauchen ein globales Problem wie geschlechtsspezifische Gewalt, um Geflüchtete zu stigmatisieren und rassistische Vorurteile zu vertiefen. Unter dem Vorwand, die Rechte von Frauen zu verteidigen, werden reale Probleme unsichtbar gemacht und Hass gegenüber Schutzsuchenden geschürt.

Diese Sprache ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer systematisch wachsenden, institutionell verankerten Diskriminierung. Sie trifft auch Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte und vertieft die Spaltung zwischen „uns“ und „den anderen“, wodurch der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet wird.

DIE ABLEHNUNG VON ASYLANTRÄGEN AUS DER TÜRKEI

Rund 95 % der Asylanträge von Menschen aus der Türkei werden abgelehnt. Diese Entscheidungen ignorieren oft politische Verfolgung, Einschränkungen der Meinungsfreiheit oder unmenschliche Haftbedingungen.

Selbst Menschen, die aufgrund ihrer Identität, Weltanschauung oder politischen Aktivitäten inhaftiert wurden, sollen abgeschoben werden – mit der Begründung, „die Haftbedingungen seien angemessen“. Das ist nicht nur ein Verstoß gegen das Flüchtlingsrecht, sondern auch gegen die menschliche Würde.

AUFENTHALTSRECHT DURCH BERUF – EINE FALLE

Neue Regelungen versprechen Geflüchteten ohne Aufenthaltstitel: „Wenn du eine Ausbildung machst, darfst du bleiben.“ Doch in der Realität ist das kaum möglich – denn für eine Ausbildung braucht man Sprachkenntnisse, und Sprachkurse sind überfüllt, teuer oder erst Monate später zugänglich. Zudem wurde das Recht auf Wiederholungskurse gestrichen. So werden Geflüchtete bewusst in eine Sackgasse geführt. Diese Politik tarnt Ausgrenzung als „Integration“.

UNMENSCHLICHE BEDINGUNGEN IN LAGERN UND UNTERKÜNFTEN

In vielen deutschen Lagern (sogenannten „Heimen“) herrschen unhaltbare Zustände: Überbelegung, fehlende Privatsphäre – oft ohne Türen –, unzureichende Sanitäranlagen und schlechte Hygiene. Erkrankte Geflüchtete erhalten keine direkte medizinische Versorgung, sondern müssen zunächst Genehmigungen beim Sozialamt einholen. Doch Gesundheit ist ein universelles Menschenrecht – sie darf nicht von Formularen oder Bürokratie abhängen.

DIE REAKTIONÄRE WELLE IN EUROPA UND UNSERE GEMEINSAME VERANTWORTUNG

Nicht nur in Deutschland, sondern in fast allen europäischen Ländern verschärft sich die Lage: Von Frankreich bis Italien, von Ungarn bis in die Niederlande werden flüchtlingsfeindliche Gesetze beschlossen und Grenzen mit Mauern befestigt.

Diese Entwicklung bedeutet nicht nur eine Bedrohung für Geflüchtete, sondern auch für die Demokratie und die Menschenrechte selbst. Jeder Angriff auf Geflüchtete ist ein Angriff auf Gleichheit, Solidarität und Humanität. Sich dem entgegenzustellen, ist heute nicht nur ein Akt der Solidarität, sondern ein Kampf für die Freiheit aller Menschen.

GEGEN RASSISMUS UND ABSCHIEBUNGSPOLITIK – GEMEINSAM KÄMPFEN!

Der Druck auf Geflüchtete ist längst kein Einzelfall mehr – er ist Teil staatlicher Politik geworden. Deshalb braucht es nicht nur juristische, sondern auch gesellschaftliche, politische und menschliche Gegenwehr.

Wir müssen den gemeinsamen Widerstand stärken, Bündnisse gegen Rassismus aufbauen und den Protest auf die Straßen tragen.

Flucht ist kein Verbrechen – sie ist ein Überlebenskampf!

Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht – es darf nicht eingeschränkt werden!

Abschiebungen bedeuten Folter und Tod – sie müssen gestoppt werden!

Allen Geflüchteten müssen menschenwürdige Lebensbedingungen garantiert werden!

ATİF- Föderation der Arbeiter*innen aus der Türkei in Deutschland

Tags: Avrupa Türkiyeli İşçiler Konfederasyonu (ATİK)

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Rassistische Äußerung von CDU-Chef Merz: „Migranten verschandeln das Stadtbild
nächster Beitrag
Freiheit für Merdan Yanardağ

Ähnliche Beiträge

CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

26 September 2026

Bundesregierung will Syrern offenbar Schutzstatus auf breiter Front entziehen

21 September 2026

Schutzquote bei Asylverfahren: Anteil der Schutzsuchenden in Deutschland steigt

13 September 2026

Migranten in Ceuta: Spanien will 500 minderjährige Ceuta-Flüchtlinge aufnehmen

20 August 2026

22.500 Migranten auf deutschen Schiffen: Rom fordert Geld von Berlin

19 August 2026

Pro Asyl kritisiert Bruch von Aufnahmezusagen für Menschen aus Afghanistan

14 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

    28 September 2026
  • Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun

    27 September 2026
  • Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke

    27 September 2026
  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026
  • Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

    26 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun
27 September 2026
Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke
27 September 2026
Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage
26 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung