• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Politik

Forderungen an die zu bildende kommunale Koalition in Niedersachsen

von Fremdeninfo 11 Januar 2017
von Fremdeninfo 11 Januar 2017
249

Cumali Yagmur

Forderungen an die zu bildende kommunale Koalition in Niedersachsen

In Niedersachsen müssen nach der Kommunalwahl Koalition gegründet werden. Denn mit den gewählten jeweiligen Parteien sind keine Mehrheiten gegeben.

Unseres Erachtens ist eine Koalition nötig, die von der Mehrheit der demokratischen Parteien getragen wird und die sich auch der Einwanderungs- und Flüchtlingsproblematik annimmt. Sie muss in der Lage sein, der hiesigen Bevölkerung die Angst vor diesen Problemen zu nehmen. Sie muss auch dazu fähig sein, die Bevölkerung für die humanitäre Verantwortung der politischen Parteien in Fragen der Flüchtlinge zu sensibilisieren. Dabei sollten in die Arbeitsvorgänge bzw. zu bildenen Arbeitsgruppen/Dezernate/Fachausschüsse die Einwanderer mit aufgenommen werden. Die Probleme sind nur miteinander mit den Betroffenen zusammen zu lösen, nicht aber ohne die Mitwirkung dieser Betroffenen.

Zunächst sollte in Niedersachsen eine Bestandsaufnahme der EinwandererInnen gemacht werden. Aus dem Querschnitt daraus sollten Dezernate oder ein Dezernat eingerichtet werden, in dem auch EinwandererInnen Aufgaben übernehmen, die oder dass sich intensiv mit dem Problemen der Einwanderung beschäftigen und aktiv Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Alle Behörden sollten Informationen über diese Dezernate oder über dieses Dezernat erhalten können. Wenn EinwandererInnen z. B. Diskriminierungen bei der Arbeits- oder Wohnungssuche oder im Alltag ausgesetzt werden sollten, so sollte über eine solche einzurichtende Stelle eine schnelle Reaktion möglich sein. Über eine solche Stelle sollten z. B. auch Deutschkurse oder Arbeitsvermittlungen für die Flüchtlinge, muttersprachliche Altenheimplätze, muttersprachliche Therapeuten für Schwererkrankte (z. B. gibt es einen Therapeutenmangel für Erkrankte an Posttraumatischer Belastungsstörung), mehrsprachliche Kindergärten etc. koordiniert werden. Es sollten ein Kulturtreffen für EinwandererInnen ermöglicht werden, die alle EinwandererInnen und nicht nur Vereinsmitglieder erreichen können. Z. B. sollte von dort aus auch das Friedhofswesen für die EinwandererInnen, die alevitischem

Ratsam und erfolgversprechend für die Integration können auch sog. Ausländerbeiräte sein, in die auch eingebürgerte EinwandererInnen gewählt werden sollten und in die sie auch Kandidaten wählen dürfen. Denn auch wenn sie deutsche Staatsbürgerschaften erlangen, werden sie in der hiesigen Gesellschaft und auch bei Behörden etc. regelmäßig als sog. „Deutsche mit Migrationshingergrund“ und damit mit einem Sonderstatus behandelt. D. h., damit werden sie zum einen nach wie vor wie MigrantenInnen behandelt. Zum anderen kennen sie aber die Probleme der Einwanderung aus eigener persönlicher Erfahrung und wissen bei bei der Problembewältigung, wo anzusetzen ist.

Jede niedersächsische Stadt, in der 1000 Einwandererinnen leben, sollte einen/eine EinwanderInnenrbeirat haben, der oder die mit den Dezernaten bzw. mit dem Dezernat zusammen arbeitet. Und alle EinwanderInnenbeiräte sollten dann in einem Dachverband in Niedersachsen organisiert sein. In den Kommunal- und Landesparlamenten sollten die Enwanderungsbeiräte auch vertreten und stimmberechtigt sein.

Wenn man EinwanderInnen in die hiesige Gesellschaft integrieren will, so muss man ihnen die gleichen Rechte gewähren. Erst auf diese Weise können die EinwandererInnen sich als Teil dieser Gesellschaft sehen und einen Beitrag zur Entwicklung der Gesamtgesellschaft beitragen, und zwar, weil sie als vollwertige Menschen wahrgenommen werden würden. Nur auf diese Weise kann die Integration gelingen und diesen Menschen kann nur auf diese Weise die Teilhabe am hier existierenden Gesellschaftsleben erlaubt werden. Gleichberechtigung öffnet erst die Türen zu gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Das kann mit dazu sorgen, dass die EinwandererInnen nicht mehr als Fremde angesehen werden und dass sie sich selbst auch nicht mehr als Fremde in Deutschland fühlen.

Es gibt auch Jugendtreffs in Jugendzentren. Dort werden aber die Jugendlichen aus der Einwanderungsgruppe und aus der Einheimischengruppe nicht immer

zusammengeführt. Die Teams in den Jugendzentren sollten paritätisch besetzt werden. Die Posten dort sollten sowohl von Mitarbeitern der Einheimischen als auch der EinwandererInnen betehen. Die Arbeit in diesen Jugendzentren muss effizienter und politischer gestaltet werden. Die Jugendlichen müssen auch dort vor Ort mit den Problemen des Rassismus, Antisemitismus, Extremismus und Fremdenfeinlichkeit in Kontakt kommen und bei der Erkennung dieser Probleme und bei der Erarbeitung von Lösungen mitwirken. Ein Abdriften der Jugendlichen in die Extremen wie den Salafismus, das Auswandern zur IS, der Eintritt in nationalistische Gruppen oder Parteien etc. kann auf diese Weise verhindert werden. Probleme könnten früher erkannt und bereits in jungen Jahren könnten die Menschen besser aufgeklärt und stabilisiert werden, so dass sie für die sog. Werber oder Mitgliedsfänger nicht empfänglich wären. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns alle zusammen, ob Einheimische oder EinwandererInnen annehmen müssen, was nur mit Verantwortung übernehmen Stellen und Organen, in denen alle Gesellschaftgruppen vertreten sind, gehen kann.

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Islamvertrag
nächster Beitrag
Strebt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Weltherrschaft an?

Ähnliche Beiträge

Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

3 Oktober 2026

Willkürrecht in Hannover

30 September 2026

Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

26 September 2026

Interview mit Mizgin Çiftçi, Kandidat für das Amt des Regionpräsidenten (Die Linke)

16 September 2026

Protest in Hannover: Rund 2.000 Menschen demonstrieren vor dem Neuen Rathaus gegen die...

9 September 2026

Vier Verfahren gleichzeitig: İmamoğlus Zwischenbilanz im August

21 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Fundierte Konzepte für Migrationsfragen und ein neues Politikverständnis

    8 Oktober 2026
  • Frankfurt am Main: Polizist ließ Asylbewerber offenbar um Verschonung vor Abschiebung betteln

    8 Oktober 2026
  • „Man muss einfach ein paar von denen aufknüpfen, dann siehst du mal, ob es noch Korruption gibt!“

    8 Oktober 2026
  • Neuer Kopf an der Spitze von DITIB mit Verbindungen nach Ankara: Ramazan Ilikkan

    7 Oktober 2026
  • In Sachsen-Anhalt wurde seit 1945 zum ersten Mal ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt.

    7 Oktober 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Fundierte Konzepte für Migrationsfragen und ein neues Politikverständnis

8 Oktober 2026

Neueste Artikel

Frankfurt am Main: Polizist ließ Asylbewerber offenbar um Verschonung vor Abschiebung betteln
8 Oktober 2026
„Man muss einfach ein paar von denen aufknüpfen, dann siehst du mal, ob es noch Korruption gibt!“
8 Oktober 2026
Neuer Kopf an der Spitze von DITIB mit Verbindungen nach Ankara: Ramazan Ilikkan
7 Oktober 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung