• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Bildung

Stellungnahme des Bundesverbands für Türkisch und Mehrsprachige Bildung

von Cumali Yağmur 22 Mai 2025
von Cumali Yağmur 22 Mai 2025
465

Berlin / Dortmund, 22.05.2025

Stellungnahme des Bundesverbands für Türkisch und Mehrsprachige Bildung

(BTMB) und der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland (FÖTED)

„Die Zukunft der türkischen Sprache im Bildungssystem hängt von der

Entschlossenheit ab, die wir heute zeigen!“

In letzter Zeit wird zunehmend versucht, Türkischunterricht in Form von Kursen am

Wochenende oder in den Abendstunden über Konsulate der Republik Türkei in Deutschland

sowie über Institutionen wie DİTİB und das Yunus Emre Institut anzubieten. Was auf den

ersten Blick positiv erscheint, stellt eine ernsthafte Beeinträchtigung der über fünfzig Jahre

andauernden Auseinandersetzung dar, Türkischunterricht als muttersprachlichen/

herkunftssprachlichen Unterricht in das Schulsystem zu integrieren. Denn solche

Kursangebote werden zunehmend als Alternativen zu den offiziellen muttersprachlichen

Angeboten an staatlichen Schulen präsentiert – und damit wird die Integration des

Türkischen in das Schulsystem geschwächt. In der Folge wird Türkischunterricht in vielen

Bundesländern entweder aus dem Curriculum gestrichen oder aufgrund angeblich

unzureichender Schülerzahlen nicht angeboten.

Als türkische Community haben wir es durch jahrelangen intensiven Einsatz geschafft, in

einigen Bundesländern Türkisch als Herkunftssprache, zweite oder dritte Fremdsprache in

das deutsche Schulsystem einzuführen. Dies ist ein bedeutender Erfolg, der bewahrt und

ausgebaut werden muss.

Türkischunterricht wird in einigen Bundesländern sowohl durch Lehrkräfte der

Bildungsministerien als auch im Rahmen bilateraler Abkommen mit der Republik Türkei im

schulischen Kontext angeboten. In diesen Bundesländern ist vorgesehen, dass „zur

Wahrung und Stärkung der kulturellen Bindungen unserer Bürgerinnen und Bürger im

Ausland sowie unserer Landsleute“, künftig auch ortsansässig angestellte Lehrkräfte

eingesetzt werden. Gleichzeitig beobachten wir, dass Unterricht durch Lehrkräfte aus der

Türkei zunehmend außerhalb der Schule angeboten wird. Diese Entwicklung betrachten wir

mit Skepsis. Trotz bestehender Kritik und Mängel halten wir es für richtig, dass dieser

Unterricht innerhalb des Schulsystems stattfindet.

BTMB und FÖTED nehmen zu den oben genannten Entwicklungen wie folgt Stellung:

  • Der Unterricht in den Schulen ist Teil des offiziellen Bildungssystems, wird von

pädagogisch qualifizierten Lehrkräften erteilt, ist für alle zugänglich und unterliegt der

staatlichen Kontrolle. Kurse in Moscheen und Vereinen beruhen hingegen auf

Freiwilligkeit und werden nicht als gleichwertig mit formaler Bildung betrachtet. Dies

schwächt die Anerkennung und den Wert des Türkischen als offizielles Schulfach.

Die Verlagerung des Türkischunterrichts in Moscheen und Vereine verstärkt in der

Gesellschaft die Wahrnehmung, dass Türkisch kein Bestandteil des Bildungssystems

ist, sondern nur für bestimmte religiöse oder ethnische Gruppen angeboten wird. Dies

reduziert Türkisch hingegen – wenn auch unbeabsichtigt – auf eine religiöse bzw.

ethnische Gruppensprache. Das fördert bestehende Vorurteile und macht Türkisch

anfällig für politischen Druck.

  • In der Schule werden Lehrpläne, Lehrkräftequalifikationen sowie Standards für

Bewertung und Leistungsüberprüfung vom Staat festgelegt und kontrolliert. In

Moscheen und Vereinen können diese Standards nicht gewährleistet werden;

Qualität und Inhalte des Unterrichts variieren je nach Person und Institution. Dies

birgt die Gefahr, die Ernsthaftigkeit und das akademische Niveau des

Sprachunterrichts zu untergraben.

  • Die Verankerung des Türkischen im deutschen Bildungssystem als offizielles,

benotetes Fach unter dem Dach der Schule ist ein wesentlicher Bestandteil zur

Wahrung der Muttersprache unserer Kinder sowie ihrer Bildungsrechte.

Die Vorschläge von BTMB und FÖTED zum Thema sind wie folgt:

  • Langfristig muss der Türkischunterricht als reguläres Fach mit Noten und

Zeugnisvermerk ein Bestandteil des deutschen Bildungssystems sein. Eine

konsequente Umsetzung dieses Prinzips in allen Bundesländern ist von großer

Bedeutung für die Zukunft der türkischen Sprache.

  • Unsere Erwartung an die Institutionen der Republik Türkei ist es, den von den

Kultusministerien der Länder kontrollierten Türkischunterricht zu unterstützen und

weiterzuentwickeln. In Bundesländern, in denen der Unterricht durch die Lehrkräfte

des Türkischen Bildungsministeriums erteilt wird, sollen Konsulate und

Bildungsattachés mit den zuständigen Landesbildungsministerien in Kontakt treten,

um den Unterricht aus dem außerschulischen Bereich herauszuholen und in das

schulische System zu integrieren – hierfür sind entsprechende Absprachen mit den

deutschen Bildungsinstitutionen notwendig.

  • Wir rufen alle Institutionen und Verantwortlichen auf, in dieser Frage gemeinsam

entschlossen zu handeln und dieses mit jahrelanger Arbeit errungene Recht

gemeinsam zu verteidigen.

„Die Zukunft der türkischen Sprache im Bildungssystem hängt von der Entschlossenheit ab,

die wir heute zeigen!“

Bundesverband für Türkisch und

Mehrsprachige Bildung (BTMB)

Föderation Türkischer Elternvereine in

Deutschland (FÖTED)

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Cumali Yağmur

vorheriger Beitrag
Familien auseinandergerissen“: So viele Abschiebungen aus Deutschland gab es im ersten Quartal
nächster Beitrag
Politische Verantwortung übernehmen“: Linken-Abgeordnete fordert Aufhebung von PKK-Verbot

Ähnliche Beiträge

Turgut Yüksel (SPD) weist Kritik von Ayse Asar zurück: „Schulversuch Türkisch steht nicht...

25 Juni 2026

Rettet die Turkologie an der JLU Gießen – Finanzierung dauerhaft sichern!

3 Juni 2026

Türkische und arabische Kinder in Deutschland am stärksten von Diskriminierung betroffen

5 März 2026

Dieser schmutzige Krieg der USA und Israels muss aufhören, bevor noch mehr Blut...

2 März 2026

Zugang Jugendlicher zu mehrsprachiger Bildung muss gesichert werden

22 Februar 2026

Forsa-Umfrage zeigt: 90 Prozent der Bevölkerung sehen Probleme in der Bildung als größte...

25 Januar 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Belit Onay gewinnt erneut die Oberbürgermeisterwahl in Hannover

    28 September 2026
  • Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

    28 September 2026
  • Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun

    27 September 2026
  • Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke

    27 September 2026
  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

28 September 2026

Neueste Artikel

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.
28 September 2026
Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun
27 September 2026
Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke
27 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung