• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Archive

Familiennachzug nimmt ab: Viele scheitern an Test, den Ampel-Koalition abschaffen wollte

von Fremdeninfo 21 Mai 2025
von Fremdeninfo 21 Mai 2025
ghztfre.png
251

Familiennachzug nimmt ab: Viele scheitern an Test, den Ampel-Koalition abschaffen wollte

                                          Artikel von Christoph Gschoßmann / F:R

                         

           Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will die Rückkehr syrischer Geflüchteter jetzt mit finanziellen Anreizen unterstützen. © IMAGO/Ardan Fuessmann

Familiennachzug nimmt ab: Viele scheitern an Test, den Ampel-Koalition abschaffen wollte

Den Sprachnachweis als Voraussetzung für Ehegatten-Visa wollte die Ampel abschaffen. Aktuelle Daten zeigen: Die Deutsch-Prüfung ist eine hohe Hürde.

Berlin – Die Ampel-Pläne scheiterten, und der Ehegatten-Nachzug geht zurück: Für den Nachzug von Eheleuten nach Deutschland hat das Auswärtige Amt im vergangenen Jahr weniger Visa erteilt als im Jahr zuvor. Die Bundesregierung beantwortete eine parlamentarische Anfrage der Linken, woraus hervorging, dass 2024 rund 72.500 Ehegatten ein solches Visum erhielten. Im Vorjahr waren es noch rund 77.200 gewesen.

Ampel wollte Sprachnachweis eigentlich loswerden

Das Sprachniveau A1, das die meisten von ihnen dafür nachweisen müssen, zeigt sich dabei als große Hürde. Wer Deutsch auf dem Sprachniveau A1 spricht, kann sich in einfachen Sätzen verständigen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Menschen mit Hochschulabschluss sowie für Angehörige von Asylberechtigten und Flüchtlinge nach der Genfer Konvention. Für Letztere gilt das aber nur, wenn der Antrag in den ersten drei Monaten nach der Anerkennung als Flüchtling gestellt wird und die Ehe schon vor der Einreise bestand. Außerdem existieren Ausnahmen, wenn jemand krank ist, sowie eine Härtefallregelung.

Die Ehegatten-Regelung hätte unter der gescheiterten Ampel-Koalition eigentlich abgeschafft werden sollen. SPD, Grüne und FDP hatten in ihrem Koalitionsvertrag 2021 festgehalten: „Zum Ehepartner oder zur Ehepartnerin nachziehende Personen können den erforderlichen Sprachnachweis auch erst unverzüglich nach ihrer Ankunft erbringen.“ Doch dazu kam es genauso wenig wie zur Umsetzung der damals formulierten Absicht, den Familiennachzug auch für Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus ohne Beschränkung zu erlauben.

Linke nennt Sprachtest für Ehegatten-Nachzug „Schikane-Regelung“

Wie die neue Regierung jetzt informiert, haben im vergangenen Jahr 62 Prozent der Menschen, die mit dem Ziel des Ehegattennachzugs an einer Deutsch-Prüfung teilnahmen, diese bestanden. In den Jahren zuvor lag der Wert etwas höher – im Jahr 2023 bei 65 Prozent. Die Linken kritisieren die aktuellen Vorgaben. Innenpolitikerin Clara Bünger hält die Voraussetzungen für den Nachweis von Deutschkenntnissen für europarechtswidrig. Sie sagt: „Beim Nachzug zu Fachkräften gilt diese Schikane-Regelung nicht mehr.“ Bünger kritisiert überdies, dass die Bundesregierung ihr keine Daten dazu geliefert hat, in wie vielen Fällen die Härtefallregelung angewandt wurde.

Unter der neuen Bundesregierung unter CDU, CSU und SPD wird es für Migranten allerdings von der Union wie angekündigt schwieriger: Die Regierung hat angekündigt, den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte komplett auszusetzen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat gesagt, dazu sei bald ein Kabinettsbeschluss zu erwarten.

Ehegattennachzug in Deutschland: Zuletzt kamen vor allem Syrer

Syrische Staatsangehörige waren die größte Gruppe unter den Ausländern, die im vergangenen Jahr eine Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug erhielten, gefolgt von Menschen aus der Türkei, Indien, dem Kosovo, Russland und dem Iran. Afghanische Staatsangehörige lagen auf Platz 16 der Liste. Den Angaben zufolge wurden für nachgezogene Ehegatten aus Afghanistan 2024 insgesamt lediglich 1.395 Aufenthaltserlaubnisse ausgestellt, obgleich Afghanistan schon länger zu den Hauptherkunftsländern von Asylbewerbern zählt.

Wer seinen Partner oder seine Partnerin zu sich nach Deutschland holen möchte, muss genügend Wohnraum und Einkommen nachweisen. Bei Ausländern, deren Ehegatten ein Visum für den dauerhaften Aufenthalt beantragen, ist außerdem ein gültiger Aufenthaltstitel Voraussetzung. 

Union fährt harten Kurs bei der Migration

Neben dem regulären gibt es auch noch den sogenannten privilegierten Ehegattennachzug. Bei diesem entfallen neben der Verpflichtung zum Nachweis einfacher deutscher Sprachkenntnisse auch die Voraussetzungen über ausreichend großen Wohnraum und die Sicherung des Lebensunterhalts ohne staatliche Hilfe. Das gilt für anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte sowie aktuell auch noch für diejenigen subsidiär Schutzberechtigten, die ihre Ehepartner zu sich holen können. Für diese Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus gilt derzeit noch ein Kontingent von insgesamt maximal 1.000 Angehörigen pro Monat, die über den Familiennachzug kommen dürfen. Die neue Koalition will den Familiennachzug für diese Gruppe demnächst ganz aussetzen.

Neben der Aussetzung des Familiennachzuges für Asylbewerber und strikten Grenzkontrollen gehört zum Migrationskurs der Union auch die Rücknahme der sogenannten Turbo-Einbürgerung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann bisher die deutsche Staatsbürgerschaft schon nach einem Mindestaufenthalt von drei Jahren erlangt werden. (cgsc mit dpa)

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Historiker: »Es geht heute nicht um Israels ›Existenzrecht‹«
nächster Beitrag
Neue Informationen zum Attentäter von Bielefeld: Alter, Identität, Herkunft

Ähnliche Beiträge

Hinweise auf Anschläge zu Weihnachten: Türkei startet Großrazzia gegen IS

25 Dezember 2025

30 Jahre TGD: Ein Rückblick auf drei Jahrzehnte Engagement und der Blick nach...

4 Dezember 2025

Zahlreiche Organisationen  haben  in Hannover zu einer Demonstration aufgerufen

27 Oktober 2025

Merz stellt sich vehement hinter seine „Stadtbild“-Aussage – und sagt der AfD den...

20 Oktober 2025

Extremistenfest unterstützt? Kieler OB-Kandidat Samet Yilmaz verliert Posten beim Verfassungsschutz

15 Oktober 2025

Ist Deutschland ein Zuhause für alle, die hier leben?

13 Oktober 2025

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Belit Onay gewinnt erneut die Oberbürgermeisterwahl in Hannover

    28 September 2026
  • Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

    28 September 2026
  • Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun

    27 September 2026
  • Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke

    27 September 2026
  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

28 September 2026

Neueste Artikel

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.
28 September 2026
Rentner sammelte 58 Euro Pfand: Dann kürzte das Amt seine Grundsicherun
27 September 2026
Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linke
27 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung