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Spahn kritisiert Zuwanderung – „Nehmen seit zehn Jahren jedes Jahr eine Großstadt auf“

von Fremdeninfo 12 Februar 2025
von Fremdeninfo 12 Februar 2025
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Spahn kritisiert Zuwanderung – „Nehmen seit zehn Jahren jedes Jahr eine Großstadt auf“

Von: Welt

Jens Spahn kritisiert die deutsche Einwanderungspolitik und sieht für den aktuellen Kurs eine schwindende Akzeptanz in der Bevölkerung. Es kämen zu viele Menschen ins Land. „Das sagen auch Menschen mit Migrationshintergrund“, so der ehemalige Bundesgesundheitsminister.

 

 

                                                    

                                                      Jens Spahn beim 37. Bundesparteitag der CDU Anfang Februar Michael Kappeler/dpa

Unionsfraktionsvize Jens Spahn hat den Verweis auf in Deutschland praktizierende Ärzte aus Syrien in der Migrationsdebatte kritisiert. „Das Argument kann ich nicht mehr hören. Wir haben fast eine Million Syrer im Land. Allein um die zu versorgen, braucht es die 6000 Ärzte aus Syrien“, sagt Spahn in einem Streitgespräch mit Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, in der „ZEIT“.

Syrische Ärzte, die in deutschen Krankenhäusern arbeiten, werden von Politikern der SPD und der Grünen oft als Beispiel dafür genommen, dass Migration den Fachkräftemangel in Deutschland lindern kann. Spahn kritisiert dieses Argument scharf. „Wir nehmen seit zehn Jahren jedes Jahr eine Großstadt auf. Das ist zu viel. Dafür gibt es keine Akzeptanz mehr. Das sagen mir auch Menschen mit Migrationshintergrund“, so Spahn. Die Mischung aus schrumpfender Wirtschaft, Verteilungskämpfen und ungeordneter Migration sei „brandgefährlich“.

Die Migrationspolitik der Grünen kritisierte Spahn gegenüber der „ZEIT“ explizit. Wenn die kommende Bundesregierung den grünen Weg in der Migration verfolgen würde, hätte das zur Folge, „dass die demokratische Mitte zerfällt“. Das wolle Spahn verhindern. „Ich möchte, dass die demokratische Mitte das Problem löst.“

Grünen-Chefin Franziska Brantner erwiderte, niemand sei dagegen Migration besser zu ordnen. „Aber mit eurem pauschalen ‚Alle Raus‘ helft ihr nur den Extremen“.

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