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Ein Jahr nach den Erdbeben in der Türkei und Syrien: Eine Bilanz von LandsAid Kaufering

von Fremdeninfo 6 Februar 2024
von Fremdeninfo 6 Februar 2024
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Ein Jahr nach den Erdbeben in der Türkei und Syrien: Eine Bilanz von LandsAid Kaufering

 

 

Eine Bilanz der Hilfe

Ein Jahr nach den Erdbeben in der Türkei und Syrien: Eine Bilanz von LandsAid Kaufering

                                                        

                                                                                                    Erdbeben Türkei © LandsAid Kaufering

Kaufering – Heute, 6. Februar, ist es genau ein Jahr her, dass mehrere schwere Erdbeben den Südosten der Türkei und den Nordwesten Syriens erschüttert haben. Die Erinnerung daran ist für unzählige Menschen, die in den betroffenen Gebieten leben, eine traumatische. Die Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid leistete von Beginn an Hilfe und unterstützte die Opfer der verhängnisvollen Katastrophe. Noch heute ist LandsAid mit Projekten im Krisengebiet tätig – und plant auch für die Zukunft weitere Maßnahmen.

Zehntausende Menschen sind im Zuge der Beben gestorben oder wurden schwer verletzt, Millionen Menschen verloren ihr Zuhause und haben oft immer noch kein Dach über dem Kopf. Heute noch leben Hunderttausende in Containern oder provisorischen Zeltunterkünften. Auch im psychosozialen Bereich sind die Auswirkungen der Beben deutlich zu spüren. Viele Frauen, Männer und Kinder sind traumatisiert und brauchen Hilfe. Der Weg zurück in ein normales Leben wird für die Betroffenen weiterhin sehr lange dauern. „Wir wollten und wollen ihnen dabei so gut wie möglich helfen“, sagt LandsAid-Vorstandsvorsitzende Gaby Breuckmann.

Vielfältige Maßnahmen auf türkischer und syrischer Seite

Insgesamt leistete und leistet LandsAid in neun unterschiedlichen Projekten Hilfe und erreichte damit bisher mehr als 100.000 Menschen in der Türkei (Gaziantep, Hatay, Adana) sowie 4.000 Menschen in Nordwestsyrien. „Gemeinsam mit verschiedenen lokalen Partnerorganisationen unterstützen wir die Menschen betroffener Gemeinden mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln, Unterkünften – also Zelten und Containern –,Schulmaterial sowie mit verschiedenen Maßnahmen im psychosozialen Bereich“, so Breuckmann.

 

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                                Erdbeben in der  Türkei

 

Ein wichtiges Projekt sei etwa der „Food-Truck“ gewesen – ein mit einer professionellen Küche ausgestatteter Sattelauflieger, der in den provisorischen Containerdörfern zum Einsatz kommt. Hier herrschen nach wie vor schlechte Bedingungen, den Menschen mangelt es unter anderem an Nahrungsmitteln. „Rund 750 Mahlzeiten pro Tag können in dieser mobilen Küche produziert und verteilt werden“, erzählt die Vorstandsvorsitzende.

Wohn- und Traumatherapie-Container

Aktuell stellt die Hilfsorganisation in Samandag, einer Gemeinde in Hatay, 24 gut isolierte sowie mit Klimaanlage und Heizung ausgestattete Container für vom Erdbeben betroffene Familien zur Verfügung. Ein großer Teil davon soll den zahlreichen obdachlos gewordenen Menschen als Wohnstätte dienen. „Um die psychosozialen Folgen etwas zu lindern, haben wir zudem Container als ‚Trauma-Therapiezentrum‘ eingesetzt“, sagt Breuckmann. Diese werden in Zusammenarbeit mit der Hatay Psychological Association geführt.

Für die Durchführung aller Projekte sei die großartige Beteiligung der Spender von LandsAid enorm wichtig gewesen, ebenso wie die Unterstützung durch Bündnisse und Stiftungen wie Aktion Deutschland Hilft, Apotheker Helfen e. V. und der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks Sternstunden e. V. „Dafür bedanken wir uns ganz herzlich“, betont Breuckmann.

Ein Blick in die Zukunft

Auch weiterhin möchte LandsAid den von der Erdbebenkatastrophe betroffenen Menschen zur Seite stehen. „Gemeinsam mit ihnen und mit unseren lokalen Partnern werden wir nachhaltige Initiativen zur Sicherung ihrer Existenz entwickeln“, so Breuckmann. „Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Die Traumata bleiben.“

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