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Inflationsrate in der Türkei steigt auf 64,8 Prozent

von Fremdeninfo 4 Januar 2024
von Fremdeninfo 4 Januar 2024
356

Inflationsrate in der Türkei steigt auf 64,8 Prozent

Von Handelsplat

Vor dem Jahreswechsel haben vor allem die Preise für Hotels und Restaurants zugelegt. Aber auch die Lira-Schwäche trägt zur hohen Inflation bei.
 
 

 
 

 

                                         

                                                     Die Inflation in der Türkei hat weiter zugelegt. Foto: AP

 

Istanbul. Die ohnehin sehr hohe Inflation in der Türkei ist im Dezember weiter gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich um 64,77 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Im November hatte die Teuerungsrate noch bei 61,98 Prozent gelegen.

Besonders steigende Preise in Hotels und Restaurants befeuerten vor dem Jahreswechsel die Inflation. Auch die Schwäche der Landeswährung Lira trägt dazu bei: Sie wertete allein im vergangenen Jahr um 37 Prozent zum Dollar ab, wodurch Importe teurer werden.

Die Zentralbank hat ihren Leitzins 2023 von 8,50 auf 42,50 Prozent angehoben, um die hohe Teuerung einzudämmen –bislang mit wenig Erfolg.

Griechenland und Türkei wollen gemeinsam Migration bremsen – doch eine Frage bleibt offen

 

Experten zufolge droht nach der unerwartet kräftigen Anhebung des Mindestlohns eine neue Inflationswelle. „Die Preise werden um mindestens 25 bis 30 Prozent steigen“, sagte der Vorsitzende des türkischen Verbands der Schuhhersteller, Berke Icten.

Arbeitsminister Vedat Isikhan hatte angekündigt, dass der monatliche Mindestlohn im neuen Jahr auf 17.002 Lira (519 Euro) steigen wird. Das entspricht einer Erhöhung um 49 Prozent im Vergleich zu dem im Juli festgelegten Niveau. Gemessen am Januar 2023 ist es sogar eine Verdoppelung. Etwa sieben Millionen Türken werden von der höheren Lohnuntergrenze profitieren.

 
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