Von: Cumali Yağmur – Chefredakteur von www.fremdeninfo.de
Als Redaktion von Fremdeninfo protestieren wir entschieden gegen den Berlin-Besuch des mit Al-Qaida in Verbindung stehenden Terroristen Ahmed al-Schara (Abu Muhammad al-Dschaulani). Der Besuch von Ahmed al-Schara in Berlin in seiner Funktion als Chef der syrischen Übergangsregierung ist eines Landes wie Deutschland, das sich der Zivilgesellschaft und der Demokratie verschrieben hat, nicht würdig.
Al-Schara entbehrt jeglicher demokratischer Legitimität und hat eine Vergangenheit in einer registrierten Terrororganisation. Indem die deutsche Bundesregierung den Besuch einer solchen Person akzeptiert, tritt sie die Demokratie und die Menschenrechte mit Füßen.
An den Händen von Ahmed al-Schara klebt noch immer das Blut der kurdischen, alevitischen, jesidischen und armenischen Minderheiten in Syrien. Diese Person ist eine Figur, die immer noch Minderheiten in Syrien angreift und ihnen jegliche demokratische Rechte entzieht. Werden Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht spüren, wie ihre Hände schmutzig werden, wenn sie einer solchen Person die Hand schütteln? Die von Al-Schara angeführten Strukturen haben zahlreiche junge Menschen aus Europa ausgebildet und dazu beigetragen, dass Kurden, Aleviten, Armenier und Jesiden in der Türkei und in der Region auf offener Straße massakriert wurden.
In den Gefängnissen unter kurdischer Kontrolle befinden sich noch immer Kämpfer von Al-Qaida, Al-Nusra und dem IS; obwohl ein Teil von ihnen in den Irak geschickt wurde, besteht die Gefahr fort. Wenn Friedrich Merz und Frank-Walter Steinmeier unter Missachtung der Menschenrechte mit Ahmed al-Schara zusammentreffen, werden sie selbst die Demokratie und die Grundwerte verletzen.
Alle Demokraten, Sozialdemokraten, Progressiven und demokratischen Parteien in Deutschland müssen sich gegen den Berlin-Besuch von Ahmed al-Schara aussprechen und dagegen protestieren. Syrische Flüchtlinge in Deutschland einer Person mit terroristischer Vergangenheit auszuliefern und sie zur Rückkehr zu zwingen, ist eine antidemokratische Praxis. Es darf nicht hingenommen werden, dass das Schicksal syrischer Flüchtlinge von einem Terroristen bestimmt wird.
Alle Flüchtlingsinitiativen müssen sich gegen diese falschen und antidemokratischen Praktiken wehren und die Menschenrechte verteidigen. Es ist inakzeptabel, dass eine Person mit Verbindungen zu Al-Qaida in einem Land wie Deutschland mit der Regierung an einen Tisch sitzt und so tut, als ob nichts geschehen wäre.