Von FÖTED-
Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache betonte der Bundesvorstand der FÖTED (Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland e.V.), dass mehrsprachige Bildung ein integraler Bestandteil des allgemeinen Bildungssystems sein müsse. In der Erklärung wurde hervorgehoben, dass Chancengleichheit nur durch sprachliche Gleichberechtigung möglich sei.
Der Bundesvorstand der FÖTED veröffentlichte zum Internationalen Tag der Muttersprache eine schriftliche Stellungnahme, in der es hieß, dass dieser Tag nicht nur eine kulturelle Erinnerung sei, sondern ein kraftvoller Appell für eine inklusive, gerechte und nachhaltige Zukunft. Es wurde betont, dass dieser von der UNESCO proklamierte und von der UN-Generalversammlung anerkannte Gedenktag die unverzichtbare Rolle von Sprachen im menschlichen Leben verdeutliche.
In der Erklärung wurde unterstrichen, dass Sprache ein grundlegendes Element der Identität ist und als Basis des Lernens sowie als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe betrachtet werden muss.
Der Text wies darauf hin, dass sich die sprachliche Struktur von Gesellschaften durch Migration bereichert und die kulturelle Vielfalt dadurch gestärkt habe. Es wurde festgehalten, dass Mehrsprachigkeit in einer digitalisierten Welt keine bloße Präferenz mehr sei, sondern einen strategischen Vorteil darstelle. Erfolg in der globalen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie sei nur mit Individuen möglich, die Brücken zwischen verschiedenen Sprachen schlagen können.
Die Muttersprache muss ihren verdienten Platz im Bildungssystem finden
In der Erklärung des FÖTED-Bundesvorstands wurde dargelegt, dass die Anerkennung der Muttersprache im Bildungssystem und die Förderung von Mehrsprachigkeit sowohl die Identität als auch die gesellschaftliche Teilhabe unterstützen. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass es in vielen Ländern, allen voran in Deutschland, weiterhin ernsthafte Hindernisse gibt, damit die Muttersprache ihren verdienten Platz im Bildungssystem findet.
Aus diesem Grund wurde betont, dass mehrsprachige Bildung als Teil der allgemeinen Bildung akzeptiert werden müsse. Um Inklusion und Chancengleichheit zu gewährleisten, müsse die Sprache jedes jungen Menschen anerkannt, geschützt und gefördert werden.
Am Ende der Erklärung wurde gefordert, die Muttersprache nicht als Hindernis, sondern als ein Tor zum Erfolg zu betrachten