Yeter Gültekin wurde in Kölü beigesetzt

von Fremdeninfo

Von : Avrupa Demokrat 

Yeter Gültekin wurde auf dem Ostfriedhof am Dellbrücker Mauspfad in Köln im Rahmen einer schlichten Zeremonie auf ihrem letzten Weg begleitet. An der Trauerfeier nahmen Gültekins Familie, Freunde und zahlreiche Weggefährten teil. Auf Wunsch der Familie wurden während der Zeremonie keine Foto- oder Videoaufnahmen gemacht.

Atılım Köln
An der Beisetzung nahmen Künstler wie Güler Duman, Tolga Sağ, Ferhat Tunç, Mikail Arslan und Cemil Koçgiri sowie Vertreter der TSP (Plattform für die Solidarität mit politischen Gefangenen), Hüseyin Mat und Seydi Koparan von der Konföderation der Alevitischen Gemeinden in Europa (AABF) und der Verein TÜDAY (Menschenrechtsverein) teil.

Şenal Sarıhan, eine der Anwältinnen im Prozess zum Sivas-Massaker, betonte in ihrer Rede für Gültekin den seit 32 Jahren andauernden Kampf um Gerechtigkeit und das Leid der 33 Menschen, die beim Massaker von Sivas ihr Leben verloren. Sarıhan erklärte, dass Gültekin nicht nur ein schmerzlicher Verlust sei, sondern gleichzeitig ein Symbol für den Widerstand und den juristischen Kampf.

Sarıhan wies darauf hin, dass der nach dem Sivas-Massaker begonnene Kampf um Gerechtigkeit bis heute andauert und sagte:
„Unser Rechtskampf wird auch im 32. Jahr fortgesetzt. Wir haben einen Prozess durchlaufen, der von den schweren Strafkammern über den Kassationshof (Yargıtay) und das Verfassungsgericht bis hin zu den Verwaltungsgerichten und dem Staatsrat (Danıştay) reicht. Nun bereiten wir uns auf den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vor.“

Sarıhan hob hervor, dass Yeter Gültekin an vorderster Front dieses Kampfes stand; sie sei nicht nur eine Ehefrau und Mutter gewesen, sondern ein Mensch, der unermüdlich für Wahrheit und Gerechtigkeit gearbeitet habe.

Nach den Reden wurde Yeter Gültekin beigesetzt. Im Anschluss an die Bestattung nahm die Familie die Beileidsbekundungen entgegen.

Auf ausdrücklichen Wunsch von Yeter Gültekin wurde nach der Beisetzung… (Der Text bricht hier ab, vermutlich ging es um die Verteilung von „Lokma“ oder ein gemeinsames Essen).

 

 

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