Von: Cumali Yağmur
Die imperialistischen Mächte im Nahen Osten beabsichtigen, die Region neu zu gestalten. Die Angriffe und Bombardierungen der USA und Israels gegen den Iran sowie die zunehmenden Raketenangriffe des Irans gegen US-Einrichtungen im Nahen Osten verschärfen die angespannte Lage zusehends. Die israelischen Bombenangriffe auf schiitische Milizen im Libanon weiten sich allmählich auf das gesamte Land aus. Diese Bomben, die auf die Völker des Nahen Ostens niedergehen, stürzen die Menschen in tiefe Besorgnis.
Die imperialistischen Mächte bevorzugen es, statt eines umfassenden Dritten Weltkriegs immer wieder regionale Kriege zu entfachen. Durch diese Kriege auf dem Balkan, in Afrika und im Nahen Osten maximieren sie ihre Profite. Nach den Kriegen werden eben diese Mächte die Aufträge für den Wiederaufbau der Region erneut unter sich aufteilen.
Angesichts des Genozids, den Israel seit Jahren an den Palästinensern verübt, ist ersichtlich, dass Israel versucht, seine eigenen Staatsgrenzen zu erweitern. Unter diesen schmutzigen Kriegen leiden auch die Kurden im Iran, im Irak, in Syrien und in der Türkei erheblich. Während die Bombardierung des Irans durch die USA und Israel auch den Kurden schadet, bleibt die Tatsache bestehen, dass die Kurden ein Volk sind, das seine Unabhängigkeit noch nicht erlangt hat.
Die Kurden sollten weder die Bombardierungen der USA noch die Israels unterstützen. Im Gegenteil: Sie müssen sich gemeinsam mit dem iranischen Volk und anderen Völkern der Region gegen diese schmutzigen Kriege aussprechen. Da die Kurden im Nahen Osten jahrelang unterdrückt wurden und keinen eigenen Staat gründen konnten, sind sie gezwungen, eine unabhängige Politik zu verfolgen. Es ist von lebenswichtiger Bedeutung, dass sie gemeinsam mit allen unterdrückten, verachteten und ausgebeuteten Völkern des Nahen Ostens Stellung beziehen.
Der US-Imperialismus will gemeinsam mit Israel den Nahen Osten neu formen. Dass Friedrich Merz die USA besuchte, die Angriffe auf den Iran unterstützte und einen Regimewechsel im Iran forderte, war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Friedrich Merz, der den Iran durch Bombardierungen dem Erdboden gleichmachen und ein neues Regime errichten will, sollte sich folgende Frage stellen: Welches Regime soll durch die Bombardierung des Irans etabliert werden? Man kann niemals Demokratie bringen, indem man ein Land bombardiert. Was für ein Regime soll aufgebaut werden, indem man die Zivilbevölkerung vernichtet und Städte in Trümmerhaufen verwandelt? Wollen sie dieses Regime etwa erschaffen, indem sie aus der Asche der Bomben ein neues Volk kreieren?
Obwohl sie selbst nicht daran glauben, wollen die imperialistischen Mächte lediglich ihre Vorherrschaft festigen und ihre Gewinne steigern. Andere EU-Länder schweigen dazu, dass die USA und Israel den Iran wochenlang bombardieren. Wenn sich die EU-Länder als „Demokraten“ bezeichnen, müssen sie ihre Stimme gegen diesen schmutzigen Krieg erheben. Friedrich Merz hingegen hat durch die Unterstützung dieses Krieges seine Seite an der Seite von Trump und Netanjahu gewählt und jagt einem neuen Regime im Iran hinterher.
Das deutsche Volk sollte sich dagegen wehren, dass Friedrich Merz an der Seite der USA und Israels die Bombardierung der iranischen Zivilbevölkerung unterstützt. Das Mullah-Regime im Iran darf nur durch einen gemeinsamen Kampf des iranischen Volkes gestürzt werden. Kein Demokrat unterstützt die unterdrückerische Gewalt, die das Mullah-Regime seit Jahren gegen das eigene Volk ausübt.
Welches neue Regime wollen die EU, Israel und Deutschland durch die Bombardierung des Irans mit wem errichten? Offensichtlich beabsichtigen sie, ein Marionettenregime zu installieren; aber mit wem wollen sie das tun? So wie durch die Bombardierung eines Landes keine Demokratie geschaffen werden kann, kann auch nicht erwartet werden, dass die Völker dies unterstützen. Die Europäische Union darf nicht an der Seite der aggressiven und auf Bomben setzenden Politik Israels stehen.