• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Flüchtlinge

Die in Europa gestellten Asylanträge sind deutlich weniger geworden. In Deutschland wird...

3 März 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrationswende mit GEAS: Das ändert sich jetzt für Asylbewerber

27 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Ausreisepflichtige: Poseck verteidigt Handyortung: „Vereinbar mit EU-Recht“

26 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Migrantenboot kollidiert mit Küstenwache vor griechischer Insel – Polizei spricht von 14...

4 Februar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Asylbewerber nach Angriff auf Sozialarbeiter abgeschoben

28 Januar 2026 0 Kommentare
Flüchtlinge

Neue Wohnsitzauflage für Migranten sorgt für Kritik

20 Januar 2026 0 Kommentare
kjiuhztg.png
Archive

Interview mit der jungen türkeistämmigen Migrantin Aysu

von Fremdeninfo 15 Juli 2025
von Fremdeninfo

                 Interview mit der jungen türkeistämmigen Migrantin Aysu

                                        Cumali Yağmur


 
 
 
                                                                 Das Bild Aysun Okan 

Dieses Interview ist ein Gespräch von Cumali Yağmur mit Aysun Okan, die als in Deutschland geborene und aufgewachsene Migrantin von ihren Erfahrungen erzählt. Aysun, die durch ihre Ansichten zu Themen wie Bildung, Kultur und gesellschaftliche Integration auffällt, teilt offen die Probleme, mit denen Migranten in Deutschland konfrontiert sind, sowie ihre Lösungsvorschläge.


Cumali Yağmur: Aysun, du bist in Deutschland geboren. Konntest du dich in die Gesellschaft integrieren?

Aysun Okan: Das Wort „Integration“ geht mir auf die Nerven. Ich bin in Deutschland geboren, ich war hier im Kindergarten. Im Kindergarten gab es nicht nur deutsche Kinder; wir waren Kinder aus verschiedenen Nationen zusammen. Auch unter den Erziehern gab es welche mit Migrationshintergrund. Die deutschen Kinder waren in der Minderheit; das war sehr gut, und wir Migrantenkinder hatten alle zusammen eine sehr schöne Zeit.

Cumali Yağmur: Nach dem Kindergarten hast du mit der Schule angefangen. Wie war es dort?

Aysun Okan: Schon während der Schulzeit spürt man, dass man fremd ist. Sie versuchen, die deutsche Kultur und das Bildungssystem von oben herab aufzuzwingen. In der Klasse gab es Migrantenkinder aus verschiedenen Nationen. Unsere gemeinsame Sprache war Deutsch. Später habe ich auch andere Sprachen gelernt und mich mit Freunden in diesen Sprachen unterhalten. Das deutsche Bildungssystem funktioniert jedoch immer noch wie ein Ein-Nationen-System und wird den Bedürfnissen von Kindern mit Migrationshintergrund nicht gerecht. Anstelle von Herkunftssprachen werden europäische Sprachen als Wahlfächer angeboten. Man versucht weiterhin, europäische Sprachen und Kulturen in Deutschland als überlegen darzustellen. Obwohl Deutschland ein Einwanderungsland ist, setzt die deutsche Kultur ihre Hegemonie fort.

Cumali Yağmur: Wie war deine Zeit auf dem Gymnasium?

Aysun Okan: Auch auf dem Gymnasium war ich mit anderen Kindern mit Migrationshintergrund zusammen. Das deutsche Bildungssystem, das vor der Einwanderung nach dem Verständnis einer einzigen Nation konzipiert wurde, wird auch heute noch nicht den Bedürfnissen einer multinationalen Gesellschaft gerecht. Dieses Bildungssystem muss dringend auf der Grundlage von Mehrsprachigkeit und Multikulturalität reformiert werden. Während meiner Gymnasialzeit waren Kinder mit Migrationshintergrund in der Unterzahl. Aber untereinander haben wir uns sehr gut verstanden und eine starke Solidaritätskultur entwickelt. Auf dem Gymnasium versteht man einige Dinge besser: Deutschland hinkt anderen europäischen Ländern hinterher; es hat eine konservative und rückständige kulturelle Struktur. Deshalb glaube ich, dass Deutschland noch lange eine nationalistische, rassistische und fremdenfeindliche Haltung gegenüber Migranten zeigen wird.

Cumali Yağmur: Wie waren deine Studienjahre?

Aysun Okan: Als ich anfing zu studieren, war auch dort die Zahl der multinationalen Studierenden gering. Während des Studiums entwickelt sich die eigene Weltanschauung weiter; man bewertet jedes Thema bewusst. Man versteht besser, was es bedeutet, fremd zu sein und von der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden. Man spürt Rassismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit bis ins Mark. Es ist falsch, diese Dinge als Teil des Alltags zu betrachten; man muss dagegen ankämpfen. Diesen Kampf führt man, auch wenn man es nicht will, wie eine Pflicht weiter. Man muss über Methoden des Kampfes nachdenken und verhindern, dass sich diese negativen Gedanken in der Gesellschaft ausbreiten.

Cumali Yağmur: Konntest du dich an die deutsche Kultur anpassen?

Aysun Okan: In Deutschland gibt es nicht nur die deutsche Kultur. Migranten aus allen Nationen leben friedlich mit ihren eigenen Kulturen zusammen. Jede Kultur hat sowohl positive als auch negative Aspekte. Man sollte die positiven übernehmen und diejenigen annehmen, die heute noch gültig sind, während man die negativen ablehnen sollte. Deutschland versucht seit Jahren, der migrantischen Minderheit seine dominante Kultur aufzuzwingen, aber die Migranten leisten Widerstand. Auch wenn Deutschland es nicht versteht, der Widerstand geht weiter.

Cumali Yağmur: Welcher Nationalkultur fühlst du dich näher?

Aysun Okan: Ich fühle mich keiner Nationalkultur nahe. Ich spreche Deutsch, Türkisch, Englisch, Französisch und ein wenig Spanisch. Man sollte die positiven Seiten jeder Kultur übernehmen und gegen die negativen ankämpfen. Ich möchte weder nach der türkischen noch nach der deutschen Kultur beurteilt werden. Aus den positiven Aspekten jeder Kultur kann eine weltweit gültige kulturelle Synthese entstehen. Kultur ist nicht das Eigentum einer Nation; sie ist in ständigem Wandel. Durch interkulturellen Dialog muss ein neues Kulturverständnis erreicht werden. Dieser Dialog darf sich nicht nur auf die deutsche Kultur beschränken; auch die Kulturen aller Migranten müssen darin Platz finden. In unserer Zeit leben Migranten aus allen Nationen in Europa; daher ist es unangebracht, nur von der deutschen Kultur und leeren Phrasen wie „sich integrieren“ zu sprechen. Solche Aussagen haben auch keine Stimmigkeit.

Cumali Yağmur: Isst du deutsches Essen?

Aysun Okan: Ich bin Vegetarierin, ich gehe nicht in deutsche Restaurants. In Deutschland gibt es Restaurants vieler verschiedener Nationen, dorthin gehe ich und esse vegetarische Gerichte. Deutsches Essen interessiert mich nicht, und die deutsche Küche ist auch nicht besonders entwickelt. Nur beim Brot kann man sagen, dass sie fortgeschritten ist. Da Deutschland multinational ist, kann man hier die Gerichte jeder Kultur finden.

Cumali Yağmur: Du lebst in der deutschen Gesellschaft. Interessieren dich die deutsche Kultur und Tradition überhaupt nicht?

Aysun Okan: In Deutschland leben nicht nur Deutsche. Hier gibt es die Werte vieler verschiedener Kulturen. Die Tatsache, dass Deutschland ein multinationales Einwanderungsland ist, akzeptiert jeder. Dank dieser multinationalen Struktur haben wir die Chance, verschiedene Kulturen kennenzulernen. In dieser Hinsicht finde ich Deutschland gut.

Cumali Yağmur: Willst du damit sagen: Der interkulturelle Dialog sollte nicht nur mit der deutschen Kultur, sondern auch mit den Kulturen anderer Nationen stattfinden?

Aysun Okan: Ja, genau das betone ich. Bisher wurde der interkulturelle Dialog nur auf die deutsche Kultur beschränkt. Doch jetzt sollte ein Dialog mit jeder in Deutschland lebenden Kultur geführt werden. In Deutschland haben die Migranten aufgrund der individualistischen Haltung der Deutschen eine Solidaritätskultur untereinander entwickelt. Während London und Paris einen internationalen Charakter haben, ist Berlin immer noch eine deutsche Stadt. Die Deutschen sollten sich London und Paris zum Vorbild nehmen. Mit ihrer Solidaritätskultur bauen die Migranten die Vorurteile gegenüber jeder Kultur ab. Die deutsche kulturelle Hegemonie wird von nun an keine Wirkung mehr haben. Die Deutschen müssen ihre Weltanschauung erneuern und ihre Vorurteile gegenüber den anderen im Land lebenden Kulturen abbauen. Andernfalls, auch wenn sie denken, dass sie die Migranten in ihre Gesellschaft integrieren werden, wird dies niemals geschehen.

Cumali Yağmur: Siehst du die Integration als Problem der Deutschen?

Aysun Okan: Ganz genau. Weil die Deutschen nicht offen für den Dialog mit anderen Kulturen sind, grenzen sie sich selbst aus. Und dann sagen sie: „Integriert euch in unsere Kultur“. Da dies eine individualistische Haltung ist, werden sie ihre Ziele nicht erreichen und können noch lange warten.

Cumali Yağmur: Dass du diese Worte als jemand sagst, der hier geboren wurde und seine gesamte Ausbildung hier absolviert hat, ist sowohl interessant als auch sehr bedeutungsvoll.

15 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

In Europa tätige YouTuber stellen die Probleme von Migranten in den Schatten

von Cumali Yağmur 15 Juli 2025
von Cumali Yağmur

                       In Europa tätige YouTuber stellen die Probleme von Migranten in den Schatten
                                        Von Cuma Yağmur

                        

Das Bild Cumali YAgmur (Archiv)

In meinem heutigen Artikel schreibe ich über YouTuber, die in Europa auf Türkisch senden. Die Technologie und parallel dazu die sozialen Medien haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Infolgedessen haben zahlreiche in Europa lebende Menschen begonnen, auf YouTube zu senden.

In der Türkei wurden während der Junta-Perioden in den 1970er und 1980er Jahren zahlreiche Politiker gezwungen, ins Ausland zu gehen. Darüber hinaus gab es zu allen Zeiten auch diejenigen, die ins Ausland gehen mussten, weil sie mit den jeweiligen Regierungen in der Türkei in Konflikt geraten waren. Die Intellektuellen der Türkei sahen sich zu jeder Zeit gezwungen, einen Preis zu zahlen.

Rechts- und linksgerichtete Politiker, die ins Ausland gingen, versuchten stets, mit den Menschen, die sie um sich scharten, die politischen Probleme der Türkei anzusprechen. Sie gründeten im Ausland sogar Vereine und Föderationen, um die Probleme der Türkei zu diskutieren. Solche Vereine und Föderationen, die sich ausschließlich mit den Problemen in der Türkei befassten, lösten sich jedoch nach kurzer Zeit wieder auf und verschwanden. Auch Migranten anderer Nationen gründeten solche Organisationen, doch auch sie lösten sich mit der Zeit auf.

Mit dem technologischen Fortschritt senden heute zahlreiche YouTuber ununterbrochen über die Türkei und deren Probleme. Sie beschränken sich nicht nur auf die Türkei, sondern thematisieren auch kontinuierlich die Probleme im Nahen Osten, auf dem Balkan und in Afrika. Sie machen fast immer Nachrichten mit Fokus auf die Türkei und versuchen, selbst das kleinste Ereignis detailliert zur Sprache zu bringen. Insbesondere die Politiker, die während der letzten 24-jährigen AKP-MHP-Ära ins Ausland gegangen sind, befassen sich sehr intensiv mit den politischen und wirtschaftlichen Problemen in der Türkei.

Die zunehmenden Probleme, die politischen Praktiken, Verhaftungen und Menschenrechtsverletzungen während der AKP- und MHP-Ära thematisieren sie auf ihren eigenen Kanälen. Sie legen die Probleme auf den Tisch und diskutieren sie ausführlich und in aller Länge. Zu diesen Sendungen laden sie ständig Fachexperten ein, um politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ereignisse in der Türkei und der Welt zu analysieren. Während diese Diskussionen in vollem Gange sind, befinden sich die YouTuber regelrecht in einem Wettstreit miteinander.

Doch während all dies diskutiert wird, werden die Probleme und die Organisationsschwierigkeiten der Migranten und Minderheiten in Europa nie angesprochen oder erörtert. Dadurch bleiben die Probleme der in Europa lebenden migrantischen Minderheit im Schatten, und diese Themen fallen niemals in ihren Interessenbereich. Die über fünf Millionen aus der Türkei stammenden Migranten in Europa werden mit ihren Problemen allein gelassen. Obwohl sie seit mehr als einem halben Jahrhundert ein untrennbarer Teil der europäischen Gesellschaften sind, in denen sie leben, werden sie mit ihren Problemen von beiden Seiten allein gelassen.

Die migrantische Minderheit in Europa besitzt keine demokratischen Rechte, solange sie nicht die Staatsbürgerschaft ihres Aufenthaltslandes annimmt. Selbst wenn sie die Staatsbürgerschaft erwirbt, wird sie nicht mit denselben Augen wie die einheimischen Bürger des Landes betrachtet und stets als „migrationsstämmig“ oder „ausländisch“ abgestempelt. Wenn sie sich um eine Arbeitsstelle bewerben, werden ihre Bewerbungen aufgrund ihrer ausländisch klingenden Namen höflich abgelehnt. Bei der Suche nach Arbeit und Wohnung wird ständig mit zweierlei Maß gemessen, und die einheimische Bevölkerung wird von vornherein bevorzugt.

Auch die migrantischen Minderheiten selbst haben es nie geschafft, in den Gesellschaften, in denen sie leben, dauerhafte politische Organisationen zu schaffen. Sie haben sich ständig mit den Problemen in der Türkei befasst und diese angesprochen, und so vergingen die Jahre wie im Flug. Da sie über die Probleme in der Türkei nur reden und sie aus der Ferne diskutieren, können sie auch keinen Nutzen bringen. Die Sendungen einiger YouTuber gehen nicht über die Befriedigung ihres eigenen Egos hinaus. Während diese YouTuber sich selbst befriedigen, stellen sie die Probleme in Europa in den Schatten und diskutieren immer wieder nur oberflächliche Themen über die Türkei. Da sie Tausende von Kilometern von der Türkei entfernt leben, sind ihre Diskussionen über diese Probleme weit davon entfernt, eine Lösung zu finden.

An dieser Stelle möchte ich Oktan Erdikmen grüßen. Er macht seit Jahren informative Sendungen für die Migranten in Europa, und ich weiß, dass er eine sehr große Anhängerschaft hat. Aufrichtig und ehrlich präsentiert er die von ihm gesammelten Informationen umfassend der aus der Türkei stammenden migrantischen Minderheit.

Neben diesen Diskussionsprogrammen haben die YouTuber auch WhatsApp-Gruppen. Die meisten dieser Gruppen sind apolitisch und gehen nicht über leeres Gerede („Geyik muhabbeti“) hinaus. Wer einen politischen Beitrag teilt, wird sofort aus der Gruppe entfernt. Neben solchen Gruppen gibt es auch WhatsApp-Gruppen mit politischen Inhalten, aber auch hier wird meist über die Politik in der Türkei und der Welt diskutiert; die lokalen Probleme der Migranten werden kaum behandelt. Auch wenn über politische Ereignisse auf der ganzen Welt geschrieben und gezeichnet wird, bleiben diese Bemühungen nur auf der Ebene der Diskussion.

Darüber hinaus gibt es Internetseiten, von denen die meisten ebenfalls überwiegend politische und gesellschaftliche Artikel über die Türkei veröffentlichen. Nur sehr wenige befassen sich mit den Problemen der in Europa lebenden migrantischen Minderheit.

Facebook- und TikTok-Beiträge sind oft inhaltslos und bestehen aus belanglosen Plaudereien. Manchmal konkurrieren auch Beiträge mit völlig gegensätzlichen Ansichten miteinander und werden so Teil des Alltags.

Hier muss auch Fremden-Info erwähnt werden, das der Migrantenbewegung große Dienste erwiesen hat. Vor Jahren veröffentlichte es als Zeitschrift Artikel zu allen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Problemen von Migranten. Dank seines Inhalts erreichte es eine sehr hohe Abonnentenzahl und setzt seine Tätigkeit seit zehn Jahren als Website fort. Diese Seite veröffentlicht überwiegend auf Deutsch wegweisende Artikel, die die politischen, sozialen und kulturellen Probleme aller in Europa lebenden migrantischen Minderheiten diskutieren. Seit Jahren bemühen sie sich, die Sprache, das Ohr und die Stimme der Migranten zu sein. Sie sprechen eine sehr breite Leserschaft an und werden von der deutschen Öffentlichkeit, politischen Kreisen, Parteien, bei Seminaren von Universitäten über Migranten sowie von Ausländerbeiräten und Initiativen verfolgt. Es ist eine Website, die auch von deutschen Parteien gelesen und anerkannt wird.

Ich glaube, je mehr solcher Seiten es gibt, desto nützlicher wird man bei der Lösung der Probleme von Migranten sein.

15 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
lkoiuz.png
Flüchtlinge

Mehr Abschiebungen und weniger Asylsuchende

von Fremdeninfo 14 Juli 2025
von Fremdeninfo

                      Mehr Abschiebungen und weniger Asylsuchende

                                            Artikel von dpa

                                 

                                            Bei Abschiebungen wird Polizei eingesetzt. (Archivbild) © Boris Roessler/dpa

Die Zahl der Abschiebungen ausreisepflichtiger Migranten aus Hessen ist abermals deutlich gestiegen. 1.017 Menschen wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 in ihren Heimatstaat oder in Drittstaaten abgeschoben – fast 30 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum, wie das Innenministerium in Wiesbaden mitteilte. Schon im gesamten Jahr 2024 habe Hessen die Zahl der Abschiebungen im Vergleich zum gesamten Vorjahr um rund 20 Prozent auf 1.661 steigern können.

Minister: Abschiebungen können auch persönliche Härten darstellen

Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte: «Hessen nimmt im Bundesvergleich bei den Abschiebungen weiter einen vorderen Platz ein. Wir haben mit den Schwerpunktsetzungen in der Bearbeitung sowie der modernen Abschiebehafteinrichtung in Darmstadt-Eberstadt sehr gute Strukturen aufgebaut.» 

Der Innenminister fügte hinzu: «Ich bestreite nicht, dass Abschiebungen auch persönliche Härten darstellen können. Abschiebungen sind aber unerlässlich. Zu berücksichtigen ist dabei, dass alle humanitären Gesichtspunkte in rechtsstaatlichen Verfahren sorgfältig geprüft werden.» Komme das Verfahren zum Ergebnis einer Ausreisepflicht, «ist diese auch umzusetzen. Ansonsten würden Rechtsordnung und Rechtsprechung ignoriert», betonte der einst höchste Richter in Hessen. 

Zahl der Duldungen leicht gestiegen

Zugleich würden die Regelungen zur Duldung etwa wegen eines Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisses umfassend umgesetzt: «So sind 2025 bis Ende Mai 118 Duldungen wegen bestehender Ausbildungsverhältnisse ausgesprochen worden. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 108 Duldungen.» Auch hier gebe es sorgfältige Prüfungen gemäß geltendem Recht.

Poseck ergänzte: «Bund und Land arbeiten beim Zurückdrängen der illegalen Migration und der konsequenten Durchsetzung von Ausreisepflichten inzwischen Hand in Hand. Damit begegnen wir einer Überforderung von Staat und Gesellschaft.» 

Minister: In der Migrationspolitik geht es auch um Signale

Er unterstütze die zahlreichen Maßnahmen der neuen schwarz-roten Bundesregierung wie Ausweitung von Grenzkontrollen, Reduzierung des Familiennachzuges, Stopp von Aufnahmeprogrammen, Ausweitung der Zahl sicherer Herkunftsstaaten und Vereinfachungen in Abschiebeverfahren. «Die Zahlen zeigen, dass diese Maßnahmen bereits Wirkung entfalten», betonte der hessische Innenminister. Auch in Hessen regiert Schwarz-Rot.

In der Migrationspolitik geht es laut Poseck auch um Signale: «Wir haben zu lange das Signal einer nahezu unbegrenzten Aufnahmebereitschaft in die Welt gesendet. Der Kurswechsel der neuen Bundesregierung zeigt international dagegen klare Grenzen auf; er ist auch in den Herkunftsstaaten angekommen.»

Eine Priorität muss Hessens Innenminister zufolge auch weiter auf der Abschiebung von Straftätern und Gefährdern liegen. Er begrüße es, dass der neue Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) dieses Ziel auch im Hinblick auf Afghanistan und Syrien in den Blick genommen und hierzu international Gespräche geführt habe. Dabei seien «auch Kompromisse mit problematischen Machthabern sinnvoll und notwendig, wenn es unseren Interessen, insbesondere im Bereich der Sicherheit, dient», betonte Poseck. In Afghanistan herrschen die militant-islamischen Taliban.

14 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Veranstaltungen

Wendepunkt in Kurdistan?

von Cumali Yağmur 14 Juli 2025
von Cumali Yağmur

Wendepunkt  in Kurdistan?

Chancen und Risiken der Demokratisierung

in der Türkei und Syrien

? Donnerstag, 17.07.2025

? 18:00 Uhr

? Veranstaltungszentrum

„Rotation“ in den ver.di-Höfen

Goseriede 10, 30159 Hannove

Wendepunkt

in Kurdistan?

Gäste

Cengiz Çiçek, Rechtsanwalt

der Istanbuler Kanzlei Asrin,

Abgeordneter der DEM-Partei

und Mitglied der Imrali-

Delegation

Natalie Jaabary, Aktivistin

von der Demokratischen

Syrien Versammlung

14 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
mkjiuz.png
Flüchtlinge

Hier sind Flüchtlinge immer willkommen

von Fremdeninfo 14 Juli 2025
von Fremdeninfo

             Hier sind Flüchtlinge immer willkommen

                           Artikel von Marc Ingel

Düsseldorf . Der Verein „Refugees welcome in Düsseldorf“ feiert zehnjähriges Bestehen. Das Engagement der Initiative reicht aber noch viel weiter zurück.

                        

                                   Das Beratungsangebot im Welcome Center hinter dem Hauptbahnhof wird rege genutzt. © Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V.

Wann genau die Initiative „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ („Refugees welcome in Düsseldorf“) ihre Arbeit aufgenommen hat, ist gar nicht so leicht zu sagen. Klar, 2017 folgte der Eintrag ins Vereinsregister. Das ehrenamtliche Engagement allen voran von Gründerin Hildegard Düsing-Krems, im April noch von Ministerpräsident Hendrik Wüst mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet, reicht aber viel weiter zurück.

Vorläufer des Vereins war zum Beispiel eine 2014 eingerichtete Facebook-Gruppe mit inzwischen fast 20.000 Followern. Dass nun das Zehnjährige gefeiert wird, hängt vor allem mit der Professionalisierung der Initiative ab 2015 zusammen, als die Unterbringung und Betreuung der in Düsseldorf eintreffenden Geflüchteten aus dem Ruder zu laufen drohte. Im gleichen Jahr ging die Homepage als Orientierungshilfe für die Betroffenen online, ein Jahr später folgte die Eröffnung des Welcome Centers für Flüchtlinge hinter dem Hauptbahnhof. „Als 2022 mehrere Tausend Menschen aus der Ukraine nach Düsseldorf kamen, war es für Hildegard Düsing-Krems und ihre Mitstreiter selbstverständlich, die Flüchtlinge bei ihrem Start in Düsseldorf zu unterstützen“, erinnert Wüst an einen weiteren Meilenstein.

Seitdem sieht es der Verein als seine Mission an, beim Aufenthaltsstatus Unterstützung zu leisten, Sprachcafés auf die Beine zu stellen oder ganz allgemein eine Willkommenskultur und Integration für Flüchtlinge zu ermöglichen. Dabei helfen (leider weniger werdende) 120 Ehrenamtler und ein siebenköpfiger hauptamtliches Team unter Vorsitz von Ansgar Drücker mit – sowie inzwischen auch zwei Mitarbeiter eines konkreten, noch bis Ende 2026 laufenden Projekts mit Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie.

Dabei geht es vorrangig um die weitere Professionalisierung der bislang überwiegend ehrenamtlichen Initiative. Wie Koordinatorin Seren Günes erläutert, umfasst das Projekt psychosoziale Angebote wie Beratungen zu den Themenfeldern Trauma, Flucht, Identität und Integration ebenso wie Gruppenangebote für Kinder und Erwachsene. Dabei reicht das Spektrum vom internationalen Frauencafé über die Koordination der Sprachcafés (auch für Senioren) bis hin zu Workshops zu Berufsorientierung und Ausbildung.

Zu den offenen Sprechstunden (dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr) würden im Schnitt 100 Besucher in der Woche kommen, um sich etwa bei Anträgen helfen zu lassen. Ehrenamtliche würden außerdem ständig fortgebildet, regelmäßige Treffen im Rahmen der Netzwerkarbeit würden zu weiteren Kooperationen führen. Ab Juli soll es auch ein Männer-Café an der Heinz-Schmöle-Straße geben, ab September dann Nachhilfe-Gruppen für Grundschulkinder.

Info: fluechtlinge-willkommen-in-duesseldorf.de

14 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
kjiuhz.png
Information

Spanien: Zusammenstöße zwischen Rechtsextremen und Migranten

von Fremdeninfo 14 Juli 2025
von Fremdeninfo

Spanien: Zusammenstöße zwischen Rechtsextremen und Migranten

Von: Der Spiegel

In Torre-Pacheco im Südosten Spaniens sollen ultrarechte Gruppen zur »Jagd auf Migranten« aufgerufen haben. In sozialen Medien kursierten seit Tagen Drohungen – angeblich aus Rache für einen Rentner.

                 

                        Spanien: Zusammenstöße zwischen Rechtsextremen und Migranten © Olmo Blanco / Getty Images

In der südostspanischen Stadt Torre-Pacheco ist es am späten Samstagabend zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen rechtsextremen Gruppen, Anwohnern und nordafrikanischen Migranten gekommen. Fünf Menschen seien dabei verletzt und eine Person festgenommen worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Auf Onlineplattformen veröffentlichte Videos zeigten, wie Männer mit rechtsextremen Symbolen auf ihrer Kleidung und Männer mit marokkanischen Flaggen einander mit Gegenständen bewarfen.

Pedro Ángel Roca, Bürgermeister der 40.000-Einwohner-Stadt, teilte mit, die meisten der mutmaßlich ultrarechten Anhänger seien von außerhalb angereist, um gegen Migranten vorzugehen. Die Polizei habe eine direkte Konfrontation der beiden Gruppen verhindert.

Auslöser der seit mehreren Tagen andauernden Spannungen in der Stadt soll ein Angriff auf einen Rentner gewesen sein, er wurde angeblich von Migranten aus dem Maghreb geschlagen. Die ultrarechte Szene habe diesen noch nicht geklärten Vorfall dazu genutzt, Einwanderung und Kriminalität gleichzusetzen, schreibt die Zeitung »El País«. In sozialen Medien kursierten seit Tagen Drohungen auch gegen in Torre-Pacheco wohnende Familien aus Marokko, so die Zeitung weiter.

Aufruf zu »Jagd auf Migranten«

In der Region Murcia arbeiten viele Migranten als Tagelöhner in der Landwirtschaft. Fast ein Drittel der Bevölkerung von Torre-Pacheco ist ausländisch, etwa doppelt so viel wie im spanischen Durchschnitt.

Nach den Ausschreitungen soll die Polizeipräsenz für die kommenden Tage deutlich verstärkt werden. Das sagte die Delegierte der spanischen Zentralregierung in der Region Murcia, Mariola Guevara, im staatlichen Fernsehen RTVE. Die Zusammenstöße gelten als einer der schwersten Vorfälle dieser Art in Spanien seit Jahrzehnten.

Guevara verurteilte »Hassreden« und »Anstiftung zur Gewalt« durch rechtsextreme Gruppen. Ihr zufolge hatten mutmaßlich Ultrarechte in sozialen Medien ursprünglich für Mittwoch und Donnerstag zu einer »Jagd auf Migranten« in Torre-Pacheco aufgerufen. «Es kam nun schon früher dazu, aber wir haben das entdeckt und reagiert«, sagte sie.

14 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
mkjiuhzt.png
Politik

Türkei: Entspannung gegen Stimmen

von Fremdeninfo 13 Juli 2025
von Fremdeninfo

                        Türkei: Entspannung gegen Stimmen

                                                           Artikel von Gerd Höhler / F.R.

 

                                   

                        ämpferinnen des militärischen Arms der PKK legen im Irak zeremoniell die Waffen nieder. © Shwan Mohammed/AFP

Das Ende des PKK-Konflikts soll Präsident Erdogan in der Türkei sein Amt erhalten.

Die Türen der großen, mächtigen Türkei sind nun weit geöffnet“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag in Ankara. Tags zuvor hatten Kämpfer:innen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK symbolisch einige Waffen niedergelegt. Erdogan hofft, dass damit auch für ihn eine Tür aufgeht: die zu seiner Wiederwahl.

Es war ein zeremonieller Akt, der aber einer von historischer Bedeutung sein könnte: Am Freitag legten 30 PKK-Kämpferinnen und -Kämpfer in der Nähe der nordirakischen Stadt Sulaimanijah ihre Waffen nieder. In einer stählernen Feuerschale verbrannten sie Kalaschnikow-Gewehre. 300 von der PKK geladene Gäste verfolgten das Schauspiel. Im Mai war die PKK einem Aufruf ihres seit 1999 inhaftierten Gründers Abdullah Öcalan gefolgt und hatte ihre Auflösung beschlossen. Sie kämpfte anfangs für einen eigenen, marxistisch geprägten Kurdenstaat, später für Selbstverwaltung innerhalb der türkischen Republik. „Wir werden von nun an unseren Kampf für Freiheit, Demokratie und Sozialismus mit politischen und juristischen Mitteln fortsetzen“, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung der PKK.

Vertreter der türkischen und der irakischen Regierung sowie der kurdischen Selbstverwaltung im Nordirak sollen die Entwaffnung der PKK beaufsichtigen, die bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein soll. Wie viele Waffen die PKK besitzt und ob sie in den nächsten Monaten tatsächlich alle abgibt oder unbrauchbar macht, dürfte kaum zu überprüfen sein. Aber darauf kommt es letztlich auch gar nicht an: Militärisch ist die PKK durch die ständigen Angriffe der türkischen Streitkräfte in den vergangenen Jahren ohnehin keine große Gefahr mehr. Auch in der kurdischen Bevölkerung wächst die Forderung nach einer friedlichen Lösung des Konflikts.

Staatschef Erdogan reagierte indessen geradezu euphorisch auf die symbolische Waffenverbrennung: „Mit dem heutigen Tag beginnt das Ende einer 47-jährigen Terrortortur; die Türkei lässt eine Ära der Tränen hinter sich“, sagte er am Samstag auf einer Parteiveranstaltung in Ankara: „Heute beginnt ein neues Kapitel unserer Geschichte!“

Erdogan dürfte darauf hoffen, dass damit auch ein weiteres Kapitel in seiner politischen Laufbahn beginnt. 2028 endet seine Amtszeit. Nach der geltenden Verfassung dürfte er nicht erneut kandidieren. Der Staatschef hat aber kürzlich ein Team handverlesener Juristen mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beauftragt. Beobachtende vermuten, dass er sich so eine weitere Amtsperiode oder gar das Präsidentenamt auf Lebenszeit sichern will. Für die Verfassungsänderung braucht Erdogan jedoch auch Stimmen aus den Reihen der Opposition. Von der größten Oppositionspartei, der sozialdemokratischen CHP, kann Erdogan keine Unterstützung erwarten, nachdem die Justiz in den vergangenen Wochen Dutzende CHP-Politiker angeblich wegen Korruptionsvorwürfen verhaften ließ.

Damit kommt die prokurdische DEM-Partei ins Spiel. Mit ihrer Unterstützung könnte Erdogan die neue Verfassung durchs Parlament bringen. Das neue Grundgesetz könnte im Gegenzug zu der Zustimmung den rund zwölf Millionen Kurdinnen und Kurden die Anerkennung als ethnische Minderheit geben und ihnen mehr politische und kulturelle Rechte sichern.

Die Diskussionen darüber haben bereits begonnen. Am vergangenen Montag empfing Erdogan in seinem Präsidentenpalast die DEM-Politiker Pervin Buldan und Mithat Sancar zu einem vertraulichen Gespräch. Noch im vergangenen Jahr dämonisierte Erdogan DEM-Politiker als Terroristen, jetzt sucht er ihre Unterstützung.

Damit die Rechnung aufgeht, muss Erdogan nun aber konkrete Angebote machen: Welche Rechte soll die Verfassung den Kurd:innen zugestehen? Wird es für die PKK-Kämpfer:innen Straffreiheit und eine Wiedereingliederung in die türkische Gesellschaft geben? Und kommt der seit über 26 Jahren inhaftierte PKK-Chef Öcalan jetzt in Freiheit? Bisher hat die türkische Regierung auf diese Fragen keine Antwort gegeben.

13 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
mkjiuhz.png
Information

Verwechslung bei der Trauerfeier: Wer ist der Mann, der Zekeriya Öz so ähnlich sieht?

von Fremdeninfo 13 Juli 2025
von Fremdeninfo

 

Verwechslung bei der Trauerfeier: Wer ist der Mann, der Zekeriya Öz so ähnlich sieht?

                        Von: Dtj

                                  

 

Der Vorfall um das angebliche Erscheinen von Ex-Staatsanwalt Zekeriya Öz beim Totengebet des in Deutschland verstorbenen Muhammed Yakut entpuppte sich als mediales Missverständnis. Zunächst berichtete unter anderem die regierungsnahe Zeitung Yeni Şafak, aber auch oppositionelle Medien wie Sözcü, Öz habe den Sarg bei der Trauerfeier in Duisburg getragen. Dieser habe sich demnach trotz internationalem Haftbefehl verdeckt unter die Trauergäste gemischt.

Doch bereits kurze Zeit später stellte sich heraus: Es war niemand anderes als S. Ü., ein Verwandter oder enger Bekannter Yakuts, der tatsächlich Sargträger war. Die Korrektur erfolgte schnell durch Yeni Şafak, Yeni Akit, Halk TV, GZT.com, Sözcü, TGRT Haber, haberexpres.com, die erklärten, dass Zekeriya Öz doch nicht anwesend gewesen sei.

.

Paradebeispiel für gleichgeschaltete Medien

Wie schnell sich Fake News in türkische Medien verbreiten? In einer gleichgeschalteten Medienlandschaft offenbar blitzschnell. Denn für die Copy Paste-Journalist:innen in der Türkei sind solche Meldungen gefundenes Fressen. Schwimmst du gegen den Strom, bist du gegebenenfalls zu verdächtigen. Daher darf eine solche Meldung nicht all zu lange auf der Startseite fehlen.

Dass Öz, der seit 2015 mit Haftbefehl wegen angeblicher Mitgliedschaft in der Gülen-Bewegung mit internationalem Haftbefehl gesucht wird, in einem in Deutschland stattfindenden Trauerzug gesichtet worden sein soll, war zweifelsohne eine sensationelle Behauptung. Ohnehin bekräftigen Medien aus dem AKP-Spektrum seit vielen Jahren, dass Personen wie Öz in Deutschland untertauchen würden. Um solche Persönlichkeiten ranken sich zudem Gerüchte, dass sie dank chirurgischer Eingriffe inzwischen nicht zu erkennen sein dürften.

S.Ü. klärt via Social Media selbst auf

Doch der Hinweis auf S.Ü., der selbst Fotos vom Totengebet teilte, klärte den Sachverhalt auf. Türkische Medien, die zuvor kollektiv über das mutmaßliche Auftauchen von Zekeriya Öz berichteten, korrigierten ebenso schnell, wie sie dem Gerücht zur Reichweite verholfen hatten.

Und um ehrlich zu sein, sind sich Öz und Ü. tatsächlich verblüffend ähnlich. Dass Ü. auch noch eine Sonnenbrille trug, machte den Streich perfekt. Nun ist Ü. unter Umständen ein wesentlich bekannterer Mann. Ob ihm das wohl gefällt? Mit seinem Schicksal wird auch er sich künftig arrangieren müssen.

13 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Archive

Ehrenamt ist mehr als Hilfe – sie ist Teilhabe, Gestaltung und gelebte Demokratie

von Cumali Yağmur 13 Juli 2025
von Cumali Yağmur

Ehrenamt ist mehr als Hilfe – sie ist Teilhabe, Gestaltung und gelebte Demokratie

                 Von: Dtj 

                                                 

In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht selbstverständlich ist, leistet Freiwilligenarbeit einen unschätzbaren Beitrag. Etwa 29 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig – das sind keine Randfiguren, sondern das Herzstück unserer Zivilgesellschaft. Und doch bleibt ein Großteil dieses Engagements unsichtbar – insbesondere das von Migrantinnen und Migranten.

Die Politik erkennt die Bedeutung längst an. Ob Bundesregierung oder Landesparlamente – alle fördern ehrenamtliche Arbeit, bauen rechtliche Rahmen aus und würdigen sie mit Initiativen wie dem „Ehrentag“. Dass Nancy Faeser als damalige Innenministerin das Ehrenamt als „Rückgrat unserer Demokratie“ bezeichnete, war mehr als eine wohlklingende Floskel – es war ein Bekenntnis.

Ehrenamt ist vielfältig – und doch wird nicht jedes gesehen

Freiwilligenarbeit zeigt sich in vielen Formen: im Sportverein, in der Nachbarschaftshilfe, in der Geflüchtetenarbeit oder im Dialog zwischen Religionen. Laut Freiwilligensurvey 2019 engagieren sich rund 40 % der Menschen ab 14 Jahren – Frauen wie Männer, auf dem Land etwas häufiger als in der Stadt. Ein Viertel übernimmt sogar Leitungsfunktionen. Aber: Diese Zahlen erzählen nur die halbe Wahrheit. Denn wer wird gesehen – und wer nicht?

Viele Menschen mit Migrationsgeschichte engagieren sich seit Jahren – in Moscheegemeinden, Kulturvereinen, Heimatsvereinen oder als Nachhilfegeber für Kinder in der Nachbarschaft. Doch dieses Engagement findet selten Eingang in offizielle Statistiken oder wird öffentlich wahrgenommen. Warum? Weil sich das Verständnis von Ehrenamt kulturell unterscheidet. Was in migrantischen Strukturen selbstverständlich ist, gilt im öffentlichen Diskurs oft nicht als „Ehrenamt“, sondern als „Privatsache“.

Ein Berliner Projekt setzt neue Ziele

Genau hier setzt ein vorbildliches Projekt in Berlin an: „Mehr Teilhabe an der Stadtgesellschaft“. Der Name ist Programm. Gefördert vom Berliner Senat für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt, möchte das Projekt Ehrenamtliche aus Migrantenselbstorganisationen stärken und ihre gesellschaftliche Wirkung sichtbar machen.

Getragen wird es vom Kulturzentrum Kubik e. V. in Berlin-Mitte, gemeinsam mit Partnern wie dem Brunnenviertel e. V., der evangelischen Gemeinde Hausotterplatz und dem I-ISIN Verein aus Neukölln. Ziel ist nicht nur Integration im Sinne von „Teilnehmen dürfen“, sondern Teilhabe im Sinne von „mitgestalten können“.

Weg von der Opferrolle – hin zu aktiver Mitgestaltung

Die Haltung ist klar: Migrant:innen und Geflüchtete sollen nicht als passive Empfänger staatlicher Hilfe gesehen werden, sondern als kompetente, engagierte Akteur:innen. Mit Mehrsprachigkeit, Lebenserfahrung und sozialem Einsatz bringen sie genau das mit, was unsere Gesellschaft dringend braucht.

In 27 Seminaren werden über 90 Personen lernen, wie sie sich politisch, gesellschaftlich und medial einbringen können. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um Selbstbewusstsein und Vernetzung.

Gesellschaftlicher Wandel beginnt in den Köpfen

Natürlich gibt es Herausforderungen: Sprachbarrieren, fehlende Anerkennung, Unsicherheit über Strukturen. Doch Projekte wie dieses zeigen: Mit der richtigen Unterstützung kann Freiwilligenarbeit eine Brücke schlagen – zwischen Herkunft und Ankunft, zwischen Eigeninitiative und gesellschaftlicher Wertschätzung.

Die Frage ist nicht, ob Menschen mit Migrationsgeschichte sich engagieren. Die Frage ist: Wann beginnen wir, dieses Engagement auch als Teil unserer gemeinsamen demokratischen Kultur stärker anzuerkennen?

13 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Politik

Tayyip Erdoğans neue Vision für die Türkei, die vielleicht auch ihn zu Fall bringen wird

von Fremdeninfo 13 Juli 2025
von Fremdeninfo

Von Taner Akçam

Die Selbstauflösung der PKK durch die Abgabe ihrer Waffen war ein historischer Schritt. Mit dem Wegfall des Deckmantels des „Terrors“ betritt die Türkei eine neue Phase, in der die notwendigen Themen diskutiert werden können. Tayyip Erdoğans Rede in Kızılcahamam im Anschluss an die symbolische Waffenverbrennung ist der erste große Schritt auf diesem Weg.

Zuerst die wichtigsten Punkte aus Erdoğans Rede:

  • Er sprach nicht von den im 47-jährigen Krieg getöteten PKK-Mitgliedern als „Terroristen“, sondern nannte sie „unsere Bürger“. Dies ist der deutlichste Indikator dafür, dass die „Terror“-Rhetorik beendet ist und die „politische Diskussion beginnt“.
  • Er bezeichnete die rechtswidrigen Praktiken während des 47-jährigen Krieges, die sich in den „Weißen Toros“ [Symbol für staatliche Entführungen] sowie in Dorfverbrennungen und -räumungen manifestierten, als „Fehler“.
  • Er führte die lange Dauer des Krieges auf die Entstehung einer „Terrorindustrie“ und die Existenz von Kreisen zurück, die davon profitierten.
  • Er anerkannte die Existenz des kurdischen Problems, das er selbst in den letzten Jahren geleugnet hatte, und führte es auf den Bruch eines früheren Abkommens mit den Kurden zurück. (Auch wenn man sagen könnte, dass hier nichts Neues ist – da ich weiß, dass wir diese Punkte bereits 1995 im Programm der Friedenspartei [Barış Partisi] niedergeschrieben haben – ist es sinnvoll, diese Punkte als „Selbstkritik“ des Staates zu lesen.)
  • Er sagte, ein neues Abkommen sei unerlässlich. Dieses Abkommen habe drei wichtige Akteure: Türken, Kurden und Araber. Der Zement, der sie zusammenhalten soll: der Islam. Er erklärte, dass diese drei Gruppen im Nahen Osten auf eine neue Einheit zusteuerten, indem er die Kurden und Araber Syriens und des irakischen Kurdistans in die Definition von „wir“ einbezog. (Man kann dies als eine nicht benannte Konföderation lesen.)
  • Er betonte, dass die türkisch-kurdisch-arabische Einheit in der Geschichte zu Siegen geführt habe, während Probleme immer dann auftraten, wenn das Bündnis zerbrach. Für die Zukunft sei also eine Partnerschaft und Einheit dieser drei Kräfte unerlässlich. (Lesen Sie diese Aussagen im Zusammenhang mit der Kritik des ehemaligen US-Botschafters Jeffry Flake [Anm.: Der Autor nennt T.J. Barrack, meint aber wahrscheinlich Flake oder andere US-Vertreter, die das Sykes-Picot-Abkommen kritisierten] am Sykes-Picot-Abkommen und seinem Lob für das osmanische Millet-System.)
  • Ohne das Wort zu benutzen, kündigte er an, dass mit einer im Parlament (TBMM) einzurichtenden Kommission eine neue gesellschaftliche Aussöhnung angestrebt werde, in der Türken, Kurden, Aleviten – alle – Bürger erster Klasse seien. (Das bedeutet, dass das Hauptproblem dieses Landes immer noch die Nichtumsetzung des Prinzips der gleichberechtigten Staatsbürgerschaft ist. Lesen Sie diese Aussagen im Kontext der Realität, welches Regime mit der Republik von 1923 eigentlich geschaffen wurde.)
  • Der wichtigste politische Akteur, der die türkisch-kurdisch-arabische Einheit herstellen soll, ist die Cumhur İttifakı (Volksallianz). Er erklärte, dass durch die Einbeziehung der DEM-Partei in dieses Bündnis AKP, MHP und DEM-Partei die Grundpfeiler des neuen Gesellschaftsvertrags gemeinsam diskutieren würden, und verwies das Thema an die „parlamentarische Kommission“. Diese neue Öffnung wird das gemeinsame Werk dieser drei Parteien sein!

Was in der Rede nicht gesagt wurde:
In der gesamten Rede gab es unausgesprochene Punkte, die ebenso wichtig waren wie die ausgesprochenen. Vier davon waren besonders bedeutsam.

  • Die CHP wurde übergangen und ignoriert. Es ist offensichtlich, dass das Übergehen einer Partei, die fast 35 % der Gesellschaft repräsentiert, eine „überlegte Entscheidung“ ist! Zwei wichtige Fragen müssen beantwortet werden: a) Warum wurde die CHP übergangen? Und b) Können die von ihm erwähnten kurdischen, arabischen, alevitischen usw. Probleme in einem Umfeld gelöst werden, in dem die CHP ausgegrenzt wird? (Es ist sinnvoll, dies im Zusammenhang mit der – vermuteten – Realität zu lesen, dass die DEM-Partei sich weigern wird, Teil einer solchen Ausgrenzungspolitik zu sein.)
  • Während der gesamten Rede fiel der Name Mustafa Kemal kein einziges Mal! Zum Beispiel wurde der Unabhängigkeitskrieg erwähnt, und es wurde anerkannt, dass dieser Krieg durch die türkisch-kurdische Partnerschaft gewonnen wurde, aber der Name der Person, die als Anführer dieses Krieges gilt, wurde nicht ein einziges Mal genannt. Auch dies war eine äußerst bewusste Entscheidung. (Wir haben das Recht zu fragen, warum. Und die Antworten auf diese Frage sind von historischer Bedeutung.)
  • Es wurde fast nichts darüber gesagt, was die rechtliche Grundlage für die Lösung der Probleme zwischen Türken, Kurden, Aleviten und Arabern und für die Sicherung ihrer Einheit sein sollte. In der Rede wurde das Wort „Recht“ (außer im Zusammenhang mit den rechtswidrigen Praktiken gegen Kurden) nicht verwendet, und das Wort „Verfassung“ fiel nicht. Das gesamte Thema wurde als „gesetzliche Erfordernisse des Prozesses“ definiert und an das Parlament, an die einzurichtende „Kommission“, verwiesen.
  • Die christlichen und jüdischen Bürger der Türkei wurden mit keinem Wort erwähnt! Sie wurden ignoriert. Ich glaube nicht, dass diese „Ignoranz“ irgendjemanden gestört hat, außer den Christen, Juden und einer kleinen Minderheit, die für dieses Thema sensibilisiert ist. In den Analysen nach der Rede wurde diese „Ignoranz“ als selbstverständlich angesehen und nicht einmal als erwähnenswert erachtet. Diese Realität zeigt, dass auch Kreise, die sich selbst als progressiv bezeichnen, de facto die Identität der „herrschenden Nation“ (Millet-i Hâkime) verinnerlicht haben.

Ich weiß nicht, ob ich etwas vergessen habe. Aber zusammenfassend lässt sich sagen, dass Tayyip Erdoğans Rede eine Visionsrede war. Er hat große strategische Ziele für die Türkei und die Region verkündet. Er hat ein Vorschlagspaket vorgelegt, das man als gleichberechtigte Staatsbürgerschaft für die Türkei und als Konföderation für die Region bezeichnen könnte. Daher ist es natürlich, dass Details fehlten. Aber er hat uns einen Rahmen gegeben, über den wir diskutieren und zu dem wir alternative Vorschläge machen können.

Lassen Sie mich diesen Artikel mit der Hervorhebung von drei Punkten beenden:

Der Grund, warum der Name Mustafa Kemal bewusst nicht genannt wurde, ist, dass der Vorschlag einer neuen Ordnung, die auf einer türkisch-kurdisch-arabischen Aussöhnung basiert, auf der Annahme beruht, dass die von ihm gegründete Republik nicht mehr funktioniert und Probleme schafft. Erdoğans Rede muss als Kritik an den Grundparadigmen des 1923 errichteten Staates gelesen werden.
Die Erwähnung des Unabhängigkeitskrieges ohne jeden Hinweis auf Mustafa Kemal ist der deutlichste Indikator für diesen Paradigmenwechsel. Das laizistische Staatsmodell, das auf einem ethnisch-kulturellen Türkentum aufgebaut war, Kurden und Aleviten ausschloss und mit dem Prinzip der gleichberechtigten Staatsbürgerschaft unvereinbar war, wird aufgegeben; an seine Stelle tritt der Vorschlag einer neuen Republik, die darauf abzielt, die Gesellschaft durch einen islamischen Nationalismus um eine muslimische Identität herum zu einen. (Der Ausschluss von Christen und Juden ist diesem Konzept ebenfalls inhärent.)

Dies führt mich zum zweiten Punkt: Der Nationalismus von Mustafa Kemal wird durch den Nationalismus von Ziya Gökalp ersetzt. Tatsächlich handelt es sich um den islamischen Nationalismus der Jahre 1918-1922, den auch Mustafa Kemal aus pragmatischen Gründen zunächst übernahm und später aufgab. Die Republik wurde in den 1920er und 30er Jahren auf der Grundlage eines auf Rasse basierenden Türkentums gegründet, das durch ethnisch-kulturelle Merkmale definiert war. In der Verfassung wurden die Bürger der Türkischen Republik nach den Prinzipien des „Türkentums per Gesetz und Abstammung von türkischer Herkunft“ unterschieden, aber unabhängig von ihrer Kategorie als Türken betrachtet. Es war unvermeidlich, dass dieses System Kurden, Aleviten, Christen und Juden zu Bürgern zweiter Klasse machte.
Öcalans Aussage „Wir begannen den bewaffneten Kampf, weil die kurdische Existenz nicht anerkannt wurde“ beschreibt genau diese Realität. Nun wird verkündet, dass dieses Staatsbürgerschaftskonzept Mustafa Kemals, das eine Hierarchie unter den Muslimen schuf, aufgegeben und zu einem neuen System übergegangen wird, in dem Muslime auf der Grundlage des Nationalismus von Ziya Gökalp als gleichberechtigte Bürger gelten. Es ist offensichtlich, dass diese Sichtweise auf der Anerkennung der kurdischen Existenz und Realität basieren wird.

Der dritte Punkt ist, dass das Übergehen der CHP in diesem Zusammenhang an Bedeutung gewinnt: Die Ignoranz gegenüber der CHP ist weit mehr als nur wahltaktisches Kalkül; sie ist das Ergebnis des Wunsches, Rache an der „Gründerpartei“ zu nehmen. Erdoğan zeichnet einen theoretischen Rahmen, in dem er die CHP als Hauptverantwortliche für die heutigen kurdischen, alevitischen, arabischen usw. Probleme sieht. In diesem Sinne stellt er, wenn auch in umgekehrter Weise, ein Beispiel für Mustafa Kemal dar. So wie Mustafa Kemal bei der Gründung des türkischen Staates, der auf ethnisch-kulturellen Merkmalen und Rasse basierte, Kurden, Aleviten und Islamisten ausschloss, so schließt Erdoğan nun eine Partei mit 35 % Unterstützung in der Gesellschaft und die in ihr vertretenen säkularen Türken aus.
Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass ein Prozess, der die CHP nicht einbezieht, scheitern wird. Auch die Kreise der DEM-Partei werden sich dazu klar positionieren. Eine Neuordnung, die auf dem Ausschluss der Gründerpartei dieses Staates basiert, schafft keinen Ausgleich, sondern Konflikte. Deshalb muss die Rachepolitik aufgegeben werden.

Der letzte hinzuzufügende Punkt ist, dass man sich dem Problem nicht mit einer Haltung der „Feindseligkeit gegenüber Tayyip Erdoğan“ nähern sollte. Es ist unbestreitbar, dass die Müdigkeit von 25 Jahren, die tiefe Wirtschaftskrise und Armut, in der sich das Land befindet, und die Tatsache, dass die grundlegendsten Prinzipien des Rechtsstaates mit Füßen getreten werden, dieses Gefühl erzeugt haben.
Aber was uns präsentiert wird, ist ein Staatsmodell, das auch ohne Erdoğan aufgebaut werden soll. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Erdoğan diesen neuen Gründungsprozess nicht überstehen wird.

Daher fällt es vor allem der Gründerpartei der Türkei, der CHP, und den oppositionellen Kreisen zu, anstelle eines neuen Gründungsmodells, das auf islamischem Nationalismus basiert, die Grundzüge eines eigenen neuen Modells zu erläutern.
Wenn wir den von Erdoğan vorgestellten, auf islamischer Einheit basierenden Ziya-Gökalp-Nationalismus für unzureichend und mangelhaft halten, sind wir verpflichtet, ein neues Modell vorzuschlagen, das auf einer Kritik des 1923 geschaffenen Apartheid-Regimes aufbaut.

13 Juli 2025 0 Kommentare
FacebookTwitterWhatsappBlueskyEmail
Neuere Beiträge
Ältere Beiträge

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025
  • Begegnungen am Radweg: Eine Geschichte von Mensch, Natur und einem besonderen Rabenfreund

    23 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Gastarbeiterkind Özdemir wird Ministerpräsident – aus der Türkei kommt dafür Gegenwin

    3 April 2026
  • MIT MULTIPLEN IDENTITÄTEN IRANER SEIN; SYRER SEIN; BÜRGER DER TÜRKEI SEIN

    2 April 2026
  • Über das parlamentarische System, die politische Sprache und Kultur in der Türkei

    2 April 2026
  • Mindestens 40 Migranten sterben bei Bootsunglücken in Mittelmeer und Ärmelkanal

    2 April 2026
  • Fast eine Million Euro Fördergeld – und dennoch insolvent

    2 April 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

22 Juli 2025

Neueste Artikel

Die politische Situation in Syrien und Zukunftsszenarien
25 Januar 2026
Kritik an der neuen EU-Strategie gegen Rassismus
25 Januar 2026
Forsa-Umfrage zeigt: 90 Prozent der Bevölkerung sehen Probleme in der Bildung als größte Gefahr für Deutschlands Zukunft – DPhV fordert: Bildung muss politische Kernaufgabe werden!
25 Januar 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff
14 Oktober 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung