Freiheitskundgebung für Ekrem İmamoğlu am Steintorplatz in Hannover abgehalten

von Cumali Yağmur

Von Cumali Yağmur und Halit Yaşar Demirbağ

Auf dem Steintorplatz in Hannover wurde eine „Freiheitskundgebung“ zur Unterstützung von Ekrem İmamoğlu organisiert. An der Kundgebung nahmen Mitglieder der CHP-Auslandsorganisation, der Alevitischen Gemeinde Hannover, des Güneş-Vereins und des Atıf-Karadeniz-Alevi-Kulturzentrums teil.

Uğur Madak, der Vorsitzende der CHP Hannover, sprach bei der Kundgebung am Steintor zur Menge und verlas die Botschaft, die Ekrem İmamoğlu an die Versammlung gesendet hatte. İmamoğlu hielt in seiner Botschaft folgende Worte fest:

„Meine geschätzten Weggefährten, werte Vertreter unserer Parteiorganisation; genau ein Jahr ist seit Beginn dieses Prozesses vergangen. Dieses Jahr war geprägt von dem Versuch, uns unserer Freiheit zu berauben, und von den schwersten systematischen Angriffen auf unsere Partei. Als Mitglieder der Republikanischen Volkspartei (CHP), der Gründungspartei der Türkei, haben wir im Kampf gegen Schwierigkeiten, Komplotte und Angriffe der Justiz weder im In- noch im Ausland jemals unsere Widerstandskraft, unseren Mut oder unsere Hoffnung verloren. Denn die Republikanische Volkspartei ist die Partei von Mustafa Kemal Atatürk.“

Osman Can Akdeniz, Vorstandsmitglied der CHP-Jugendorganisation in Deutschland, betonte in seiner Rede, dass man nicht nur zum Protestieren zusammengekommen sei, sondern um die Stimme gegen einen offenen Eingriff in die Demokratie und den Volkswillen in der Türkei zu erheben. Akdeniz sagte: „Diese Reaktion ist ein starker Teil der weltweiten demokratischen Solidarität, die nicht nur in unserer Region, sondern überall auf der Welt wächst.“

Während der Kundgebung wurden immer wieder Parolen wie „Freiheit für Ekrem İmamoğlu“ gerufen. Die begeisterte Menge, die mit türkischen Fahnen den Steintorplatz füllte, unterstützte İmamoğlu einstimmig und brachte gleichzeitig ihren Unmut gegenüber der aktuellen politischen Führung zum Ausdruck.

Auf der Kundgebung wurde hervorgehoben, dass Ekrem İmamoğlu durch den Willen von 16 Millionen Istanbulern zweimal die Bürgermeisterwahlen gewonnen habe und das Volk mit seinen Leistungen zufrieden sei. Es wurde geäußert, dass die Tatsache, dass die CHP İmamoğlu als potenziellen Präsidentschaftskandidaten betrachtet, bei der derzeitigen Regierung Besorgnis auslöse. In den Reden wurde argumentiert, dass ein Komplott gegen İmamoğlu geschmiedet wurde, sein politischer Weg durch Gerichtsverfahren blockiert werden soll und der Prozess nicht fair geführt werde. Zudem wurde behauptet, dass die gegen İmamoğlu vorbereitete 2000-seitige Anklageschrift jeglicher konkreten Grundlage entbehre und keine Augenzeugen vorhanden seien.

Es wurde zudem daran erinnert, dass nicht nur gegen Ekrem İmamoğlu vorgegangen wird, sondern auch zahlreiche Politiker und Bürgermeister der CHP und der DEM-Partei verhaftet oder durch staatliche Zwangsverwalter (Kayyum) ersetzt wurden. Es wurde berichtet, dass derzeit viele Parteimitglieder die laufenden Gerichtsverfahren gegen İmamoğlu als Beobachter vor Ort verfolgen.

Am Ende der Kundgebung wurde dazu aufgerufen, dass sich alle Demokraten, Sozialdemokraten und revolutionären Kräfte gegen diese Entwicklungen in der Türkei vereinen und gemeinsam kämpfen müssen. Die Aktion endete mit der Botschaft: „Heute ist der Tag der Einheit und Solidarität; dieser schwere Kampf muss gemeinsam geführt werden.“

 

 

 

 

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