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Bis 2029: Ausstellung erinnert weiter an den Anschlag auf die Keupstraße

von Fremdeninfo 10 Juli 2026
von Fremdeninfo 10 Juli 2026
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                Von: dtj-online

Die Kölner Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“ kann auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Wie der Verein „Keupstraße ist überall“ mitteilte, ist der Fortbestand der Bildungsinitiative durch eine Förderung der Sparkasse KölnBonn bis Mitte 2029 abgesichert.

Die Sparkasse unterstützt das Projekt demnach über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 150.000 Euro. Damit kann die Ausstellung in den Räumlichkeiten an der Schanzenstraße 22 in Köln-Mülheim weiter betrieben werden – nur wenige Gehminuten von der Keupstraße entfernt, auf der der rechtsextreme „Nationalsozialistische Untergrund“ am 9. Juni 2004 einen Nagelbombenanschlag verübte.

Bereits für das laufende Jahr hatte die Stadt Köln Ende 2025 die Sicherung der Mietzahlungen beschlossen. Durch die nun zugesagte Förderung ist der Fortbestand der Ausstellung langfristig gewährleistet.

Erinnerung an den Anschlag und seine Folgen

Die Ausstellung erinnert an den rassistisch motivierten Anschlag auf der Keupstraße, bei dem 22 Menschen teils schwer verletzt wurden. Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven der Betroffenen, die gesellschaftlichen Folgen der Tat und der lange Weg bis zur Anerkennung des rechtsextremen Hintergrunds.

Über Jahre hinweg waren die Opfer und ihre Angehörigen mit Verdächtigungen und Stigmatisierungen konfrontiert worden, während der rassistische Charakter der Tat zunächst nicht erkannt wurde oder werden wollte. Die Ausstellung versteht sich deshalb nicht nur als Erinnerungsort, sondern auch als Raum für Aufklärung, Austausch und gesellschaftliche Verantwortung.

„Wichtiges Signal für die Betroffenen“

Die Initiative „Keupstraße ist überall – erinnern, aufklären, verändern“ zeigte sich dankbar für die Unterstützung durch die Sparkasse KölnBonn sowie für den Einsatz des Kölner Stadtrats.

In einer Zeit, in der demokratische Werte und eine lebendige Erinnerungskultur nicht selbstverständlich seien, hätten solche Entscheidungen eine besondere Bedeutung, erklärte die Bildungsinitiative. Die langfristige Sicherung der Ausstellung sei ein wichtiges Signal für die Anerkennung der Perspektiven der Betroffenen des NSU-Terrors und für die Bedeutung aktiver Erinnerungsarbeit.

Ausstellung in unmittelbarer Nähe zur Keupstraße

Dank der Unterstützung des Immobilienunternehmens Jamestown Europe konnte die Ausstellung im Juni 2025 größere Räumlichkeiten im ersten Stock des Gebäudes an der Schanzenstraße 22 beziehen. Die Nähe zur Keupstraße ist dabei bewusst gewählt: Der Erinnerungsort bleibt räumlich mit dem Ort des Anschlags verbunden.

Die Ausstellung richtet sich insbesondere auch an Schulklassen und Bildungsgruppen. Besuche sind dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 15 Uhr nach Anmeldung möglich. Auch andere Interessierte können nach Vereinbarung einen Termin vereinbaren.

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