• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Religion

Gemeinsamer Religionsunterricht in erster und zweiter Klasse

von Fremdeninfo 2 Juni 2024
von Fremdeninfo 2 Juni 2024
hgtrd.jpg
307

Gemeinsamer Religionsunterricht in erster und zweiter Klass

                                                    Geschichte von dpa

                                                              

                                                       

                                                            Eine Lehrerin schreibt mit Kreide einen Stundenplan mit Religionsunterricht an eine Tafel. © Friso Gentsch/dpa

 

Für die ersten beiden Grundschulklassen startet im kommenden Schuljahr ein neues Modellprojekt für den Religionsunterricht. Damit kann eine Gruppe katholischer und evangelischer Kinder gemeinsam unterrichtet werden.

Das Modellprojekt greife dann, wenn «aus organisatorischen Gründen keine Gruppenbildung für den traditionellen, konfessionell gebundenen Religionsunterricht möglich ist» und es keine klare Mehrheit von evangelischen oder katholischen Kindern in der Klasse gebe, teilte das Kultusministerium mit. Die Schülerinnen und Schüler werden dann entweder von einer evangelischen oder katholischen Lehrkraft unterrichtet, der Lehrplan richtet sich nach der Konfession des Lehrers oder der Lehrerin.

Praktische Erfahrungen aus Bamberg

Es sei wichtig, dass der Unterricht besonders «konfessionssensibel» gestaltet und die Expertise der anderen Konfession miteinbezogen werde, hieß es weiter. Das Modellprojekt «KoRUk» («Konfessioneller Religionsunterricht kooperativ») ist demnach eine Weiterentwicklung schon existierender Religionsunterrichtsprojekte.

Und wie könnte das praktisch aussehen? Expertise auf diesem Feld bringen Stefanie Lorenzen, Professorin für evangelische Religionspädagogik, und Konstantin Lindner, Professor für katholische Religionspädagogik, von der Uni Bamberg mit. Grundsätzlich sei Basiswissen über die jeweils andere Konfession notwendig, sagte Lorenzen der dpa. «Für die didaktischen Konzepte gibt es folgende grobe Schlagworte: Gemeinsamkeiten fördern, Unterschieden gerecht werden, Besonderes bergen.» Das bedeute, zu schauen, welche konfessionellen Unterschiede für sechs- bis achtjährige Kinder überhaupt relevant sind – und dann gehe es darum, diese weder überzubetonen noch unter den Teppich zu kehren.

Vorbilder für Studierende sein»

Wichtig sei auch die Frage nach dem Reichtum des Christentums, sagte Lindner. «Wir sprechen in der Grundschule zum Beispiel von Dingen wie Ritualisierung, von einfachen Formen von Stille zum Beispiel. Und das ist ja etwas Gemeinsames – hier würden beide Konfessionen keinen Unterschied machen.»

Bei der Ausbildung von künftigen Lehrkräften für das Fach Religion in Bamberg kooperiere deshalb die evangelische und die katholische Seite. «Wir versuchen Vorbilder für unsere Studierenden und unsere Lehrkräfte zu sein, weil wir zeigen, dass es geht», sagte Lindner.

Auch klare Kommunikation mit den Eltern wird eingeübt. Es gebe viele Argumente für konfessionell-kooperativen Religionsunterricht, etwa die zurückgehende Zahl von Schülerinnen und Schülern in einigen Regionen sowie der Lehrermangel. «Man kann es auch als Bereicherung erfahren, das konfessionelle Gegenüber kennenzulernen. Und aus dem Reichtum der Traditionen kann man auch didaktisch schöpfen. Man redet dann nicht über die anderen, sondern kann gemeinsam diesen Reichtum entdecken. Das fördert die dialogische Auseinandersetzung», sagte Lorenzen. Grundsätzlich nehme man wahr, dass den Schulleiterinnen und -leitern an den Grundschulen ein gut funktionierender Religionsunterricht wichtig ist, ergänzte Lindner.

Kirchen betonen Wert des «Reli»-Unterrichts

Das Modell sei «eine Initiative der beiden großen christlichen Kirchen in Bayern, die eine sehr lange Phase der Vorentwicklung in den beiden Kirchen hinter sich hat», sagte Matthias Belafi, Leiter des Katholischen Büros in Bayern. «Die vertiefte konfessionelle Kooperation ist ein deutliches Zeichen und wichtiges Element zur Stärkung des schulischen Religionsunterrichts. Der Religionsunterricht in der Schule hat eine große Bedeutung – für die Schüler, für die Kirchen und für die gesamte Gesellschaft.»

Kindern werde im konfessionell-kooperativen Unterricht besonders gut ermöglicht, Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der verschiedenen Konfessionen kennen und schätzen zu lernen, sagte Johannes Minkus, Sprecher der evangelischen Landeskirche. Naturgemäß werben die beiden großen Kirchen in Bayern für den Religionsunterricht – und hatten auch zuletzt Erfolg, als es Gedankenspiele gab, die dritte «Reli»-Stunde in 3. und 4. Grundschulklasse zugunsten von mehr Mathe und Deutsch aufzugeben.

Religiöse Erziehung sei ein Grundrecht und im Sinne des Bildungsauftrages, sagte Minkus. Sie schule den Umgang mit Religionsfreiheit, vermittele Grundwerte und ermögliche interreligiöse Kompetenzen. «Damit leistet der Religionsunterricht insbesondere vor dem Hintergrund der vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Krisen und Polarisierungen einen zentralen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung junger Menschen und zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.»

Die Versorgung mit Religionslehrkräften in Bayern gilt derzeit noch als gut – allerdings könnte sich das ändern, wenn Renteneintritte anstehen. Zudem ist das Personal nicht gleichmäßig über alle Regionen verteilt – mancherorts gibt es viele Lehrkräfte einer bestimmten Konfession, andernorts zu wenige.

3 St
Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Pressemitteilung von BTMB Bundesverband für Türkische und Mehersprachlice Bildung Und FOTED Föderation Türkischer Eltewrnvrein in Deutschland.
nächster Beitrag
Wir appellieren Einwander/Innen zu den Europawahlen zu gehen

Ähnliche Beiträge

SPD-Bundestagsfraktionschef: „Lassen Sie uns das Sivas-Massaker im Bundestag besprechen“Von: Avrupa Demokrat

11 September 2026

Konflikt um Kopftuchverbot soll außerhalb der Klasse bleiben

4 September 2026

ALEVITISCHE INSTITUTIONEN MÜSSEN UMGEHEND EINE GEMEINSAME RECHTSABTEILUNG GRÜNDEN

31 August 2026

EINE DEMOKRATISCHE, LIBERALE UND LAIZISTISCHE TÜRKEI, STATT EINER AUF DER „UMMA“ BASIERENDEN

30 August 2026

Strafanzeige zur strafrechtlichen Verfolgung der in Deutschland lebenden Täter des Sivas-Massakers

25 August 2026

Konföderation der Aleviten Gemeinden in Europa – AABK

24 August 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Willkürrecht in Hannover

    30 September 2026
  • 27. September 2026: Mitglieder äußern sich zur Polizeirazzia im kurdischen Verein

    29 September 2026
  • Linke zeigt deutschen Innenminister an

    29 September 2026
  • Wüst äußert sich nach ungewöhnlichem Treffen mit Erdogan – und dankt türkischen Migranten

    29 September 2026
  • Belit Onay gewinnt erneut die Oberbürgermeisterwahl in Hannover

    28 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Am 27. September 2026 führte die Polizei in Hannover eine Razzia im kurdischen Verein in der Kornstraße 17 durch.

28 September 2026

Neueste Artikel

27. September 2026: Mitglieder äußern sich zur Polizeirazzia im kurdischen Verein
29 September 2026
Linke zeigt deutschen Innenminister an
29 September 2026
Wüst äußert sich nach ungewöhnlichem Treffen mit Erdogan – und dankt türkischen Migranten
29 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung