Der Anschlag auf die Christopher Street Day (CSD)-Feier in Berlin muss verurteilt werden!

von Cumali Yağmur
Cumali Yağmur

             Von Cumali Yağmur

Das fröhliche Fest- und Protestwochenende im Rahmen des Christopher Street Day (CSD) in Berlin endete am späten Samstagabend tragisch. Die Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor wurde abgebrochen. Zuvor war im südlichen Bereich des Tiergartens ein weißer Kleintransporter in die Menge gerast. Eine Frau kam ums Leben, mindestens 16 Personen wurden verletzt, drei davon lebensgefährlich. Die Polizei hat inzwischen einen Tatverdächtigen identifiziert, dem Verbindungen zu islamistischen Kreisen zugeschrieben werden. Die Person ist derzeit flüchtig.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Hunderttausende Menschen friedlich in der Stadt gefeiert und für die Rechte von queeren Menschen demonstriert. Alle Informationen zum Berliner Pride-Wochenende finden Sie in unserem News-Blog.

In der deutschen Hauptstadt Berlin, wo die Feierlichkeiten stattfanden, stellt dieser von islamistischen Radikalen verübte Anschlag eine menschenfeindliche Tat dar und muss entschieden verurteilt werden. Dieser Angriff versetzt dem Verständnis der Zivilgesellschaft, der Demokratie und der Kultur des friedlichen Zusammenlebens in Deutschland einen schweren Schlag.

Diese Gesinnung, die andere Ansichten, Kulturen und unterschiedliche sexuelle Identitäten nicht tolerieren kann, ist eine inakzeptable mittelalterliche Dunkelheit. Diese Denkweise, die alles aus einer engen Perspektive betrachtet und letztlich fröhliche Feierlichkeiten und CSD-Veranstaltungen mit einem Fahrzeug angreift, entspricht nicht der wahren islamischen Gesinnung. Diese Einstellung, die feiernde Menschen verletzt, ist die Mentalität von Kriminellen, die jegliche Menschlichkeit verloren haben. Diese Grausamkeit darf nicht im Entferntesten mit dem Verständnis des Islam in Verbindung gebracht werden.

Diejenigen, die unterschiedliche sexuelle Identitäten in der Gesellschaft nicht tolerieren können, müssen dieses Problem in ihren Köpfen klären und überwinden. Es ist ein unmenschliches Verhalten, voreingenommen gegenüber homosexuellen, lesbischen und bisexuellen Individuen zu sein und sie anzugreifen. Das zivilgesellschaftliche Verständnis des modernen Europas, in dem wir leben, muss respektiert werden; diese Gesellschaften haben diese Themen aufgearbeitet und die entsprechenden Rechte gesetzlich verankert. Gegen diese Menschen darf niemals Gewalt angewendet werden. Gewalt ist der Feind der Menschheit; mit dieser Methode lässt sich nichts erreichen. Solche Methoden sind Wege, die nur Feinde der Menschheit beschreiten.

Das Verbrechen des Verdächtigen Abdul B. darf nicht allen Muslimen angelastet werden. Für dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit sollte ausschließlich der Täter selbst verantwortlich gemacht werden. In einer Gesellschaft sind Personen, die eine Straftat begehen, persönlich für ihre Taten verantwortlich; es ist niemals richtig, die gesamte Gemeinschaft dafür haftbar zu machen.

Alle Migrantenorganisationen und Einzelpersonen sollten den Anschlag von Berlin verurteilen. Wer zu Terror greift, muss von der Gesellschaft isoliert werden, und man darf ihnen gegenüber niemals Sympathie hegen. In Deutschland, wo ich seit Jahren lebe, müssen diejenigen, die dem friedlichen Zusammenleben schaden – egal von welcher Seite sie kommen – stets verurteilt und ausgegrenzt werden.

Diejenigen, die auf diese Weise Menschen ermorden, müssen gefasst werden und vor dem Gesetz ihre gerechte Strafe erhalten. Solchen Angriffen darf absolut keine Toleranz entgegengebracht werden, und die Täter müssen öffentlich gemacht werden. Unabhängig von unserer sexuellen Identität, unserem Glauben oder unserer Nationalität sind wir verpflichtet, in dem Land, in dem wir leben, unter gleichen Bedingungen, in Frieden und Ruhe zusammenzuleben.

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