• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Allgemein

Hannovers buntes Gesicht: Spuren der Migrationskultur – Teil 3

von Fremdeninfo 25 Juni 2026
von Fremdeninfo 25 Juni 2026
307

Von: Cumali Yagmur

Mit  Kamera in der Hand und dem Notizblock in der Tasche ziehe ich erneut durch die Straßen von Hannover. Mein Ziel ist dasselbe geblieben: neue Orte entdecken, neue Gesichter kennenlernen und das multikulturelle Gefüge dieser Stadt dokumentieren.

Ich beginne meinen Rundgang im Viertel rund um das Steintor, wo die Dichte an migrantischen Betrieben besonders hoch ist. Den Tag starte ich im Efendi Bey. Der Besitzer, Herr Raşit, empfängt seine Gäste mit der ihm eigenen Herzlichkeit. Das Lokal ist randvoll… Für mich ist dies nicht nur ein Restaurant, sondern ein friedlicher Rückzugsort, an dem ich oft frühstücke und mir den Tag mit ihrem köstlichen Künefe versüße.

Nur ein Stück weiter befindet sich das Öz Urfa, seit Jahren eine feste Adresse für Lahmacun, Kebab und Fleischspieße. Urfa, eine der geschichtsträchtigsten Städte der Türkei, ist berühmt für ihre Grillgerichte; deshalb begegnet man dem „Urfa Kebab“ in fast jeder deutschen Stadt. Direkt daneben liegt das traditionsreiche Deli Sadi, das ebenfalls für seine Fleischspezialitäten bekannt ist. Die Besitzer sind äußerst leutselig und begrüßen ihre Gäste aufrichtig mit kurdischen und türkischen Grüßen.

Ich wende mich der Lange Laube zu. In dem von Cengiz geführten Lokal bieten die berühmten Süßspeisen, das Künefe und die Böreks aus Gaziantep mit jedem Bissen ein besonderes Geschmackserlebnis. Auf derselben Straße bedient die Ziraat Bank ihre Kunden, während gleich nebenan die Türkische Gemeinde (Türk Toplumu) sich um die Belange von Migranten kümmert und Lösungen für die Probleme von Minderheiten sucht. Auch Fikrets Frühstück gehört zu den populärsten Spots der Straße. Was einst als Meile für Computerläden bekannt war, hat sich heute in ein echtes gastronomisches Zentrum verwandelt.

 

 

In der Nordstadt angekommen, begrüßt mich in der Kornstraße 38 das Alevitische Kulturzentrum (Cemevi). Es ist ein Ort der Begegnung für Aleviten jeder Altersgruppe – ein bedeutungsvoller Treffpunkt, dessen Mitglied ich seit Jahren bin, an dessen kulturellen Aktivitäten ich teilnehme und über den ich bereits Porträts verfasst habe.

Hannover Alevi

Fast im selben Viertel, in der Kornstraße 17, befindet sich der Kurdische Verein. In den Vereinsräumen herrscht eine lebhafte Atmosphäre; es wird intensiv über Weltpolitik, die deutsche Migrationspolitik und aktuelle Themen diskutiert. Menschen aus allen Teilen Kurdistans – ob sunnitischen, jesidischen, alevitischen oder aramäischen Glaubens – finden hier in einer gemeinsamen Kultur und Sprache zusammen. Kurden, die in ihrer Heimat jahrelang unterdrückt wurden und oft nicht einmal ihre eigene Sprache sprechen durften, können hier frei über ihre Probleme debattieren und ihre Muttersprache pflegen.

 

 

 

Der Engelbosteler Damm ist berühmt für seine Dönerläden. Obwohl der Döner mittlerweile fast als europäisches „Nationalgericht“ gilt, steckt in den Küchen dieser Läden meist die harte Arbeit türkischer und kurdischer Betreiber. In der Oststadt schaue ich beim Tandure vorbei. Die Gerichte, die Herr Aytaç hier zaubert, sind längst nicht mehr nur bei Migranten, sondern auch bei den Deutschen zu absoluten Favoriten geworden.

Wer sich Richtung Herrenhausen begibt, den erwartet die prachtvolle Osmanische Küche. Mit modernen Präsentationen, Kellnern in traditioneller Kleidung und einem freundlichen Service werden hier die Spuren der Vergangenheit in die Gegenwart getragen.

Ich kehre zurück ins Zentrum und beende meine Tour auf der Lister Meile. Dies ist einer der schönsten Orte der Stadt mit einer sehr friedlichen Atmosphäre. Die Schlange vor Lister Döner reißt nie ab. Mit den italienischen Eisdielen, den gut besuchten chinesischen Restaurants und Pizzerien gleicht dieser Ort einer „Tafel der Welt“. Das Kulturzentrum Pavillon, das als kulturelles Herz der Region gilt, bildet mit seiner Bibliothek und seinen Veranstaltungen den Mittelpunkt des sozialen Lebens. Direkt gegenüber befindet sich das berühmte Extrablatt.

Die Extrablatt-Häuser leisten einen großen Beitrag zur Gastronomiekultur der Stadt und bieten eine neue kulturelle Offenheit. Der junge Unternehmer Umut Kuş betreibt in Hannover neben den Extrablatt-Filialen noch zahlreiche weitere Betriebe. Diese Unternehmen bieten der Stadt sowohl kulturell als auch wirtschaftlich große Möglichkeiten.

 

Der Weißekreuzplatz, der früher ein ganz anderes Gesicht hatte, hat sich mittlerweile zu einem entspannten Platz entwickelt, auf dem Kinderlachen widerhallt und Menschen friedlich auf den Bänken verweilen.

Obwohl noch keine Wahlplakate der Parteien in den Straßen hängen, ist eine gewisse Wahlstimmung in der Stadt bereits spürbar. Hannover als 

 

internationale Stadt wird in den kommenden Tagen von politischer Spannung geprägt sein. Am 13. September 2026 finden in Hannover die Oberbürgermeisterwahlen statt. Vier wichtige Kandidaten treten an, um die Zukunft der Stadt zu gestalten:

  • SPD: Axel von der Ohe

  • CDU: Peter Krüger

  • Grüne: Belit Onay

  • Die Linke: Meran Kaminski

Sollte im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreicht werden, treten die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen am 27. September in einer Stichwahl erneut gegeneinander an. Für den Erhalt der multikulturellen Struktur Hannovers und die Fortführung des sozialen Friedens ist es von großer Bedeutung, dass alle wahlberechtigten Migranten an die Urnen gehen. Es ist für uns alle der richtige Schritt, von unseren demokratischen Rechten Gebrauch zu machen, unsere Zukunft mitzugestalten und demokratische Kandidaten zu unterstützen.

In diesen vielstimmigen und farbenfrohen Straßen Hannovers werde ich meine Streifzüge von Zeit zu Zeit fortsetzen…

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Heidebad in Halle an der Saale: Strandbad-Einlass nur mit Deutschkenntnissen – das steckt dahinter
nächster Beitrag
AN DIE PRESSE UND DIE ÖFFENTLICHKEIT

Ähnliche Beiträge

Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

26 September 2026

EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER...

25 September 2026

Die Berliner Koalitionsregierung muss schnellstmöglich gebildet werden

24 September 2026

Nach Clankontakten: Wie die Linkspartei über Ferat Koçak debattiert

24 September 2026

Die Berliner Wahl: Der Erfolg der Linkspartei lässt sich nicht auf eine einzelne...

23 September 2026

DEM Parti trifft sich mit Alevi-Organisationen: „Die DEM Parti wird keinen Prozess gutheißen,...

23 September 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Islam gehört zu Deutschland“? – Wulff bekräftigt umstrittene Aussage

    26 September 2026
  • Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.

    26 September 2026
  • CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben

    26 September 2026
  • EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER WERKTÄTIGEN, DER FRAUEN UND DER ÖKOLOGEN SEIN

    25 September 2026
  • Berliner Linken-Chefin: «sehr überrascht» über Kritik

    25 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Die Berliner Koalitionsregierung muss schnellstmöglich gebildet werden

24 September 2026

Neueste Artikel

Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.
26 September 2026
CDU-Innenminister will Grundrecht auf Asyl streichen – und noch härter abschieben
26 September 2026
EIN ECHTER FRIEDE UND EINE ECHTE DEMOKRATIE WERDEN DAS WERK DER VÖLKER, DER WERKTÄTIGEN, DER FRAUEN UND DER ÖKOLOGEN SEIN
25 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung