• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Information

Warum sich die Türkei auch 2024 nicht erholen wird

von Fremdeninfo 8 Januar 2024
von Fremdeninfo 8 Januar 2024
226

Warum sich die Türkei auch 2024 nicht erholen wird


von Stefan Kreitewolf

Eine türkische Flagge im Wind. 2024 könnte für viele Türkinnen und Türken herausfordernd werden. Foto: Adurrahman Erbas / Unsplash

 

Langzeit-Präsident Erdoğan führt sein Land mit wirtschaftlichen Fehleinschätzungen, donnernden Tiraden und militärischen Auseinandersetzungen in die Isolation. Hinzu kommen: die Umgehung der Russland-Sanktionen und der Streit um den schwedischen Nato-Beitritt. Das hat Auswirkungen für die ökonomischen Aussichten der Türkei 2024 – und darüber hinaus.

Für viele Menschen in der Türkei startet das neue Jahr mit einem Dämpfer. Sieben Millionen Arbeitnehmende leben im Land vom Mindestlohn. Der wird zwar vom 1. Januar um 49 Prozent erhöht. Das entspricht genau 519,20 Euro. Weil die Inflation im Land immer neue Höhen erreicht – 62 Prozent waren es im November –, gibt das vielen Menschen aber wenig Anlass zur Freude.

Im Gegenteil: Viele Preise für Grundlebensmittel haben sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Das treibt viele Türkinnen und Türken in die Armut. So berechnete die türkischen Metallarbeiter­gewerkschaft Bisam, dass die Armutsgrenze für eine Familie mit zwei Kindern bei umgerechnet 1343 Euro liege. Auch wenn also beide Erwachsene voll arbeiten, landen sie mit dem neuen Mindestlohn deutlich darunter – und in der Armut.

Prognosen sehen wenig Aufbruchstimmung

In Ankara ist das Problem bekannt. Lange wurde es dennoch ignoriert – besonders von den wirtschaftspolitischen Entscheidungstragenden, die ohnehin von Langzeit-Präsident Recep Tayyip Erdoğan an der kurzen Leine gehalten wurden. Erst seit Juni, kurz nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen, kam es zumindest geldpolitisch zu einem Wandel.

 

Mithilfe einer radikalen Zinswende versuchte die neue, international renommierte Zentralbankchefin Hafize Gaye Erkan das Land wieder in die Spur zu hieven. Doch das Manöver misslang. Denn wie beständig dieser Sinneswandel ist, bleibt abzuwarten. Und trotz intensiven Werbens sorgten die Maßnahmen nicht für wachsendes Vertrauen an den internationalen Märkten.

Vertrauen der Investoren erschüttert

Depression statt Aufbruch: Denn auch die Prognosen sehen düster aus. Das Wirtschaftswachstum könnte sich laut Internationalem Währungsfonds 2024 als Folge der strafferen Geldpolitik auf 3 Prozent abschwächen. Grund dafür ist wieder einmal der mächtigste Mann im Staate: Erdoğan. Seine Niedrigzinspolitik, die kurzfristig die Exporte und den Konsum anregen sollte und die er trotz aller Einwände durchzog, haben das Vertrauen der Investoren zerstört.

Das befeuerte die Inflation und den Abwertungsdruck auf die türkische Lira, die in der Folge staatlich gestützt werden musste. Dass die Nettoreserven der Zentralbank stetig sinken und die Auslandsverschuldung steigt, passt ins Bild. So wird die Türkei auch 2024 stark von ausländischen Finanzhilfen abhängig sein. Hausgemachte Probleme, die auch eine hohe Arbeitslosigkeit nach sich ziehen.

Erdoğan treibt die Türkei in die Isolation

Geopolitische Spannungen tun ihr Übriges um die Türkei weiter zu isolieren. Mit völkerrechtswidrigen Kriege in Syrien und im Nordirak stellt sich Erdoğan selbst ins Abseits. Mit den donnerden Tiraden Richtung Israel und den Kriegsdrohungen gen Griechenland setzte er 2023 voll auf Konfrontation – von seinem gestörten Verhältnis zur EU ganz zu schweigen. Seine Blockadehaltung gegen die Nato-Aufnahme Schwedens strapaziert das komplette Bündnis.

 

Seine ständig neuen Forderungen, die ökonomischen Fehleinschätzungen, das Ignorieren der westlichen Sanktionen gegen Russland, die gelenkte Justiz im Land, die fehlende Meinungs- und Pressefreiheit und zehntausende inhaftierte Regierungskritiker zeichnen das Bild eines unberechenbaren Despoten. Mit dieser Politik treibt der türkische Präsident sein Land in die Isolation. Da ist die Erhöhung des Mindestlohns nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Migration 82 Millionen Euro: Dresden rechnet mit höheren Asylausgaben für 2024
nächster Beitrag
Franz Beckenbauer: Fußballikone im Alter von 78 Jahren gestorben

Ähnliche Beiträge

Ein Gastarbeiter der ersten Stunde über Ankunft, Arbeit und die letzte Ruhe in...

7 Dezember 2025

Ein erschütternder Brief erreicht unsere Redaktion: „Ihsan, dessen Entwicklung im Mutterleib stoppte, wurde...

4 Dezember 2025

iyi Parti Abgeordneter Dr. Turan Çömez bringt schockierenden Vorfall auf die Tagesordnung des...

4 Oktober 2025

Türkei: Inflation erstmals seit über einem Jahr wieder gestiegen

4 Oktober 2025

Erdogan bedroht? Journalist Fatih Altayli muss im Gefängnis bleiben

4 Oktober 2025

Liebe Leserin, lieber Leser, HAZ – Hannoversche Allgemeine

1 Oktober 2025

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Die anderen Parteien können nicht akzeptieren, dass Die Linke bei den Berliner Wahlen den ersten Platz belegt hat.

    1 Oktober 2026
  • Willkürrecht in Hannover

    30 September 2026
  • 27. September 2026: Mitglieder äußern sich zur Polizeirazzia im kurdischen Verein

    29 September 2026
  • Linke zeigt deutschen Innenminister an

    29 September 2026
  • Wüst äußert sich nach ungewöhnlichem Treffen mit Erdogan – und dankt türkischen Migranten

    29 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Die anderen Parteien können nicht akzeptieren, dass Die Linke bei den Berliner Wahlen den ersten Platz belegt hat.

1 Oktober 2026

Neueste Artikel

Willkürrecht in Hannover
30 September 2026
27. September 2026: Mitglieder äußern sich zur Polizeirazzia im kurdischen Verein
29 September 2026
Linke zeigt deutschen Innenminister an
29 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung