OB-Wahl in Hannover : Maren Kaminski soll für die Linke antreten

von Fremdeninfo

 

Von: Haz 
Die Partei stellt ihre Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl am 24. Januar auf – Mizgin Ciftci soll Regionspräsident werden
Noch in diesem Jahr entscheidet sich, wer Chef oder Chefin im Rat- und im Regionshaus wird und welche Parteien im Rat und in der Regionsversammlung die meisten Abgeordneten stellen. Für die Kommunalwahl am 13. September stehen bereits einige Spitzenkandidaten fest, jetzt kommen zwei neue hinzu.

Die Linke will nach Informationen dieser Redaktion die hannoversche Bundestagsabgeordnete Maren Kaminski für die Oberbürgermeisterwahl aufstellen. Ins Rennen ums Amt des Regionspräsidenten soll für die Linke der Verdi-Gewerkschaftssekretär Mizgin Ciftci gehen. Am Sonnabend, 24. Januar, stellt der Kreisverband der Linken die Kandidaten offiziell auf.

Kaminski trat bereits 2013 bei der OB-Wahl an

Kaminski ist in der hannoverschen Stadtpolitik keine Unbekannte. Sie trat bereits 2013 zur OB-Wahl an und erzielte mit 6,4 Prozent der Stimmen einen Achtungserfolg. Damals mussten Stefan Schostok (SPD) und Matthias Waldraff (CDU) in die Stichwahl, am Ende gewann Schostok. Die 46-jährige Kaminski zog im Februar vergangenen Jahres in den Bundestag ein, weil die Linke überraschend viele Stimmen gewann (8,8 Prozent). Kaminski hat Sozialwissenschaften studiert und bei der Gewerkschaft GEW gearbeitet.

Gewerkschafter ist auch Mizgin Ciftci, den die Linke für die Regionspräsidentenwahl aufstellen will. Zuvor hatte der 33-Jährige kurze Zeit als Lehrer gearbeitet, inzwischen ist er bei Verdi beschäftigt. Ciftci wurde in Osterholz-Scharmbeck geboren. 2021 trat er für die Linke als Bundestagskandidat an, verpasste aber den Einzug ins Parlament.

CDU will im ersten Quartal „eine Person“ präsentieren

Damit stehen bereits einige Kandidaten für die OB-Wahl fest: Für die Grünen wird Amtsinhaber Belit Onay zur Wiederwahl antreten, er muss aber noch offiziell von seiner Partei nominiert werden. Die SPD schickt den Ersten Stadtrat und Kämmerer Axel von der Ohe ins Rennen, die CDU hat Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, aufgestellt. Die AfD will ihren Kandidaten Ende Februar/Anfang März nominieren.

Bei der Regionspräsidentenwahl ist das Bewerberfeld noch überschaubar. Da Amtsinhaber Steffen Krach (SPD) nach Berlin geht, um dort bei der Wahl im Herbst Regierender Bürgermeister zu werden, hat die SPD Eva Bender, Kultur- und Schuldezernentin Hannovers, nominiert. Unklar ist, wen CDU und Grüne ins Rennen schicken. Dem Vernehmen nach will die CDU im ersten Quartal „eine Person“ präsentieren. Absehbar ist auch, dass Kleinstparteien und Wählergemeinschaften Kandidaten aufstellen, vor allem, um sich bekannt zu machen.

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