• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Information

Muslim, Türke, Bürgermeisterkandidat? Nicht mit der CSU

von Fremdeninfo 6 Januar 2020
von Fremdeninfo 6 Januar 2020
226

Muslim, Türke, Bürgermeisterkandidat? Nicht mit der CSU

Von

dtj-online

–
 
 

Vor den bayerischen Kommunalwahlen ist der CSU-Ortsvorstand im schwäbischen Wallerstein mit dem Vorschlag eines muslimischen deutschen Unternehmers als CSU-Bürgermeisterkandidat an der eigenen Basis gescheitert. Nach heftigen Protesten aus dem CSU-Ortsverband zog der 44-jährige Şener Şahin seine Bewerbung zurück, wie er am Samstag auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet.

Laut dem Ortsvorsitzenden Georg Kling wurde Şahin im vergangenen Jahr gefragt, ob er sich vorstellen könne, für die CSU anzutreten. Er hätte am nächsten Donnerstag in Wallerstein von der CSU nominiert werden sollen. Doch seit Bekanntgabe des Vorschlags im Dezember habe es in Teilen des Ortsverbandes scharfen Widerstand gegeben. „Wir sind auf dem Dorf und wir sind noch nicht so weit“, sagte Kling schwer enttäuscht. Auch Şahin zeigte sich frustriert. Es sei immer wieder um seinen Glauben gegangen, sagte er. Ein Muslim und die Christlich-Soziale Union passten nicht zusammen, hätten Parteimitglieder gesagt. Einige Kandidaten für die Gemeinderatsliste hatten Kling zufolge sogar mit ihrem Rückzug gedroht.

Şahin mit einer Christin verheiratet

Şahin besitzt in Wallerstein einen Maschinenhandel. Er lebt schon immer in der Region, wurde im nahen Nördlingen geboren und hat türkische Wurzeln. Außerdem besitzt er nach eigenen Angaben auch ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft. Ohne die würde ihm nach dem geltenden Wahlgesetz weder ein aktives noch ein passives Wahlrecht zustehen. Das heißt, er dürfte in diesem Fall nicht wählen gehen und auch nicht gewählt werden.

Aus seinem Privatleben ist bekannt, dass er verheiratet ist und zwei Kinder hat. Seine Frau stammt aber nicht aus einer muslimischen, sondern aus einer christlichen Familie. „Ich habe von Anfang an gesagt: Wenn die Mitglieder nicht hinter mir stehen, dann mache ich das nicht“, betonte Şahin. Er wolle nicht, dass der Ortsverband daran kaputtgehe. Die CSU hat Kling zufolge nun keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 15. März.

„Er muss die Chance haben, sich zu beweisen, wie jeder andere Bürger der Bundesrepublik“

Dass es abgesehen von der AfD innerhalb der CSU mehr Bedenken gegenüber Muslimen als in anderen Parteien gibt, ist kein Geheimnis. So erklärte der Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) 2018 explizit, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. Damit widersprach Seehofer auch Christian Wulff (CDU), der während seiner Amtszeit als Bundespräsident den berühmten Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ aussprach. Selbst Seehofers Vorgesetzte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sagte vor einigen Jahren während eines Iftars in Berlin, dass der Islam unzweifelhaft zu Deutschland gehöre.

„Welt“-Redakteurin Carolina Drüten kritisiert den Vorfall scharf. „Wer Religion und Politik in einen Topf wirft, der tut es den Islamisten gleich – und trägt dazu bei, dass Menschen wie Sener Sahin nicht Bürgermeister werden können. Dass Frauen mit Kopftuch bespuckt werden. […] Ob Sahin ein guter Bürgermeister geworden wäre, wissen wir nicht. Aber er muss die gleiche Chance haben, sich zu beweisen, wie jeder andere Bürger der Bundesrepublik“, schrieb sie in einem heute erschienenen Meinungsbeitrag.

(dpa/dtj)

 
 
 
 
 

 

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
„Ich bin nicht mein Schöpfer. Aber ich bin Kurde“
nächster Beitrag
Filiz Demirel, Grüne migrationspolitischen Sprecherin

Ähnliche Beiträge

Ein Gastarbeiter der ersten Stunde über Ankunft, Arbeit und die letzte Ruhe in...

7 Dezember 2025

Ein erschütternder Brief erreicht unsere Redaktion: „Ihsan, dessen Entwicklung im Mutterleib stoppte, wurde...

4 Dezember 2025

iyi Parti Abgeordneter Dr. Turan Çömez bringt schockierenden Vorfall auf die Tagesordnung des...

4 Oktober 2025

Türkei: Inflation erstmals seit über einem Jahr wieder gestiegen

4 Oktober 2025

Erdogan bedroht? Journalist Fatih Altayli muss im Gefängnis bleiben

4 Oktober 2025

Liebe Leserin, lieber Leser, HAZ – Hannoversche Allgemeine

1 Oktober 2025

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Historische Wahl in Magdeburg: Die Brandmauer fällt zusammen – und mit ihr die CDU

    6 Oktober 2026
  • Offener Brief: Unterstützung für die Linke in Neukölln

    6 Oktober 2026
  • Deutscher Buchpreis: Heimat als sinnloser Begriff

    6 Oktober 2026
  • Ministerium mit Umsetzung von Kopftuchverbot zufrieden

    6 Oktober 2026
  • ritische Grüne erklären Zionismus zu Rassismus – Netanjahu wirft der britischen Regierung „Beschwichtigung islamistischer Kräfte“ vor

    5 Oktober 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

3 Oktober 2026

Neueste Artikel

Offener Brief: Unterstützung für die Linke in Neukölln
6 Oktober 2026
Deutscher Buchpreis: Heimat als sinnloser Begriff
6 Oktober 2026
Ministerium mit Umsetzung von Kopftuchverbot zufrieden
6 Oktober 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung