• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Information

Merkel über Deutschtürken: „Nicht einfach zu glauben, dass sie die gleichen Chancen haben“

von Fremdeninfo 13 März 2021
von Fremdeninfo 13 März 2021
368

Merkel über Deutschtürken: „Nicht einfach zu glauben, dass sie die gleichen Chancen haben“

Von

Dpa/ dtj-online

–

11. März 2021

 
 
 
Share

 

 

 64″>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz im Anschluss an den 13. Integrationsgipfel im Kanzleramt teil. Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Hunderte Seiten an Berichten haben die Integrationsgipfel der vergangenen Jahre produziert. Aus der Theorie müsse Praxis werden, fordert Kanzlerin Merkel.

Kanzlerin Angela Merkel sieht noch viel Arbeit im Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus. „Da haben wir noch sehr, sehr viel zu tun, um wirklich die vielen Vorurteile aufzudecken, die teils bewusst, teils unbewusst da sind“, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Berlin nach dem 13. Integrationsgipfel der Bundesregierung. Merkel erinnerte unter anderem an die Taten des NSU und den Anschlag von Hanau. Es sei etwa für türkischstämmige Menschen nicht so einfach zu glauben, dass sie hierzulande wirklich willkommen seien und gleiche Chancen hätten.

Den Integrationsgipfel gibt es seit fünfzehn Jahren, anfangs fand er alle zwei Jahre statt. Wegen der Corona-Pandemie berieten Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und Migrantenorganisationen diesmal digital miteinander. Dabei wurden auch die letzten Kapitel des sogenannten Nationalen Aktionsplans Integration vorgestellt. Unter Leitung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), waren in den vergangenen zwei Jahren Dutzende Maßnahmen für eine bessere Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland beschlossen worden. Unter anderem sollen eigens entwickelte Strategien für mehr Teilhabe im Gesundheitswesen, in Kultur, Medien und im Sport sorgen.

Viel Theorie: Zeit für Umsetzung gekommen

„Es ist jetzt sehr viel theoretische Arbeit gemacht worden“, sagte Merkel. Nun müsse es aber an die Umsetzung gehen. „Vieles von dem, was wir hier machen, muss zur Normalität werden, das ist der Wunsch. Und zwar in der breiten Gesellschaft.“ Die Mehrheitsgesellschaft müsse offen sein und Vielfalt als Bereicherung begreifen. Zugleich bedürfe es aber auch der Bereitschaft von Menschen etwa mit Migrationsgeschichte, sich einzubringen.

Nach einer zum Integrationsgipfel veröffentlichten Studie des Sachverständigenrates für Integration und Migration (SVR) beteiligen sich Deutsche mit Migrationsgeschichte unterdurchschnittlich stark an Bundestagswahlen. Das gelte insbesondere für Wähler, die im Ausland geboren sind. Den Ergebnissen einer Befragung zufolge nahmen 85,8 Prozent der Erwachsenen ohne Migrationsgeschichte an der Bundestagswahl 2017 teil. Unter den Wahlberechtigten mit ausländischen Wurzeln waren es dagegen nur 65 Prozent. Die Nachkommen von Zuwanderern gingen etwas häufiger zur Wahl (66,2 Prozent) als diejenigen, die selbst zugewandert waren (64,6 Prozent).

Polat will mehr Möglichkeiten, mehr als eine Staatsangehörigkeit zu behalten

Daniel Gyamerah vom Verein „Each One Teach One“, der sich für die Belange schwarzer Menschen einsetzt, drang auf eine spezifische Förderung für diskriminierte Gruppen sowie Gleichstellungs- und Teilhabegesetze auf Bundes- und Landesebene mit Quoten. Zudem müsse die Antidiskriminierungsstelle des Bundes deutlich gestärkt werden.

Die integrationspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Filiz Polat, verlangte mehr strukturelle Maßnahmen. „Das bedeutet zum Beispiel eine Abkehr von der kurzfristigen Projektförderung hin zu einer dauerhaften Förderung von Organisationen.“ Es brauche ein echtes Demokratiefördergesetz und mehr Möglichkeiten, mehr als eine Staatsangehörigkeit zu behalten.

Linke vermissen „echten Willen“

Der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Jörg Schindler, erhob ähnliche Forderungen. „Es fehlt bei der sogenannten „Integrationspolitik“ der Bundesregierung nicht an Beratung, sondern an echtem Willen“, beklagte er. Die Vorschläge lägen längst auf dem Tisch: Man brauche ein neues Staatsangehörigkeitsrecht mit einem Anspruch auf Einbürgerung nach fünf Jahren Aufenthalt.

Die migrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Linda Teuteberg, erklärte: „Beim Thema Integration gibt es kein Ankündigungs-, sondern ein Umsetzungsdefizit. Wir brauchen weniger Papier als wirkliche Weichenstellungen für besser funktionierende Integration.“ So brauche es unter anderem Investitionen in die Bildung, längere Integrationskurse und differenzierteren Sprachunterricht.

dpa/dtj

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Höchststand bei politisch motivierter Kriminalität: Mehr als 44.000 Straftaten von Extremisten im Corona-Jahr
nächster Beitrag
Die Verbalradikalen von der AfD – und wie Muslime davon betroffen sind

Ähnliche Beiträge

Ein Gastarbeiter der ersten Stunde über Ankunft, Arbeit und die letzte Ruhe in...

7 Dezember 2025

Ein erschütternder Brief erreicht unsere Redaktion: „Ihsan, dessen Entwicklung im Mutterleib stoppte, wurde...

4 Dezember 2025

iyi Parti Abgeordneter Dr. Turan Çömez bringt schockierenden Vorfall auf die Tagesordnung des...

4 Oktober 2025

Türkei: Inflation erstmals seit über einem Jahr wieder gestiegen

4 Oktober 2025

Erdogan bedroht? Journalist Fatih Altayli muss im Gefängnis bleiben

4 Oktober 2025

Liebe Leserin, lieber Leser, HAZ – Hannoversche Allgemeine

1 Oktober 2025

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Das Bild ist nun klar: Erdoğan als Präsident, Öcalan als Berater?

    21 September 2026
  • Bundesregierung will Syrern offenbar Schutzstatus auf breiter Front entziehen

    21 September 2026
  • Gemeinsame Forderung in vielen Städten: Kurdisch soll Unterrichtssprache werden

    21 September 2026
  • „Putin“ setzt sich bei den Wahlen in Russland durch

    21 September 2026
  • Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin

    20 September 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Spät gelesene Werke

19 September 2026

Neueste Artikel

Bundesregierung will Syrern offenbar Schutzstatus auf breiter Front entziehen
21 September 2026
Gemeinsame Forderung in vielen Städten: Kurdisch soll Unterrichtssprache werden
21 September 2026
„Putin“ setzt sich bei den Wahlen in Russland durch
21 September 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung