• Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Fremdeninfo
Fremden Info
Einwandererinnen und Flüchtlingspolitik
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung
Startseite Allgemein

Forscher: Offenheit für AfD wächst trotz mehr Radikalität

von Fremdeninfo 18 Mai 2026
von Fremdeninfo 18 Mai 2026
Der Extremismusforscher Gideon Botsch äußert sich über die wachsende Offenheit der Wähler für die AfD. (Archivbild) © Christian Ditsch/dpa
294

Artikel von dpa

Der Extremismusforscher Gideon Botsch sieht eine massiv steigende Offenheit der Wähler für die AfD – obwohl die Partei nach seiner Ansicht immer rechtsextremer wird. «Wir gehen davon aus, dass die Bereitschaft, die AfD zu wählen, massiv gestiegen ist und das Stigma, was mit der AfD-Wahl verbunden sein mag, deutlich geschmolzen ist», sagte Botsch der Deutschen Presse-Agentur. Der Politikwissenschaftler leitet die Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam. In jüngsten Umfragen erreichte die AfD bundesweit in der Sonntagsfrage bis zu 29 Prozent. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet.

Klientel ist gewachsen

Die AfD hat nach Einschätzung des Forschers auch durch eine schärfere Migrationspolitik mehr Anhänger bekommen. «Wir haben die AfD in Brandenburg schon lange mit einer Stammwählerschaft von bis zu einem Viertel der Bevölkerung taxiert», sagte Botsch. «Besonders seit etwa 2023 hat die AfD ihre Klientel deutlich ausweiten können. Das hängt mit der Bundespolitik zusammen, mit dem deutlichen Versuch, die AfD rechts zu überflügeln seitens der Unionsparteien.»

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) habe versucht, «der AfD die Wähler abspenstig zu machen», sagte der Wissenschaftler. «Sie ist durch diese Politik nicht geschwächt, sondern gestärkt worden.» Ihre Themen erhielten scheinbar Bestätigung, «vor allem in der Erklärung der Migration zum Hauptproblemfeld Deutschland.»

Botsch: Rückzug anderer Parteien

Die übrigen Parteien ziehen sich nach Ansicht des Forschers aus der Fläche zurück. Das macht er am Beispiel von Bürgermeisterwahlen fest. «Wir müssen uns, glaube ich, keine Illusionen darüber machen, dass die AfD gute Chancen hat, in den kommenden Jahren weitere kommunale Spitzenämter zu erringen, insbesondere auf der Ebene der Bürgermeister», sagte Botsch.

Mit René Stadtkewitz gewann am 10. Mai erstmals ein AfD-Kandidat eine Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister in Brandenburg. «Dass es der AfD in Zehdenick im ersten Durchgang gelungen ist, ist schon alarmierend», sagte Botsch. «Das Entscheidende ist, dass hier die demokratischen Parteien – sieht man von einem Kandidaten der FDP ab, die ja in Brandenburg im Landtag nicht vertreten ist -, überhaupt keinen Kandidaten aufgestellt hatten.» Daraus sollten sie «dringend lernen». Er verwies auch auf den Trend, dass zunehmend unabhängige Kandidaten gewinnen.

Forscher: AfD radikalisiert sich weiter

Die AfD rückt dem Forscher zufolge weiter nach rechts. «Dabei wird die Partei immer rechtsextremer, sie radikalisiert sich immer weiter und sie nimmt immer mehr Elemente des Neonazismus in sich auf, zumindest im Land Brandenburg», sagte Botsch. «Sie tut das in der Zwischenzeit auch ganz offen und unverhohlen.» Er verwies auf einen Beitrag des AfD-Landtagsabgeordneten Dominik Kaufner bei Instagram, wo er den 8. Mai 1945 nicht als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, sondern als Tag der Vernichtung bezeichnet hatte. «Das sind wir bisher nur aus dem Neonazismus gewohnt, und das ist die Tendenz, die die Partei geht.»

Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft die AfD als rechtsextremistisch ein. Die Partei geht dagegen vor. Die AfD ist auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen als rechtsextremistisch eingestuft worden – in Niedersachsen liegt die Einstufung wegen einer Klage vorerst auf Eis. Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf die AfD nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln im Eilverfahren vorerst nicht als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen und entsprechend beobachten. Eine Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus.

Teilen FacebookTwitterWhatsappEmail
Fremdeninfo

Redaktioneller Fokus auf Recht, Politik und Soziales im Kontext von Migration. Wir beobachten Hintergründe und stärken die Position von Einwanderern und Geflüchteten.

vorheriger Beitrag
Eine kurze Reise durch die amerikanische Literatur
nächster Beitrag
Bulgarien gewinnt den Eurovision Song Contest 2026

Ähnliche Beiträge

Gysi drischt auf CDU ein und verharmlost Fehler der Linken

7 Oktober 2026

Historische Wahl in Magdeburg: Die Brandmauer fällt zusammen – und mit ihr die...

6 Oktober 2026

Offener Brief: Unterstützung für die Linke in Neukölln

6 Oktober 2026

Deutscher Buchpreis: Heimat als sinnloser Begriff

6 Oktober 2026

ritische Grüne erklären Zionismus zu Rassismus – Netanjahu wirft der britischen Regierung „Beschwichtigung...

5 Oktober 2026

Aufruf von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein an die CDU: Die AfD nicht ausgrenzen

5 Oktober 2026

Beliebte Artikel

  • Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025

    22 Juli 2025
  • Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?

    28 April 2026
  • Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche

    4 Dezember 2025
  • Journalist und Aktivist Hakan Tosun stirbt nach brutalem Angriff

    14 Oktober 2025
  • Der Löwenanteil -Para _Şêr

    19 August 2025

Unser Team

Cumali Yağmur

Verantwortliche Redaktor

Ayşe Eker

Ayşe Eker

Redaktorin

Erdoğan Sedef

Erdoğan Sedef

Redaktor

Rojin Erten

Rojin Erten

Redaktor

Can Taylan Tapar

Can Taylan Tapar

Redaktor

Halit Yaşar Demirbağ

Halit Yaşar Demirbağ

Redaktor

Kategorien

  • Allgemein
  • Archive
  • Impressum
  • Politik
  • Religion
  • Flüchtlinge
  • Kultur
  • Frauen
  • Jugend
  • Salafismus
  • Veranstaltungen
  • Information
  • Rassismus
  • Antisemitismus
  • Fremdenfeindlichkeiten
  • Bildung
  • Featured

Neueste Artikel

  • Gysi drischt auf CDU ein und verharmlost Fehler der Linken

    7 Oktober 2026
  • Historische Wahl in Magdeburg: Die Brandmauer fällt zusammen – und mit ihr die CDU

    6 Oktober 2026
  • Offener Brief: Unterstützung für die Linke in Neukölln

    6 Oktober 2026
  • Deutscher Buchpreis: Heimat als sinnloser Begriff

    6 Oktober 2026
  • Ministerium mit Umsetzung von Kopftuchverbot zufrieden

    6 Oktober 2026

Über uns

Die „Fremden“ Info-Zeitung ist eine in Niedersachsen ansässige Redaktion, die sich auf die rechtlichen, politischen und sozialen Angelegenheiten von Einwanderern und Flüchtlingen konzentriert. Wir beobachten und analysieren relevante Entwicklungen in der Region Hannover und vertreten die Interessen von Mitbürgern mit Migrations- und Fluchthintergrund bei Behörden, Verbänden und politischen Parteien.

Protest gegen Polizeieinsatz bei kurdischer Gedenkveranstaltung in Hannover

3 Oktober 2026

Neueste Artikel

Historische Wahl in Magdeburg: Die Brandmauer fällt zusammen – und mit ihr die CDU
6 Oktober 2026
Offener Brief: Unterstützung für die Linke in Neukölln
6 Oktober 2026
Deutscher Buchpreis: Heimat als sinnloser Begriff
6 Oktober 2026

Hervorgehoben

Statistik: Bürgergeld-Bezieher nach Nationalitäten – Stand Anfang 2025
22 Juli 2025
Ermittlungen gegen Ex-SPD-Ratsfrau Iri: Was ist am Kronsberg wirklich passiert?
28 April 2026
Appell für Gerechtigkeit: Frauen der AABF wehren sich gegen Willkür und Rechtsbrüche
4 Dezember 2025
  • Startseite
  • Anmelden
  • Über uns
  • Kontakt
  • Datenschutzerklärung
  • Newsletter
  • Impressum
Fremdeninfo
  • Startseite
  • Flüchtlinge
  • Politik
  • Kultur
  • Religion
  • Rassismus
  • Frauen
  • Jugend
  • Bildung