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Entwarnungen nach Bombendrohungen gegen Moscheen und Linken-Zentrale

von Fremdeninfo 24 Juli 2019
von Fremdeninfo 24 Juli 2019
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Entwarnungen nach Bombendrohungen gegen Moscheen und Linken-Zentrale

Von

dtj-online


steht vor der Merkez-Moschee. Die Ditib-Moschee in Duisburg ist nach einer Bombendrohung am Montag geräumt, weiträumig abgesperrt und durchsucht worden. Am Vormittag sei eine Drohung per E-Mail eingegangen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Man gehe von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus. Foto: Federico Gambarini/dpa

Eine Serie von Bombendrohungen gegen Moschee-Gemeinden schreckt auf: Diesmal sind Gotteshäuser in Duisburg, Mannheim und Mainz betroffen. Auch die Parteizentrale der Linken musste evakuiert werden.

Moscheen des türkisch-islamischen Dachverbands Ditib in Duisburg, Mannheim und Mainz sowie die Linken-Parteizentrale in Berlin sind nach Bombendrohungen am Montag geräumt und durchsucht worden – letztlich gab die Polizei in allen Fällen Entwarnung. In Duisburg und Berlin waren von Unbekannten verschickte Drohschreiben jeweils mit «Combat 18» unterzeichnet. Bei «Combat 18» handelt es sich um ein gewaltbereites, rechtsextremes Netzwerk, das in mehreren europäischen Ländern aktiv ist. Die Gruppe gilt als bewaffneter Arm des verbotenen Neonazi-Netzwerks «Blood & Honour» (Blut und Ehre). Die 18 ist ein Szenecode für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, also A und H – die Initialen von Adolf Hitler.

Die Bundeszentrale der Linken wurde vorübergehend geräumt. Nach Angaben einer Parteisprecherin ging am Vormittag eine E-Mail im Karl-Liebknecht-Haus ein, in dieser sei es um eine Bombe im Gebäude gegangen. Rund 40 bis 50 Mitarbeiter der Parteizentrale hätten das Gebäude verlassen. Eine Polizeisprecherin sagte nach Prüfung der Droh-Mail, eine Ernsthaftigkeit sei verneint worden. Auch eine Durchsuchung der Parteizentrale fand demnach nicht statt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittele gegen unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat. Der Staatsschutz ist eine Abteilung der Polizei, die immer dann übernimmt, wenn es um politisch motivierte Kriminalität geht.

Ditib-Moschee Duisburg: Unbekannte drohen mit Zündung einer Bombe

Die Beamten in Duisburg teilten mit, am Vormittag sei beim Vorstand der Zentralmoschee der Ditib eine E-Mail eingegangen, in der Unbekannte mit der Zündung einer Bombe am Nachmittag gedroht hätten. Man habe sämtliche Räume evakuiert, das Gelände abgesperrt – und nach intensiver Durchsuchungsaktion auch mit einem Sprengstoffspürhund keine verdächtigen Gegenstände gefunden.

Auch die Ditib-Moschee in Mainz wurde nach einer Bombendrohung durchsucht. Dabei seien auch Hunde eingesetzt worden, es sei aber nichts gefunden worden, berichtete ein Polizeisprecher. Nach einer Bewertung des Landeskriminalamtes in Mainz sei die Moschee vorsichtshalber abgesperrt und durchsucht worden. Zu dem Absender des Drohschreibens und den Hintergründen gab es zunächst keine Angaben.

Mehrere Drohungen gegen Moscheen

Auch in der Ditib-Moschee in Mannheim habe eine Durchsuchung nach einer Bombendrohung keine Hinweise ergeben, teilte ein Polizeisprecher mit. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

In diesem Monat hatte es bereits Bombendrohungen gegen Moscheen in Iserlohn und München sowie gegen die Ditib-Zentralmoschee in Köln – den bundesweit größten Moscheekomplex – gegeben. Auch in diesen Fällen hatte die Polizei nach umfangreichen Durchsuchungen Entwarnung gegeben.

Das Sicherheitsempfinden in vielen der 857 Ditib-Gemeinden in Deutschland sei empfindlich gestört, hatte der Vorsitzende des Ditib-Bundesverbands, Kazim Türkmen, jüngst betont. Man hoffe auf «Solidarität und Beistand

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