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Treffpunkt für Salafisten: Terror-Finanzierung? Ermittler durchsuchen Berliner Moschee

von Fremdeninfo 18 Dezember 2018
von Fremdeninfo 18 Dezember 2018
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Treffpunkt für Salafisten: Terror-Finanzierung? Ermittler durchsuchen Berliner Moschee

Verdacht steht im Raum  

Terror-Finanzierung? Ermittler durchsuchen Berliner Moschee

18.12.2018, 15:35 Uhr | dpa

Ermittler durchsuchen im Berliner Stadtteil Wedding Räume einer Moschee. Foto: Paul Zinken. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) – Einen Tag vor dem zweiten Jahrestag des islamistischen Terroranschlags in Berlin ist die Polizei mit einer Razzia gegen die Salafisten-Szene in der Hauptstadt vorgegangen. Polizisten durchsuchten die As-Sahaba-Moschee im Stadtteil Wedding sowie mehrere Wohnungen und andere Räume.

Der 45-jährige Imam der Moschee soll einem dschihadistischen Terroristen in Syrien Geld „für den Erwerb von Ausrüstungsgegenständen zur Begehung terroristischer Straftaten“ zur Verfügung gestellt haben, wie die Staatsanwaltschaft über Twitter mitteilte.

Die As-Sahaba-Moschee wurde 2016 auch von dem späteren islamistischen Attentäter Anis Amri besucht, wie aus Unterlagen des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum Terroranschlag am 19. Dezember 2016 hervorgeht.

Die Räume der Moschee in einem Berliner Altbau liegen nur wenige hundert Meter entfernt vom Friedrich-Krause-Ufer im Stadtteil Moabit, wo Amri einen polnischen LKW-Fahrer erschoss und dessen Lastwagen für den Anschlag entführte. Nicht weit entfernt davon befand sich damals auch die ebenfalls salafistische Fussilet-Moschee, in der Amri zeitweise wohnte.

Bei den aktuellen Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft geht es um den Verdacht der Unterstützung und Finanzierung von Terroristen. Beschuldigter ist der Imam Abul Baraa, der eigentlich Ahmad A. heißt. Die Polizei beschlagnahmte Datenträger wie Computer, USB-Sticks, Festplatten und Smartphones. Diese Speichermedien sollen nun ausgewertet werden, wie ein Polizeisprecher sagte.

Auf Fotos ist zu sehen, wie vermummte Polizisten vor einem Berliner Mietshaus stehen. Ebenfalls vermummte Zivilbeamte tragen Computer, Säcke und Kartons aus dem Haus und verladen sie in Autos. Im Einsatz waren insgesamt etwa 100 Beamte. Unterstützt wurde der für politisch motivierte Kriminalität zuständige Staatsschutz der Polizei auch von einem Spezialeinsatzkommando. Wo die weiteren Durchsuchungen waren teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Die As-Sahaba-Moschee wird vom Berliner Verfassungsschutz beobachtet, weil sie wie die Al-Nur-Moschee in Neukölln und die Ibrahim-al-Khalil-Moschee in Tempelhof als Treffpunkt radikaler Salafisten gilt. In ihrem Bericht über 2017 schreiben die Verfassungsschützer, die As-Sahaba-Moschee und der Trägerverein „Die Gefährten“ zählten seit Jahren zu den bekannten salafistischen Institutionen Berlins. „Die Moschee und ihr Imam „Abul Baraa“ sind dem politischen Salafismus zuzurechnen.“

Der Imam habe seine salafistischen Ansichten auch bei Vorträgen in anderen Moscheegemeinden in Dortmund, Dormagen (NRW), Bendorf (Rheinland-Pfalz), Pforzheim (Baden-Württemberg) und Braunschweig (Niedersachsen) verbreitet, so der Verfassungsschutz. Der Prediger sei ein bedeutender Multiplikator salafistischer Ideologien.

Die As-Sahaba-Moschee sei zudem ein überregionaler Anziehungspunkt für salafistisch Interessierte, was sich an sogenannten Islamseminaren und -kursen mit bekannten Gastpredigern aus Bonn und Leipzig zeige, heißt es in dem Bericht. „In der Regel achten die Prediger in ihren Vorträgen darauf, dass ihre Äußerungen keinen Anlass für staatliche Sanktionen bieten. Problematisch sind diese Seminare dennoch, weil sie einen Rahmen für Gruppenbildung und die Beeinflussung mit extremistischem Gedankengut durch oft charismatische Vortragende bieten.“

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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