TU Berlin: Sicherheitsmitarbeiter nach Angriff auf kurdische Studierende entlassen

von Fremdeninfo

Von: Avrupa Demokrat

Die Technische Universität Berlin (TU Berlin) hat bekannt gegeben, dass Sicherheitsmitarbeiter, die kurdische Studierende an einem Informationsstand in der Universitätsbibliothek gewaltsam angegriffen hatten, entlassen wurden. In einer Erklärung des Rektorats wurden die Aufnahmen des Vorfalls als „herzzerreißend“ bezeichnet sowie rassistische und gewalttätige Handlungen verurteilt.

Die Leitung der TU Berlin gab eine schriftliche Stellungnahme zu dem harten Eingreifen des Sicherheitspersonals bei einer Informationsveranstaltung kurdischer Studierender ab. In der Erklärung vom 1. Februar 2026 hieß es, dass die Videoaufnahmen des Vorfalls „herzzerreißend“ seien und die Universität nachdrücklich für ein gewaltfreies Umfeld einstehe.

„Es ist schmerzhaft, die Videos zu sehen“

Das Rektorat der TU Berlin, eine der 20 größten Universitäten Deutschlands, erklärte: „Wir verurteilen Gewalt gegen friedliche Demonstrationen klar und deutlich. Der Vorfall wird umgehend untersucht, und es werden die notwendigen strengen Maßnahmen ergriffen.“ Die Universität betonte, dass sie eine Bildungsumgebung fördere, die „frei von Gewalt ist und auf einer Kultur des Zusammenlebens basiert“, und kündigte an, eng mit den betroffenen Studierenden zusammenzuarbeiten.

In einem heute auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Universität veröffentlichten Beitrag hieß es zudem: „Die betreffenden Sicherheitskräfte sind nicht mehr an der Technischen Universität Berlin tätig. Das zuständige Sicherheitsunternehmen hat uns über diese Entscheidung informiert.“

Studierende: Angriff war rassistisch und transphob motiviert

Der Verband der Kurdischen Studierenden in Berlin teilte über die sozialen Medien mit, dass sich der Vorfall am Montag, den 26. Januar 2026, ereignete. Die Studierenden gaben an, dass sie während einer Informationsveranstaltung über Rojava im Bibliotheksgebäude einem „rassistischen Angriff“ ausgesetzt waren.

Laut der Erklärung wollten die Studierenden das Gebäude nach der Intervention des Sicherheitspersonals bereits verlassen, doch ein Sicherheitsmitarbeiter hielt ein Mitglied der Gruppe fest. In den verbreiteten Aufnahmen ist zu sehen, wie der Wachmann die Verfolgung fortsetzt, obwohl die Person versucht zu entkommen, und eine Studentin an den Haaren zieht und über den Boden schleift.

Die Kurdische Studierendenorganisation verurteilte den Angriff mit den Worten: „Ein solch hartes Vorgehen gegen eine friedliche Veranstaltung ist äußerst ungerecht und unverhältnismäßig.“ In der Erklärung wurde zudem darauf hingewiesen, dass der Angriff „rassistische und transphobe“ Motive enthielt…

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