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Startseite Religion

Schleswig-Holstein will Muslimen Freistellung für Feiertag erlauben

von Cumali Yağmur 14 Oktober 2025
von Cumali Yağmur 14 Oktober 2025
Kinder bei einem Iftar in einer Moschee in Berlin. IMAGO / Anadolu Agency
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 Von: Peter Althaus/ Focus

Wie können Muslime in Schleswig-Holstein als Beamte, Beschäftigte oder Schüler mit ihren Feiertagen umgehen? Ein Vertrag sichert jetzt die Möglichkeit der Freistellung. Das betrifft zwei Tage im Jahr.

Beamte, Beschäftigte und Schüler muslimischen Glaubens in Schleswig-Holstein können künftig an zwei islamischen Feiertagen freigestellt werden. Das gilt jeweils für den ersten Tag des Ramadan– und des Opferfestes, wie das Kulturministerium mitteilte. Das Land und der Landesverband der Islamischen Kulturzentren Norddeutschland schlossen einen entsprechenden Vertrag.

Schleswig-Holstein regelt gelebte Praxis

Beide Seiten betonten die Wichtigkeit eines respektvollen und friedlichen Miteinanders in Schleswig-Holstein. Der Vertrag schaffe eine rechtliche Absicherung der bisher gelebten Praxis. Schülerinnen und Schüler können sich so an den Tagen vom Unterricht befreien lassen – gleiches gilt für Lehrkräfte muslimischen Glaubens. Arbeitnehmer und Beamte können eine Freistellung beantragen, müssen in der Regel aber einen Urlaubstag dafür aufwenden. Die gleiche Regelung gilt zum Beispiel auch für Protestanten, die am Buß- und Bettag freihaben wollen.

Andere Bundesländer haben solche Regelungen bereits für jüdische, muslimische oder christlich-orthodoxe Feiertage. In Bayern beispielsweise sind „jüdische, christlich-orthodoxe und muslimische Schülerinnen und Schüler “ an „Feiertagen ihrer Religionsgemeinschaft ohne besonderen Antrag von der Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht und sonstigen schulischen Veranstaltungen befreit“. Auch in Hamburg gilt eine ähnliche Regelung bereits

Kritik an Feiertagen für Muslime

Schleswig Holsteins Kulturministerin Dorit Stenke (CDU) betonte, der Vertrag sei ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften. Ein zentrales Anliegen sei die Stärkung der Bildungsarbeit: Der Vertrag unterstreicht das Recht des Landesverbands, eigene Bildungs- und Kultureinrichtungen zu betreiben sowie Imame auszubilden.

Perspektivisch soll der Vertrag auch die Einführung eines Unterrichtsfachs zu islamischer Religion an den Schulen Schleswig-Holsteins vorbereiten.Dafür müssten laut „Kieler Nachrichten“ jedoch bestimmte Vorraussetzungen zu Schülerzahl und Qualifikation der Lehrer erst noch erfüllt werden.

Kritik gibt es hingegen von der FDP in Schleswig-Holstein. Diese richtet sich aber größtenteils gegen die Befreiung vom Unterricht für Kinder: „Wir haben großen Respekt vor den verschiedenen Religionen und ihren Feiertagen, aber wir sind der Meinung, dass Schulunterricht nicht aus religiösen Gründen verpasst werden sollte“, sagte Landtagsfraktionschef Christopher Vogt. „Das ist das völlig falsche Signal.“

Mit Material von dpaon

 

 

 

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Cumali Yağmur

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