Die türkische Gemeinde geht in Einigkeit und Geschlossenheit in die Frankfurter Ausländerbeiratswahl

von Cumali Yağmur

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Wählerinnen und Wähler,

wie der Öffentlichkeit bekannt ist, finden am Sonntag, den 15. März 2026, in Hessen gleichzeitig die Kommunalwahlen und die Wahlen zum Ausländerbeirat statt. Bisher erfolgte die Stimmenauszählung nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren, das kleine Parteien oder Wählergruppen begünstigte, um eine höhere demokratische Vielfalt zu gewährleisten. Da die großen politischen Parteien jedoch der Ansicht waren, dass dieses System zu einer starken Zersplitterung in den Parlamenten führt und dies zu ihrem Nachteil gereichte, wurde auf das D’Hondt-Verfahren umgestellt, welches größere Parteien und Wählergruppen bevorzugt. Dieses neue System führte bereits in der Vergangenheit dazu – insbesondere da EU-Bürger bei zeitgleichen Wahlen verstärkt auch am Ausländerbeirat teilnahmen und sich etablierte deutsche Parteien ebenfalls in diesem Bereich engagierten –, dass türkische Listen erhebliche Nachteile erfuhren. Da bei der Wahl am 15. März 2026 erstmals das D’Hondt-Verfahren angewendet wird, würde eine mangelnde Einigkeit unter den türkischen Listen diese ohnehin schwierige Situation verschärfen. Es würde für kleinere türkische Listen deutlich schwerer, wenn nicht gar unmöglich werden, in den Frankfurter Ausländerbeirat gewählt zu werden.

Angesichts dieser negativen Aussichten hat die Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Türkischer Moscheevereine (Frankfurt Türk Cami Dernekleri Çalışma Birliği) einen umfassenden Beratungs- und Vorbereitungsprozess initiiert. Zu diesem Prozess wurden Vertreter und Meinungsführer zahlreicher Vereine eingeladen, darunter: Hamidiye Moschee, Niederrad Mevlana Moschee, Yunus Emre Kulturzentrum, ATIB Frankfurt, Fechenheim Eyüp Sultan Moschee, IKMB Frankfurt, DITIB Höchst, HE-ADD, TÖB, DTGB, MTK-Gruppe, Frankfurt ADD, Kulturtreff, UID Hessen, Haci Bayram Veli Moschee, sowie die Heimatvereine aus Yozgat, Gaziantep, Eskişehir, Sarılar und Helete, die Syrische Gemeinde Frankfurt, der Gewerbeverein Frankfurt Bahnhofsviertel und Frankfurt Türkgücü. In den verschiedenen Beratungsgesprächen wurde unter Berücksichtigung der oben genannten Gründe beschlossen, als Vertreter der türkischen Gemeinschaft geschlossen mit einer gemeinsamen Liste an der Wahl zum Frankfurter Ausländerbeirat teilzunehmen.

In Übereinstimmung mit diesem Beschluss wurde entschieden, keine neue Liste zu gründen (was erneute Unterstützungsunterschriften erfordert hätte), sondern mit der bereits im Frankfurter Ausländerbeirat aktiven Liste „Ausländische Interessenvertretung – A.I.V.“ anzutreten. Der entsprechende Antrag wurde beim Wahlamt der Stadt Frankfurt eingereicht. Vor Kurzem hat das Wahlamt in einer öffentlichen Sitzung die zugelassenen Listen und Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung, die Ortsbeiräte und den Frankfurter Ausländerbeirat (KAV Frankfurt) bekannt gegeben und die Reihenfolge auf den Stimmzetteln per Los ermittelt. Demnach wird die Liste „Ausländische Interessenvertretung – A.I.V.“ auf Platz 3 der Wahlliste für den Ausländerbeirat stehen.

Die Kandidaten der Liste 3 „Ausländische Interessenvertretung – A.I.V.“ sind:

  1. Abdullah Kaya
  2. Mahmut Gayretli
  3. Yelda Acar-Gösterişli
  4. Cengizhan Şahin
  5. Bilal Can
  6. Pele Demir
  7. Zafer Burakcin
  8. Hamza Çalışkan
  9. Yunus Ayhan
  10. Alpay Duru
  11. Orhan Can
  12. Şaban Duran
  13. Ayşe Kurt
  14. Mustafa Güler
  15. Habip Alkan
  16. Abdullah Akın
  17. Faruk Yıldırım
  18. Nazım Alemdar
  19. Celal Dinçer
  20. Aygül Klein

Die Liste 3 „Ausländische Interessenvertretung – A.I.V.“ tritt mit dem Slogan:
„Gut, dass wir hier leben! Auf! Gehen wir wählen! – İyi ki burada yaşıyoruz! Haydi! Seçime gidelim!“
an und wirbt mit folgenden Forderungen um das Vertrauen und die Stimmen unserer Bürger mit türkischem Pass:

  • Schluss mit der Diskriminierung zwischen EU- und Nicht-EU-Ausländern!
  • Chancengleichheit in der Bildung.
  • Förderung der Zweisprachigkeit.
  • Bezahlbarer Wohnraum für alle.
  • Ein gerechtes und soziales Frankfurt für jeden.
  • Förderung der interkulturellen Kompetenz und Öffnung sozialer Institutionen.
  • Institutionelle Integration und Gleichbehandlung muslimischer Organisationen.

Vergessen Sie nicht: Der Frankfurter Ausländerbeirat ist die einzige Institution, die Sie durch Ihre Stimmen wählt und die Sie demokratisch vertritt.

Das Wahlamt Frankfurt wird in den kommenden Tagen die sogenannte „Wahlbenachrichtigung“ an alle Wahlberechtigten versenden, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Wochen in Frankfurt wohnen. Dieses Dokument ist äußerst wichtig und darf auf keinen Fall verloren gehen oder weggeworfen werden. Mit dieser Benachrichtigung oder online unter

können Sie die Briefwahl beantragen. Wir sind jederzeit bereit, Ihnen dabei behilflich zu sein. Bitte kontaktieren Sie uns unbedingt, wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung erhalten, damit wir Sie unterstützen können.

Hierfür können Sie uns als Kandidaten unter folgenden Telefonnummern erreichen oder uns eine WhatsApp-Nachricht schicken:

  • Abdullah Kaya – Tel.: 0176/95495706
  • Mahmut Gayretli – Tel.: 0152/21590265
  • Yelda Acar-Gösterişli – Tel.: 0179/6907200
  • Cengizhan Şahin – Tel.: 0177/9662170
  • Bilal Can – Tel.: 0173/4673021

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Wählerinnen und Wähler,

wir bitten um Ihre Stimme, um Sie in unserer Stadt Frankfurt, in der wir gerne leben, demokratisch zu vertreten und Ihnen zu dienen. Wir ersuchen Sie höflich, Ihre Stimme per Briefwahl oder am Sonntag, den 15. März 2026, an der Urne der Liste 3 „Ausländische Interessenvertretung – A.I.V.“ zu geben.

Gut, dass wir hier leben! Auf! Gehen wir wählen! Geben wir unsere Stimmen der Liste 3 „Ausländische Interessenvertretung – A.I.V.“!

Herzliche Grüße

Die Kandidaten der Liste 3 „Ausländische Interessenvertretung – A.I.V.“

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