Cumali Yağmur
Die USA und Israel bombardieren den Iran seit 11 Tagen ununterbrochen aus der Luft, als wollten sie das Land dem Erdboden gleichmachen. Das Land gleicht einem Schlachtfeld, und viele Regionen wurden völlig zerstört. Infolge der US-amerikanischen und israelischen Bombardierungen im Iran haben zehntausende Menschen ihr Leben verloren, und die Bevölkerung wurde aus ihrer Heimat vertrieben. Mit ihren imperialistischen Ambitionen verwandeln sie den Nahen Osten in ein Blutbad, und dieser Krieg droht sich immer weiter auszuweiten.
Während Israel einerseits den Iran bombardiert, nimmt es andererseits Milizen im Osten der libanesischen Hauptstadt Beirut ins Visier. Beirut hat schwere Zerstörungen erlitten, und die Infrastruktur der Stadt ist vollständig zusammengebrochen. Man darf eines nicht vergessen: Durch Bomben, die ein Land und seine Zivilbevölkerung vernichten, wird niemals Demokratie einkehren.
Ein Teil der in Europa lebenden Iraner ging anfangs auf die Straße und unterstützte die Bombardierungen der USA und Israels in der Hoffnung, dass das Regime von Ali Khamenei gestürzt würde. Doch als der Krieg andauerte und ihre Angehörigen im Iran zu sterben begannen, erkannten sie ihren großen Fehler; nun erheben auch sie ihre Stimmen gegen den Krieg.
In Europa und auf der ganzen Welt müssen die Menschen gegen diesen schmutzigen Krieg auf die Straße gehen und diese Aggression protestieren. Im Krieg sterben nicht nur Kinder, Frauen und Zivilisten, auch die Natur erleidet eine enorme Zerstörung. Die Unterdrückung, der Druck und die Hinrichtungen, die das Mullah-Regime seit 47 Jahren am Volk verübt, sind in keiner Weise zu verteidigen; dieses repressive Regime muss auf das Schärfste verurteilt werden. Doch beim Protest müssen beide Seiten – sowohl die externe Intervention als auch die Unterdrückung durch das Regime – ins Visier genommen werden, und es muss Solidarität mit den Völkern des Irans gezeigt werden.
In diesem Krieg morden imperialistische Mächte, um ihre Gewinne im Sinne ihrer eigenen Interessen zu steigern. Die Völker des Nahen Ostens sind in großer Sorge; im Iran versuchen Hunderttausende, vor den Bombardierungen zu fliehen und das Land zu verlassen. Diese verzweifelte Lage der Zivilbevölkerung muss berücksichtigt werden; es muss endlich erkannt werden, dass dieser Krieg den Völkern des Nahen Ostens nichts als Blut, Leid und Zerstörung bringt.
In diesem Krieg darf niemals Partei ergriffen werden; im Gegenteil, Gewalt muss in jeder Form entschieden abgelehnt werden. Die USA und die CIA haben versucht, die Kurden gegen das iranische Volk aufzuhetzen, indem sie Gespräche mit kurdischen Führern im Iran, im Irak und in Syrien führten. Die Kurden jedoch erklärten, dass sie in ihrer Region solidarisch mit den Völkern des Irans stehen und einen gemeinsamen Willen zeigen.
Die USA und Israel wollen ihre Angriffe fortsetzen, indem sie nicht nur den Iran bombardieren, sondern auch die Völker gegeneinander aufhetzen. Die Völker der Welt müssen diese Aggression der USA und Israels sowie den Bombenhagel auf Zivilisten sehen und verurteilen. Die europäische und die weltweite Öffentlichkeit müssen ihre Stimme gegen diese aggressive Politik erheben.
Während die entschlossene Haltung Spaniens innerhalb der EU-Länder ein Vorbild darstellt, ist der Kriegsaufruf des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz gemeinsam mit US-Präsident Trump nicht mit einem demokratischen Verständnis vereinbar. Die EU-Länder müssen ihre Stimme gegen diesen schmutzigen Krieg erheben und die Parteien an den Friedenstisch zwingen.
Unter diesem Krieg leidet nicht nur der Nahe Osten, sondern auch die Länder der Europäischen Union und die ganze Welt. Während in Deutschland die Benzin- und Lebensmittelpreise steigen, nimmt die Inflation stetig zu und der Lebensstandard der Bevölkerung sinkt. Der Krieg hat die ganze Welt wirtschaftlich und sozial getroffen; solange er andauert, werden diese Auswirkungen noch weitaus verheerender sein.
Es ist notwendig, die USA und Israel an den Verhandlungstisch zu zwingen und zu beweisen, dass Demokratie nicht durch Krieg in ein Land gebracht werden kann. Es müssen sofort Schritte für den Frieden unternommen werden; diese aggressive und zerstörerische Haltung muss aufgegeben werden. Dort, wo kein Friede herrscht, können weder Demokratie noch Menschenrechte etabliert werden.