Von: Mehmet Tanlı/ Hamm
Zum diesjährigen Tag für Migrantenorganisationen und -vereine, der von der Stadt Hamm im Gerd-Bucerius-Saal organisiert wurde, kamen zahlreiche Ehrenamtliche, Gäste und Referenten aus der Zivilgesellschaft, der Politik, verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sowie der Polizei zusammen.
An der Veranstaltung, die von Sabahattin Şentürk vom Amt für sozialen Zusammenhalt organisiert und moderiert wurde und bei der zahlreiche Experten sprachen, nahmen insgesamt knapp 150 Personen teil – darunter Vertreter aus 40 Migrantenorganisationen und -vereinen. Die Teilnehmer folgten der Einladung des Amtes für sozialen Zusammenhalt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Migrantenorganisationen, ihre Rolle, Fördermöglichkeiten und Unterstützung sowie ihre Herausforderungen und die Frage, welche Projekte gemeinsam auf kommunaler Ebene umgesetzt werden können.
Migrantenvereine leisten einen großen Beitrag zur Integration
Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung der Teilnehmer durch Sabahattin Şentürk und der Präsentation des Programmablaufs an der Wand. Şentürk betonte in seiner Rede: „Migrantenorganisationen leisten in Hamm seit vielen Jahren einen unverzichtbaren und sehr wertvollen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt, zur Teilhabe und zum friedlichen, demokratischen Miteinander. Vielfalt ist in unserer Stadt eine gelebte Realität, und diese Menschen sind längst in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vertreten. Ihr Engagement ist unbezahlbar. Wenn auf Augenhöhe mit ihnen zusammengearbeitet und sie unterstützt werden, ist ihr Erfolg garantiert.“ Anschließend sprach Tobias Tigges vom Kommunalen Integrationszentrum als weiterer Gastgeber.
Die erste Rede der Tagung hielt Şenol Ünlü, der Vorsitzende der „Kommission für Chancengleichheit und Integration“ der Stadt Hamm (dem ehemaligen Integrationsrat). Danach folgten Beiträge von Sinan Kumru, Fachberater für Migrantenorganisationen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV), Christian Möller, dem stellvertretenden Leiter des Stadtarchivs, Alex Hoppe und Lisa Borghardt von der Ausländerbehörde, dem Polizeibeamten Christoph Graf von der Polizeibehörde Hamm (Zuständigkeitsbereich Migranten sowie interkultureller und interreligiöser Dialog) sowie Meryem Öztop, Expertin der Fachstelle Leben im Alter und Wertschöpferin.
Im Anschluss an die Präsentationen stellten die Teilnehmer und Vereinsvertreter Fragen an die Referenten. Die Anwesenden forderten bezüglich der Online-Terminvergabe bei der Ausländerbehörde sowie bei Aufenthaltstitelverlängerungen und Einbürgerungen mehr Flexibilität und eine raschere Bearbeitung. Zudem regten sie Sonderregelungen für ältere Menschen mit geringen Deutschkenntnissen an und kritisierten, dass monatelange Bearbeitungszeiten bei Aufenthalts- und Einbürgerungsverfahren die Menschen zermürben und die Integration hemmen.