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„Nein zum Krieg“ – Spaniens Sanchez stellt sich gegen USA und Israel

von Fremdeninfo 13 März 2026
von Fremdeninfo 13 März 2026
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Von: Artikel von Rafael Salido / Euronevws Detusch

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez trat am Mittwoch vor die Medien, um – wie er sagte – die „Position“ seiner Regierung zur „Krise“ im Nahen Osten zu erläutern. Ausgelöst wurde diese durch Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran.

Dabei reagierte Sánchez auf Äußerungen seines US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump, der Spanien am Vortag als „schrecklichen Partner“ bezeichnet und angekündigt hatte, den gesamten Handel zwischen beiden Ländern blockieren zu wollen.

Ich wende mich an Sie, um Sie über die im Nahen Osten ausgebrochene Krise, die Position der spanischen Regierung und die von uns ergriffenen Maßnahmen zu informieren“, begann Sánchez seine Pressekonferenz.

„Die Position der spanischen Regierung lässt sich in vier Worten zusammenfassen: Nein zum Krieg.“

Sánchez’ Auftritt erfolgt, nachdem er sein Veto gegen die Nutzung der Militärstützpunkte Morón und Rota für die Kampagne gegen den Iran eingelegt hatte. Die spanische Regierung bezeichnete diese Operation aus dem Regierungssitz La Moncloa heraus als „illegal“.

In diesem Zusammenhang erklärte der Ministerpräsident, man könne nicht „auf eine Illegalität mit einer anderen antworten“. Zugleich brachte er die „Solidarität“ des spanischen Volkes mit den neun Ländern zum Ausdruck, die nach dem ersten Angriff der Vereinigten Staaten und Israels am vergangenen Samstag unter den „wahllosen“ Angriffen des iranischen Regimes leiden.

Die Position Spaniens ist in diesem Moment klar und deutlich. Es ist dieselbe Position, die wir auch im Zusammenhang mit der Ukraine und mit Gaza vertreten haben: Erstens – nein zum Bruch des internationalen Rechts, das uns alle schützt, insbesondere die Wehrlosesten, die Zivilbevölkerung. Und zweitens – nein zu der Annahme, dass die Welt ihre Probleme nur durch Konflikte und Bomben lösen kann“, erklärte Sánchez.

„Die Frage ist nicht, ob wir für die Ayatollahs sind oder nicht – das ist niemand“, sagte er. „Das spanische Volk ist es mit Sicherheit nicht, und die spanische Regierung natürlich auch nicht. Die eigentliche Frage ist vielmehr, ob wir auf der Seite der internationalen Legalität und damit des Friedens stehen oder nicht.“

Spaniens Außenminister kritisiert Merz

Trumps Äußerungen über Spanien am Vortag – einschließlich der Drohung, den Handel zwischen beiden Ländern zu stoppen – fielen während seines Treffens mit Bundeskanzler Friedrich Merz.

Dass dieser sich dabei nicht klar hinter Spanien stellte, sorgt nun für Unmut. Der spanische Außenminister José Manuel Albares warf dem Kanzler vor, seine Aussagen vor den Journalisten beim Treffen im Weißen Haus hätten den Eindruck erweckt, er unterstütze Donald Trump bei dessen Drohung, den Handel mit Spanien einzuschränken.

Merz wies diesen Eindruck später zurück. In den ARD-Tagesthemen sagte er, er habe Trumps Drohung im Nachhinein deutlich kritisiert. „Ich habe ihm sehr deutlich gesagt: Du kannst hier keinen isolierten Vertrag mit Deutschland abschließen oder einen Vertrag mit ganz Europa – aber Spanien nicht.“

Die „Fehler der Vergangenheit“ und das Azoren-Trio

Im Rahmen der Pressekonferenz am Mittwochvormittag rief Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez dazu auf, „die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen“, und bezog sich dabei auf den Krieg, den die Bush-Regierung vor 23 Jahren gegen den Irak unter dem Vorwand ausgelöst hatte, das Regime von Saddam Hussein entwickle Massenvernichtungswaffen, was sich schließlich als unwahr herausstellte.

Laut Sánchez hat dieser Krieg, bei dem der damalige US-Präsident George W. Bush von seinen britischen und spanischen Amtskollegen Tony Blair und José María Aznar unterstützt wurde, „das Gegenteil von dem bewirkt, was er beabsichtigt hatte“, indem er „die größte Welle der Unsicherheit auslöste, die unser Kontinent seit dem Fall der Berliner Mauer erlebt hat“.

Das war das Geschenk des Azoren-Trios an die Europäer von damals: eine unsicherere Welt und ein schlechteres Leben“, sagte Sánchez. Der spanische Regierungschef räumte jedoch ein, dass es „noch zu früh“ sei, um zu wissen, wie der gegenwärtige Konflikt im Nahen Osten enden werde. Er stellte jedoch kategorisch fest, dass klar sei, dass das Ergebnis „keine gerechtere internationale Ordnung“ sein werde.

Aus diesem Grund betonte der Sozialist, dass Spanien „gegen diese Katastrophe“ sei und forderte die USA, Israel und den Iran auf, den Konflikt zu beenden, „bevor es zu spät ist“.

„Niemand weiß, was jetzt passieren wird“, betonte Sánchez. „Es ist noch nicht einmal klar, wer den ersten Angriff gestartet hat, aber wir müssen uns darauf einstellen, dass dies ein langer Krieg sein wird“.

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