Von: Fahri Erfliz
Anlässlich des sechsten Jahrestages des rassistischen Attentats, das am Abend des 19. Februar 2020 durch den Rechtsextremisten Tobias R. in Hanau (Hessen) verübt wurde, wird der Opfer bundesweit mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen gedacht.
Gedenkfeier in Offenbach:
Die Gedenkfeier in Offenbach findet am Donnerstag, den 19. Februar, um 17:00 Uhr am Büsingpalast (Seite Berliner Straße) statt.
Gedenkveranstaltung in der Kreisstadt Dietzenbach am 19.02.2026
Die Anteilnahme in der Kreisstadt für den Dietzenbacher Sedat Gürbüz und die anderen Opfer – Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saraçoğlu – ist weiterhin groß. Zudem trauern wir um Ibrahim Akkuş, der am 10. Januar dieses Jahres an den Spätfolgen seiner Verletzungen vom 19. Februar 2020 verstorben ist.
Aus diesem Anlass lädt die Kreisstadt Dietzenbach erneut ein:
Am Donnerstag, den 19. Februar 2026, wird man sich bereits um 13:00 Uhr am Mahnmal am Stadtbrunnen in der Altstadt treffen, um in Solidarität mit den Angehörigen und Geschädigten der Ermordeten zu gedenken. Nach einer Rede von Herrn Ersten Stadtrat René Bacher werden am Mahnmal Blumen niedergelegt. Aufgrund des Beginns des Fastenmonats Ramadan wurde der Termin in Rücksprache mit Familie Gürbüz entsprechend vorverlegt.
Im Anschluss findet um 14:00 Uhr eine öffentliche Gedenkfeier für Sedat Gürbüz und mit ihm stellvertretend für die weiteren Opfer des Anschlags von 2020 auf dem Friedhof Dietzenbach statt.
„Dieser Schmerz ist kein Ereignis, das man so leicht vergisst“
Mehmet Canbolat
Der am 11. Februar 2024 völlig unerwartet verstorbene Journalist Mehmet Canbolat schrieb in der Februarausgabe 2020 (Nr. 295) der Zeitung Hessen Toplum in seiner Kolumne „Kum Saati“ (Sanduhr) folgende Zeilen:
„Dieser Schmerz ist kein Ereignis, das man so leicht vergisst. Deutschland musste mit dem Hanau-Attentat in der Nacht des 19. Februars 2020 um 22 Uhr eine Tragödie erleben, bei der in kürzester Zeit die meisten Menschenleben seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöscht wurden. Weder Mölln ist vergessen, noch Solingen. Auch nicht jene schreckliche Mordserie der rassistischen, barbarischen NSU-Terrorgruppe, die das Leben von zehn unschuldigen Menschen forderte… Und nun stehen wir in Hanau dem Leid um neun unschuldige migrantische Jugendliche gegenüber. Wir werden nicht vergessen.“