Jutta Ditfurth erstattet Anzeige nach antisemitischem Angriff

von Fremdeninfo

Artikel von Sandra Busch / F.R. 

Die Ökolinx-Stadtverordnete Jutta Ditfurth wurde mehrfach attackiert. Auf ein Paket vor ihrer Wohnungstür wurde „Scheiss Israel!“ geschrieben.

Jutta Ditfurth ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bedroht worden. Die Ökolinx-Stadtverordnete sieht sich nun erneut „einem antisemitischen Angriff gegen mich als Nicht-Jüdin“, ausgesetzt, sagt sie. „Weil ich zwar die rechtsextreme Netanjahu-Regierung scharf kritisiere, aber das Existenzrecht Israels verteidige und gegen jedweden Antisemitismus kämpfe.“

Vergangene Woche sei auf ein Paket vor ihrer Wohnungstür im Laufe des Abends „Scheiss Israel!“ geschrieben worden. Um zu ihrer Wohnungstür zu gelangen, müssten Hoftor und Haustür geöffnet werden. „Auf Anraten meines Anwalts werde ich Strafanzeige erstatten“, sagt Ditfurth. Im August sei sie bei der „United4Gaza“-Demonstration in Frankfurt von Teilnehmenden „angebrüllt, bespuckt, geboxt und mit voller Gewalt gegen meinen Fuß getreten worden“, sagt Ditfurth. Sehnen und Bänder des Fußes seien gerissen, sie werde bleibende Schäden haben.

Im November hatte Ditfurth von der Polizei erfahren, dass sie auf einer Liste im Darknet steht: Die Behörde hatte am 10. November einen 49 Jahre alten Verdächtigen festnehmen lassen. Er soll im Internet eine Liste mit Personen geführt haben, die er töten lassen wollte. Aufgeführt sind auch sensible persönliche Daten der Betroffenen. Dazu finden sich laut Bundesanwaltschaft Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen.

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