Von: Cumali Yağmur
Verantwortlicher Redakteur, Fremdeninfo
Während wir das Jahr 2025 hinter uns lassen und in das Jahr 2026 eintreten, haben die traditionellen Silvester-Feuerwerke ein gefährliches Ausmaß erreicht, das nicht mehr hinnehmbar ist. Besonders in deutschen Metropolen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und München ist es ein völlig falsches und gefährliches Verständnis, trotz der Sicherheitsmaßnahmen der Polizei die Konfrontation mit den Ordnungskräften zu suchen.
Silvesterfeiern sind im Kern eine Quelle gesellschaftlicher Freude, und es wäre nicht richtig, sich grundsätzlich gegen traditionelle Feierlichkeiten zu stellen. Doch an dem Punkt, an dem diese Feiern der Gesellschaft, der Umwelt und anderen Lebewesen schaden, darf dies niemals toleriert werden.
„Böller-Verbot“ und gesellschaftlicher Konsens
Das Thema des Feuerwerksverbots (Böller-Verbot), das in letzter Zeit häufig diskutiert wird, lässt sich nicht allein durch eine von oben herab verordnete Anweisung lösen. Der beste Weg ist, dieses Problem mit der Gesellschaft zu diskutieren und Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Strenge Verbote ohne die Beteiligung der Bevölkerung rufen leider Widerstand in der Gesellschaft hervor, und dieser Widerstand bereitet den Boden für unerwünschte Vorfälle.
Silvesterfeiern sind seit vielen Jahren ein kulturelles Phänomen und werden von breiten Massen getragen. Aber hier müssen wir uns die Frage stellen: Muss man unbedingt Feuerwerkskörper zünden, um zu feiern? Es ist die Verantwortung einer modernen Gesellschaft, alternative Feiermethoden zu entwickeln, die der Umwelt, den Tieren und der menschlichen Gesundheit nicht schaden.
Eine harmlose Feierkultur ist möglich
Die Verletzungen und sogar traurigen Vorfälle mit Todesfolge, die wir jedes Jahr erleben, sind für keinen gewissenhaften Menschen akzeptabel. Wenn die Tradition der Silvesterfeier fortgeführt werden soll, muss dies geschehen, ohne der Natur, unseren Freunden auf der Straße (den Tieren) und einander zu schaden. Gemeinsame Feiern sind kulturelle Elemente; jedoch ist bei diesen Veranstaltungen höchste Aufmerksamkeit für die Sicherheit von Leben und Eigentum zwingend erforderlich.
Kurz gesagt: Jedes Individuum sollte aus eigener Vernunft heraus auf Gewohnheiten verzichten, die der Gesellschaft und der Umwelt schaden, und das Richtige tun. Eine Feier in Frieden, statt im Schatten von Gewalt und Gefahr, ist unser aller Recht.
Mit diesen Gedanken wünsche ich der gesamten Menschheit und den Lesern von Fremdeninfo ein gesundes, friedliches und ruhiges neues Jahr. Frohes neues Jahr!