Dresden erwartet 1.450 neue Geflüchtete

von Cumali Yağmur

Von:T-Online

 

Die Zahl ukrainischer Schutzsuchender in Dresden steigt. Die Stadt passt ihre Unterbringungskapazitäten an, schließt teure Einrichtungen und stockt andere auf.

Dresden rechnet für 2026 mit der Zuweisung von 1.450 Geflüchteten. Dies teilte die Stadtverwaltung mit.

Die erwartete Zahl übersteigt den Vorjahreswert um 290 Personen. Für das kommende Jahr erwartet die Stadt etwa 850 Asylsuchende und 600 ukrainische Schutzsuchende. Die tatsächliche Entwicklung hänge jedoch von geopolitischen Ereignissen ab, hieß es.

Asylunterkunft in Laubegast wird geschlossen

Für die Unterbringung stehen 3.824 Plätze in 1.002 Wohnungen und 13 Übergangswohnheimen bereit. Die Stadt hat im vergangenen Jahr mehrere Unterkünfte aufgegeben, darunter alle Containerbauten sowie Einrichtungen an der Hermann-Mende-Straße und der Löbtauer Straße.

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Ab April 2026 erweitert Dresden die Kapazität der Asylunterkunft an der Lingnerallee 3 (ehemalige „City Herberge“). Dies ermöglicht die Schließung der teureren Einrichtung in Laubegast zum 31. März. Die Bewohner ziehen schrittweise in andere Unterkünfte um.

So viele Geflüchtete kamen bisher nach Dresden

Dresden hat im Jahr 2025 insgesamt 1.160 Geflüchtete aufgenommen – darunter waren 699 Asylbewerber sowie 461 Schutzsuchende aus der Ukraine. 2024 nahm Dresden 1.298 Asylsuchende und 364 Schutzsuchende aus der Ukraine auf, 2023 waren es 2.125 Asylbewerberinnen und Asylbewerber plus 287 ukrainische Schutzsuchende. Infolge des russischen Angriffskrieges kamen nach Angaben der Stadtverwaltung im Jahr 2022 über 10.000 Geflüchtete aus der Ukraine nach Dresden, wovon über 2.000 Personen durch das Sozialamt untergebracht wurden.

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