AVRUPA ALEVİ BİRLİKLERİ KONFEDERASYONU – AABK
ALEVITISCHE UNION EUROPA e.V.
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Köln, 17.03.2025
PRESSEMITTEILUNG
Erfolgreiche Kundgebung in Köln: Breites demokratisches Bündnis setzt ein starkes Zeichen für
Menschenrechte, Gerechtigkeit und gegen den Völkermord in Syrien
Am Samstag, den 15. März 2025, versammelten sich rund 30.000 Menschen auf dem Heumarkt in Köln,
um mit der Alevitischen Union Europa (AABK) sowie einer Vielzahl weiterer demokratischer
Organisationen und Institutionen ein starkes Zeichen gegen den andauernden Genozid an Aleviten in
Syrien zu setzen.
Diese Kundgebung war nicht nur eine Mahnung an die Verantwortlichen, sondern auch ein Aufruf an die
gesamte Gesellschaft, sich gegen Unterdrückung, Diskriminierung und Völkermord zu stellen. Gemeinsam
forderten die Teilnehmer, dass die historischen und aktuellen Verbrechen gegen Aleviten, insbesondere
die Massaker in Syrien, als Völkermord anerkannt werden.
Ein breites Bündnis für Demokratie und Gerechtigkeit
Die Veranstaltung wurde von der AABK als Hauptorganisator in Zusammenarbeit mit verschiedenen
demokratischen Kräften, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Menschenrechtsgruppen
durchgeführt. Neben der Föderation der Arabischen Aleviten in Europa (AAAF) beteiligten sich zahlreiche
weitere Organisationen, die sich für Menschenrechte und den Schutz religiöser und ethnischer
Minderheiten einsetzen.
Diese breite Unterstützung zeigt deutlich, dass der Kampf für Gerechtigkeit keine isolierte Angelegenheit
einzelner Gruppen ist, sondern eine gemeinsame Verantwortung aller demokratischen Kräfte.
Einheit in Vielfalt: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Unterdrückung
Die Kundgebung machte eindrucksvoll sichtbar, dass Solidarität über kulturelle, ethnische und religiöse
Grenzen hinausgeht. Neben Aleviten aus verschiedenen Regionen nahmen auch Vertreter anderer
Glaubensgemeinschaften, politische Organisationen, Gewerkschaften sowie zahlreiche Menschenrechts-
initiativen teil.
Diese Vielfalt sendet eine klare Botschaft: Der Kampf gegen Unterdrückung betrifft uns alle – und wir
stehen gemeinsam für Gerechtigkeit ein.
Mehrsprachige Ansprachen – ein Symbol der Einheit und ein Signal an die Welt
Ein zentrales Element der Veranstaltung war die Mehrsprachigkeit der Redebeiträge, die in Türkisch,
Arabisch, Deutsch und Kurdisch gehalten wurden.
Diese sprachliche Vielfalt diente nicht nur dazu, alle anwesenden Gruppen einzubeziehen, sondern
unterstrich auch die globale Bedeutung der Thematik. Denn der Kampf gegen Unterdrückung und die
Forderung nach Gerechtigkeit sind nicht nur regionale Anliegen – sie betreffen Menschen auf der ganzen
Welt.
Darüber hinaus spiegelte die Mehrsprachigkeit den Zusammenschluss und die wachsende Einheit der
Anhänger dieser Bewegung wider. Die Veranstaltung war nicht nur eine Demonstration des Widerstands,
sondern auch ein Schritt zur Stärkung und Vernetzung der Gemeinschaften, die sich für die Anerkennung
des Völkermords an den Aleviten einsetzen.
Der Völkermord in Syrien – eine offene Wunde der Menschheit
Neben der historischen Unterdrückung und Verfolgung von Aleviten weltweit stand besonders der
andauernde Völkermord in Syrien im Fokus der Kundgebung. Seit Jahren werden Aleviten in Syrien
systematisch verfolgt, entrechtet und ermordet. Ihre Kultstätten werden zerstört, ihre Identität wird
geleugnet und ihr historisches Erbe wird ausgelöscht.
Während der Kundgebung kamen auch Stimmen direkt aus Syrien zu Wort. Sie berichteten über die
brutale Realität, die Aleviten in Syrien täglich erleben. Die Redner betonten die Dringlichkeit, den Genozid
zu stoppen, und appellierten an die Weltgemeinschaft, endlich zu handeln.
Doch das größte Problem ist nicht nur das Schweigen der Weltgemeinschaft – sondern ihre aktive
Unterstützung für jene, die diese Verbrechen begehen.
Regierungen stärken den Terror – Unterstützung für HTS und al-Golani
Während Aleviten in Syrien verfolgt und ermordet werden, sitzen westliche Regierungen mit den Tätern
am Verhandlungstisch. Ebu Muhammed al-Golani, der Anführer von HTS (Heyet Tahrir el-Scham), wird
als Verhandlungspartner akzeptiert, ihm wird die Hand geschüttelt und seine Organisation erhält
internationale Legitimität.
Statt gegen Terror zu kämpfen, stärken westliche Staaten ihn – mit politischen Abkommen,
diplomatischer Anerkennung und finanzieller Unterstützung.
Diese direkte Unterstützung von HTS durch Deutschland, die Türkei und andere Staaten ist ein Skandal.
Wer mit Mördern verhandelt, macht sich mitschuldig an ihren Verbrechen.
Appell an die Weltgemeinschaft: Die Türkei, Deutschland und die EU müssen handeln!
Die AABK und ihre Bündnispartner fordern nicht nur die Europäische Union und die Vereinten Nationen,
sondern auch die türkische und deutsche Regierung auf, ihre Unterstützung für extremistische Gruppen
wie HTS sofort zu beenden und sich klar gegen den Völkermord an den Aleviten zu positionieren.
Es reicht nicht, nur Besorgnis auszudrücken – jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln!
Internationale Regierungen haben die Pflicht, sich für die Menschenrechte einzusetzen und sicherzu-
stellen, dass der Völkermord an den Aleviten in Syrien nicht weitergeht. Wir erwarten klare politische
Schritte und diplomatischen Druck auf diejenigen, die für diese Verbrechen verantwortlich sind.
Besonders empörend ist die kürzlich von Außenministerin Annalena Baerbock zugesagte weitere
Wirtschaftshilfe von 300 Millionen Euro, die statt den Opfern des Genozids zu helfen, in undurchsichtige
Strukturen fließt, die mit den Tätern kooperieren.
Diese Entscheidung ist nicht nur unverantwortlich, sondern macht die Bundesregierung direkt
mitverantwortlich an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wir werden nicht schweigen!
Wir werden nicht schweigen, solange der Genozid an den Aleviten in Syrien andauert. Unsere
Entschlossenheit ist unerschütterlich, bis Gerechtigkeit für die Opfer des syrischen Genozids erreicht ist.
Dank an alle, die sich für eine gerechtere Welt einsetzen
Wir danken allen, die an dieser wichtigen Kundgebung teilgenommen und ein starkes Zeichen gesetzt
haben. Die große Beteiligung zeigt, dass der Wunsch nach einer gerechten, demokratischen und
inklusiven Gesellschaft nicht nur eine Hoffnung ist, sondern eine Realität, für die wir gemeinsam kämpfen.
Der syrische Genozid an den Aleviten darf nicht ungestraft bleiben – wir kämpfen weiter für Wahrheit,
Anerkennung und Gerechtigkeit!
Alevitische Union Europa e.V.
Kontakt für Presseanfragen:
Gülay Kurtyiğit
Generalsekretärin der AABK
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