Berlin: AfD ätzt gegen geplanten Gedenktag für Muslime

Artikel von Michael Maierhöfe

Am vergangenen Sonntag feierten die Muslime in Berlin das Zuckerfest, das das Ende des Fastenmonats markiert. Dazu gehören das Morgengebet in einer Moschee und Familienbesuche mit Festessen.

Jetzt plant der Senat einen Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit. Ein Vorschlag, der bei der AfD die Alarmglocken läuten lässt.

Berlin: Senat plant neuen Gedenktag

Der 15. März soll in Zukunft ein Aktions- und Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit werden. Das teilten am Montag (31. März) die Vorsitzenden der beiden Regierungsfraktionen im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh (SPD) und Dirk Stettner (CDU), mit.

Wie viele andere Religionen sei der Islam ein fester Bestandteil Berlin, sagte Saleh. Stettner unterstrich, dass Berlin für Vielfalt und Zusammenhalt aller Religionen stehe. „Mit der Einführung des 15. März als festem Gedenk- und Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

 

 

                                                       lkoiu.png

                                                      Berlin: AfD ätzt gegen geplanten Gedenktag für Muslime © imago/Christian Mang

Der Vorschlag stößt auf Kritik von der AfD in Berlin. In einer Pressemitteilung vom Dienstag (1. April) teilt der Integrationsexperten der AfD-Hauptstadtfraktion, Dr. Hugh Bronson, mit, dass es keinen Gedenktag für Muslime brauche, da seiner Meinung nach Muslimfeindlichkeit kein dringendes Problem sei. Stattdessen behauptet er, dass Christen und Juden verstärkt der Verfolgung ausgesetzt würden.

Der Vorschlag stößt auf Kritik von der AfD in Berlin. In einer Pressemitteilung vom Dienstag (1. April) teilt der Integrationsexperten der AfD-Hauptstadtfraktion, Dr. Hugh Bronson, mit, dass es keinen Gedenktag für Muslime brauche, da seiner Meinung nach Muslimfeindlichkeit kein dringendes Problem sei. Stattdessen behauptet er, dass Christen und Juden verstärkt der Verfolgung ausgesetzt würden